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Asus EeePad Transformer im Test: Tablet mit Ansteck-Tastatur
IPS-Touchscreen, Tegra 2 und Android 3.0

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Bei dem EeePad Transformer von Asus handelt es sich nicht nur um gelungenes Android-Tablet, sondern dank des dazugehörigen Tastatur-Docks auch um ein Netbook. Wer mit seinem Tablet nicht nur Spaß haben will, sondern auch arbeiten muss, kommt an diesem Modell nicht vorbei.

Asus bietet mit seinem Tablet-Erstling, dem EeePad Transformer, nicht nur einfach ein weiteres Android-Tablet an, sondern sorgt für mehrere Alleinstellungsmerkmale. Zu ihnen gehören der Touchscreen mit IPS-Technologie sowie die ansteckbare Tastatur, in der sich ein zweiter Akku befindet und mit der sich das Tablet in ein Netbook verwandelt.

Schnelle Hardware und ein besonderer Bildschirm

Asus baut in das EeePad Transformer TF101 eine 10,1 Zoll großen Touchscreen mit LED-Hintergrundbeleuchtung ein. Bei dem Bildschirm mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln handelt es sich um ein IPS-Panel, das sich vor allem durch große Blickwinkel auszeichnet. Die Glasoberfläche soll besonders kratzfest sein, ist allerdings nicht entspiegelt.

Die Rechenkraft des EeePad Transformer liefert die Tegra-2-Plattform von Nvidia. Diese vereint den mit einem Gigahertz getakteten Cortex-A9-Prozessor von ARM, einen stromsparenden Geforce-Grafikchip von Nvidia sowie einen zusätzlichen Prozessor für die Wiedergabe von Full-HD-Videos. Asus stattet das Tablet mit einem ein Gigabyte großen Arbeitsspeicher und einem wahlweise 16 oder 32 Gigabyte große Flash-Speicher aus.

Ab Werk installiert Asus Android 3.0.1 auf dem EeePad Transformer - inklusive Zugriff auf den Android Market, wobei nicht alle Apps für das Betriebssystem und die Bildschirmgröße optimiert sind. In den nächsten Tagen soll eine Aktualisierung auf Honeycomb 3.1 für das Tablet erhältlich sein. Dieses Update soll over-the-Air erhältlich sein. Für den Nutzer bedeutet dies, dass er die neue Firmware per WLAN herunterladen kann und das Gerät nicht, wie bei manchen Smartphones der Fall, an einen Computer anschließen muss.

Die bisher verfügbare Version des EeePad Transformer greift nur per WLAN auf das Internet zu - eine Variante mit UMTS-Modul hat Asus bisher nicht angekündigt. Am Tastatur-Dock müssten sich aber UMTS-USB-Sticks anschließen lassen - sofern sie unter Android funktionieren.

Asus EeePad Transformer - Netbook

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Dick und stabil, dort wo das Tablet im Tastatur-Dock steckt.

Touchscreen und Tastatur

Als Tablet lässt sich das EeePad Transformer von Asus bequem über den Touchscreen bedienen. Dieser reagiert ohne Verzögerungen auf Berührungen und versteht Wischbewegungen sowie Multitouch-Gesten. Selbst kleine Elemente lassen sich gezielt drücken.

Asus hat die Benutzeroberfläche von Android Honeycomb nur wenig verändert und vor allem Apps vorinstalliert, die eigene Dienste wie einen Online-Speicher an das Tablet anbinden. Als praktisch erweist sich “Polaris Office”, mit dem sich auch offline Texte schreiben oder Tabellen und Präsentationen erstellen lassen.

Dies macht besonders dann Sinn, wenn der Nutzer das EeePad Transformer mit dem Tastatur-Dock von einem Spiel- und Surfbrett in ein Arbeitsgerät verwandelt. Allerdings fallen die einzelnen Tasten ein wenig klein aus, dabei bietet der große Freiraum zwischen ihnen eigentlich noch Platz für eine Vergrößerung. Ihre Druckpunkte sind zu spüren, dürften aber ruhig knackiger ausfallen.

Sondertasten erleichtern die Nutzung von Android, das ja eigentlich für die Bedienung über einen Touchscreen konzipiert ist. Und so wird sich der Anwender auch dabei erwischen, häufiger Eingaben über den Bildschirm zu tätigen als bei Windows-Notebooks mit Touchscreen.

Das Touchpad des EeePad Transformer reagiert ohne Verzögerungen auf Eingaben, allerdings lässt sich der Mauszeiger nur schwer auf dem Bildschirm erkennen - er verschwindet optisch. Die durchgängige Touchpadtaste lässt sich nur an den Enden bequem drücken.

