Sind Sie ein Nine-To-Five-Typ?
Kommentar: Arbeiten im Urlaub
Gewissensfrage: Nehmen wir unser Notebook in den Urlaub mit oder nicht? Natürlich nehmen wir es mit, denn das ist gerade im Urlaub sehr praktisch. Da kann man abends die Bilder aus der Digicam speichern, Verwandte und Freunde mit Neuigkeiten versorgen oder einfach mal sehen, was es Neues in der Heimat gibt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Stress pur vor dem Urlaub
- 2Das übliche Kommunikationsdesaster
- 3Was bekommen wir dafür?
Doch werden wir auch die E-Mails aus dem Büro lesen? Nein, lautet die spontane Antwort. Schließlich hat man Urlaub und will einfach mal abschalten.
Der Branchenverband Bitkom hat gerade eine Studie herausgegeben, die genau das Gegenteil besagt: 88 Prozent der deutschen Angestellten sind auch "außerhalb der Arbeitszeit per Handy oder E-Mail ansprechbar". 88 Prozent, das scheint eine ziemlich hoch gegriffene Zahl zu sein. Vermutlich hat die Umfrage nur Leute aus dem Hightech-Sektor abgefragt. Die Kassiererin aus dem Discounter jedenfalls wird im Urlaub ihre Ruhe haben wollen.
Der Trend ist aber trotzdem unübersehbar und er betrifft nicht nur die Topmanager. Arbeiten im Urlaub, nach Feierabend oder am Wochenende - Smartphones und Notebooks machen es möglich. Es liegt schon eine gewisse Ironie darin, dass privat angeschaffte Geräte mithelfen, genau jene Freizeit abzuschaffen, für die sie gekauft wurden.
Stress pur vor dem Urlaub
Diese Entwicklung kann man vielleicht noch bremsen, aber nicht mehr umkehren. Auch in der Freizeit ist der Job immer präsent. Wer im Urlaub komplett offline bleibt, bereut dies zumeist. Denn meistens sieht es so aus: Die letzten Tage vor dem Urlaub sind der pure Stress. Man muss noch anstehende Aufgaben fertig kriegen, Projekte an Mitarbeiter übergeben und die Kollegen informieren, was während der Abwesenheit zu tun.

Immer mehr Deutsche nutzen auf dem Weg in den Urlaub ein Navigationsgerät an Stelle von klassischem Kartenmaterial. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage, welche der Branchenverband Bitkom in Auftrag gegeben hatte.
Es tut sich was in der Arbeitswelt. Die Veränderungen im Gefolge von Globalisierung und Wirtschaftskrisen sind schon vielfach beschrieben worden. Der Leistungsdruck auf Mitarbeiter ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Gleichzeitig ist deren Unsicherheit gestiegen, zumal viele Unternehmen nur noch Zeitverträge abschließen.
Immer mehr Mitarbeiter gehen nicht mehr ins Büro zum Arbeiten. IT-Technik macht sie flexibel und unabhängig. Doch die Freiheit unabhängig von Ort und Zeit zu arbeiten, birgt auch Risiken. Sicher ist nur eins: Computertechnik macht die Arbeit auch in Zukunft nicht leichter.
Jeder dritte Deutsche fühlt sich von Informationen häufig überflutet. Zu diesem Ergebnis kam eine neue Studie des Branchenverbands Bitkom. Außerdem nutzen die Deutschen Medien durchschnittlich neun Stunden am Tag.
Die digitale Welt gestattet Kommunikation rund um die Uhr und von jedem Platz der Welt. Doch wie halten Sie es beruflich? Prüfen Sie berufliche E-Mails nach Feierabend? Müssen Sie um 21 Uhr noch einmal kurz bei Xing vorbeischauen? Oder schalten Sie nach Dienstschluss einfach alles aus? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie im Forum.
Dieser Kommentar gegen die totale Überwachung im Arbeitsalltag zeichnet ein interessantes Bild von einem interessanten Mitarbeiter.
Was der Arbeitgeber von seinem Angestellten erwartet, ist heutzutage doch eher zweitrangig. Was wirklich zählt, ist das Wohl des Arbeitnehmers. Wie Ersterer Letzterem die Arbeit möglichst angenehm gestalten kann, verrät diese Verkehrte Netzwelt.




