Kombination aus USB, PCI-Express, DisplayPort und Firewire
Netzwelt-Wissen: Thunderbolt
Der Siegeszug der USB-Schnittstelle ist Apple ein Dorn im Auge: Eigentlich hätte man lieber mehr Geräte mit Firewire-Anschluss gesehen, den die Ingenieure aus Cupertino für technologisch deutlich besser halten. Tatsächlich ist Firewire schneller als ältere USB-Versionen, konnte sich jedoch nie wirklich in der Breite durchsetzen. Mit Thunderbolt startet Apple den zweiten Versuch, einen eigenen Kabel-Standard zu etablieren.

Inhaltsverzeichnis
- 1Intel bringt Light Peak
- 2Kabel und Technik
- 3Standards: USB und PCI
- 4Ein Chip in jedem Stecker
- 5Fazit
Intel bringt Light Peak
Im Gegensatz zur Entwicklung von Firewire, das Mitte der 1990er-Jahre von Apple auf den Markt gebracht wurde, hat sich der IT-Konzern für den Thunderbolt-Standard diesmal den Prozessorhersteller Intel ins Boot geholt. Grund für die Zusammenarbeit und die Wahl des Partners dürfte einerseits sein, dass Intel seit 2006 die CPUs für den Mac herstellt und somit in das Hardware-Design eng eingebunden ist. Gleichzeitig ist es aber auch Intel, das nach eigenen Angaben schon länger nach einer Alternative zu USB gesucht hat, die schnell genug und für die Übertragung großer Datenmengen (besonders für große Bildschirme) geeignet ist.
Im Jahr 2009 hat Intel den neuen Kabel-Standard erstmals auf der Hausmesse IDF unter dem Namen Light Peak vorgestellt. Die Resonanz in der Entwickler-Community war enorm, auch wenn sich kaum ein Hersteller direkt auf die Schnittstelle einließ. Seit Februar diesen Jahres sieht das anders aus: Jedes neue MacBook Pro und jeder iMac wird mit dem Light-Peak-Anschluss ausgestattet, der nun unter der Marke Thunderbolt auftritt und zunächst einmal für die hauseigenen Apple Cinema Displays einige Vorteile bringen soll.
Kabel und Technik
Im Grunde ist Thunderbolt eine Kreuzung aus längst bekannten und etablierten Standards: Die neue Technologie nutzt die positiven Eigenschaften von USB, das zum Beispiel das Hinzufügen und auch das Entfernen von Hardware im laufenden Betrieb ermöglicht und hunderte Endgeräte an einem Anschluss verwalten kann. Hinzu kommt mit PCI Express ein Standard, der für die direkte Verbindung von Peripherie mit dem Chipsatz entwickelt wurde. Dies führt zu einer deutlich höheren Geschwindigkeit als beim klassischen USB-Anschluss - was für Festplatten oder Grafikgeräte wichtiger ist als der Anschluss einer simplen USB-Maus oder externen Tastatur.
Der dritte Standard, der Apple und Intel als Grundlage für Thunderbolt gedient hat, ist DisplayPort: Unter dieser Technologie ist es möglich, Bild- und Ton-Daten an externe Geräte zu senden, ohne einen Bruch der digitalen Übertragung zu riskieren. Apple setzt auf eine eigene, proprietäre Variante namens Mini DisplayPort, die jahrelang für den Anschluss von Monitoren zuständig war, erst spät in den offiziellen VESA-Standard aufgenommen wurde - und bis heute praktisch von keinem anderen Notebook-Hersteller genutzt wird.


Genau so sehe ich das auch! Und wie soll man die volle Bandbreite nutzen, wenn die normalen Festplatten (von denen man ja die Daten über die Schnittstelle schicken will) gerade mal 150 MByte pro Sekunde schaffen!...
Schon wieder ein neuer Standart, der überflüssig ist, weil er nur auf Apple- Geräten verwendbar ist. Und auch schon wieder diese vollmundigen Versprechen hinsichtlich der Geschwindigkeit, wo keiner weiß, unter...