Konstanten statt runde Zahlen
Nortel-Patentauktion: Die schrägen Nerd-Gebote von Google
Die Nortel-Patente waren heiß begehrt - und Google ging im Bieterwettstreit leer aus. Stattdessen sorgte der Suchmaschinenanbieter mit lustigen Gebotssummen für Verwunderung, die einem Muster folgten.

Der Wettstreit um die Nortel-Patente ist vorbei. Für eine Summe von 4,5 Milliarden US-Dollar sicherte sich ein Konsortium von Apple, EMC, Ericsson, Microsoft, Research in Motion und Sony die heiß begehrten Patente für LTE-Netze und andere wichtige Mobilfunktechnologien. Google ging bei der Auktion leer aus.
Anfang April ging der Wettstreit zunächst mit einem Gebot des Suchmaschinenanbieters los: 900 Millionen US-Dollar, eine runde Summe. Später verwirrte Google jedoch mit schrägen Geboten - 1.902.160.540, 2.614.972.128, 3.141.592.653 US-Dollar. Warum begibt sich das Unternehmen mit so wirren Zahlen in den Bieter-Wettkampf?
Wollte Google nur Gebote in die Höhe treiben?
Die Antwort könnte lauten: Bei Google herrscht eine Nerd-Kultur. Und Nerds bieten mit System - in diesem Fall: mathematischer Systematik. Bei den Geboten handelt es sich der Reihenfolge nach um die Brunsche Konstante, die sogenannte Meissel-Mertens-Konstante und die Zahl Pi. Auch der Abstand zwischen Erde und Sonne wurde gehandelt.
Mittlwerweile wird über die Gründe für Googles Zahlenspiele spekuliert. Klar, der Nerd-Faktor, mutmaßen einige. Andere vermuten, dass Google nur den Auktionspreis in die Höhe treiben wollte. Vielleicht war den Verantwortlichen auch einfach nur langweilig und sie griffen deshalb zur höheren Mathematik und Physik.