Ordentliches Gehäuse und sinnvolle Anschlüsse

Das Gehäuse des Asus EeePad Transformer besteht - abgesehen von einem umspannenden Metallband - aus Kunststoff, erscheint aber ordentlich verarbeitet und wirkt robust. Gleiches gilt für das Tastatur-Dock.

Asus stattet das EeePad Transformer mit einem HDMI-Anschluss und einem Audio-Ausgang aus. Die Schnittstelle an der Unterseite dient zum Aufladen des Akkus, zur Datenübertragung per USB sowie zur Verbindung des Tablets mit dem Tastatur-Dock. Den internen Speicher kann der Nutzer mit einer MicroSD-Karte erweitern. Das Tablet verfügt über ein Bluetooth-Modul. Die Kamera auf der Rückseite nimmt Fotos und Videos mit einer Auflösung von fünf Megapixeln auf, die vor allem für Videochats gedachte Kamera auf der Frontseite liefert Bilder mit 1,2 Megapixeln.

Das Tastatur-Dock erweitert das Asus EeePad um ein Kartenlesegerät sowie zwei USB-Schnittstellen. An diesen lassen sich zum Beispiel auch USB-Sticks anschließen, die das Tablet im Test ohne Probleme erkannte. Abgespeicherte Text- und Word-Dokumente lassen sich mit dem vorinstallierten Polaris Office öffnen und bearbeiten.

Asus EeePad Transformer - Tablet

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Das Tablet mit 10,1 Zoll großem IPS-Touchscreen erkennt automatisch Hoch- und Querformat und dreht die Ansicht entsprechend.

Fazit: Spaß-Tablet und Arbeitsgerät

Als Tablet hinterlässt das Asus EeePad Transformer einen Durchweg positiven Eindruck. Es liegt angenehm in der Hand, die Hardware läuft flott und das Betriebssystem lässt sich bequem bedienen. Nur der spiegelnde Bildschirm stört immer mal wieder .

Mit seinem Tastatur-Dock unterscheidet sich das EeePad Transformer von anderen Tablets. Anders als diese bietet es sich nicht nur zur Unterhaltung an, sondern hat auch das Potential, als Arbeitsgerät zu dienen. Nutzer, die mit ihrem Tablet auch arbeiten wollen, sollte der Aufpreis von 50 bis 100 Euro gegenüber dem ähnlich ausgestatteten und ebenfalls überzeugenden Iconia Tab A500 von Acer nicht abschrecken.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Asus für das EeePad Transformer mit einem 32 Gigabyte großen Speicher beträgt 499 Euro. Bisher unterbieten Online-Händler diese Vorgabe nicht.

Kommentare zu diesem Artikel

Bei dem EeePad Transformer von Asus handelt es sich nicht nur um gelungenes Android-Tablet, sondern dank des dazugehörigen Tastatur-Docks auch um ein Netbook. Wer mit seinem Tablet nicht nur Spaß haben will, sondern auch arbeiten muss, kommt an diesem Modell nicht vorbei.

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  • Pierre schrieb Uhr
    AW: Asus EeePad Transformer im Test: Tablet mit Ansteck-Tastatur

    Hallo Forenleser und Redaktion, an dem Transformer ist mir aufgefallen, dass wenn ich das Dock oder nur das Tablet an die Steckdose zum laden anschließe, am Gehäuse eine Spannung von 110V anliegt und bei Berührung man diese durch ein Vibrieren wahr nimmt. Dies sollte so nicht sein. Durch eine Recherche in Foren, habe ich herausgefunden dass ich mit dem Problem nicht alleine bin. Bis jetzt gibt es nur die Möglichkeit den Stecker in der Steckdose um 180 Grad zu drehen. Dies sehe ich aber nicht als Lösung, da es bei dieser Spannung beim einstecken schon zu Beschädigungen reicht. Die Chance den Stecker richtig reinzustecken liegt nun mal bei 50%. Ich verstehe nicht wie ein Gerät so durch die Tests kommt

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Asus EeePad Transformer im Test: Tablet mit Ansteck-Tastatur
Asus EeePad Transformer im Test: Tablet mit Ansteck-Tastatur
Asus bietet mit dem EeePad Transformer nicht nur ein überzeugendes Android-Tablet an, sondern gibt dem Nutzer auch noch ein Tastatur-Dock in die Hand, mit dem er es in ein Netbook verwandelt.
http://www.netzwelt.de/news/87384-asus-eeepad-transformer-test-tablet-ansteck-tastatur.html
2011-07-03 08:44:11
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/unity-wirkt-ersten-blick-schriller-gnome-desktop-bild-canonical5356.jpg
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