Gefahren im Netz

Studie: Die größten Sicherheits-Irrtümer der deutschen Internetnutzer

Der Security-Hersteller G Data zeigt mit einer aktuellen Studie, dass viele Internetnutzer nicht umfassend über die Risiken beim Surfen im Internet informiert sind. G Data benennt außerdem drei große Irrtümer der Internetnutzer, die durch die Befragung identifiziert werden konnten.

Internetnutzer sind häufig Gefahren durch schadhafte Software ausgesetzt. (Bild: G Data)
Internetnutzer sind häufig Gefahren durch schadhafte Software ausgesetzt. (Bild: G Data)
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Im Rahmen der Studie "Wie schätzen Nutzer die Gefahren im Internet ein?" befragte G Data über 15.000 Internetnutzer aus elf Ländern. Themen waren dabei unter anderem der Virenschutz, Computerschädlinge oder das Verhalten in Sozialen Netzwerken. Diese Ergebnisse wurden anschließend mit der aktuellen Bedrohungslage im Netz verglichen. Wie das BKA und Bitkom vor kurzem gezeigt haben, nimmt die Internet-Kriminalität in Deutschland immer weiter zu.

Woran Nutzer fälschlicherweise glauben

Der häufigste Irrtum ist der Studie zufolge, dass ein Befall des Rechners mit Schadcode für den Nutzer ersichtlich ist. Daran glauben weltweit neun von zehn Internetnutzern. Die Befragten gehen davon aus, dass sich eine Verseuchung zum Beispiel durch einen Absturz, Pop-ups oder durch mangelnde Geschwindigkeit des Computers bemerkbar macht. Deutschland schneidet im internationalen Vergleich hierbei noch am besten ab: "nur" acht von zehn deutschen Nutzern glauben dies.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (54,42 Prozent) geht fälschlicherweise davon aus, dass die meisten Computerschädlinge per E-Mail in den Umlauf gebracht werden. Tatsächlich wird schadhafte Software heutzutage laut G Data "nur noch selten als E-Mail-Anhang" versendet. Oftmals befinden sich Viren und Co. hingegen in Links - infamerweise nicht zuletzt in Nachrichten zu schädlichen Webseiten. Die deutschen Nutzer liegen mit 53 Prozent hierbei im weltweiten Durchschnitt.

Rund die Hälfte der internationalen Surfer (48,33 Prozent) ist schließlich irrtümlicherweise der Meinung, dass ein Rechner nicht durch den bloßen Besuch einer Internetseite mit schadhafter Software infiziert werden kann. In Wirklichkeit ist die Infektion von PCs und Laptops durch sogenannte Drive-by-Downloads laut G Data aber sogar die am häufigsten eingesetzte Vorgehensweise. Auf diesen Irrtum fallen deutsche Internetnutzer vergleichsweise häufig rein: 63 Prozent glauben daran.

Insgesamt gesehen, sind deutsche Internetnutzer im internationalen Vergleich noch am besten über die Gefahren im Netz informiert. Wie G Data angibt, glauben sie "prozentual gesehen am wenigsten stark an die zu bewertenden IT-Security-Mythen". Der Security-Hersteller bietet selbst nicht nur Lösungen für Rechner an, sondern auch für Smartphones und Tablets mit Android als Betriebssystem.

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