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Vodafone: Mobile Connect Software für kabellosen Internetzugang
Hilfe bei der UMTS-Konfiguration

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Wer mit Vodafone ins Netz geht, sollte sich diese Dashboard-Software ansehen. Das Programm läuft nicht nur unter Windows und Mac OS X, sondern in einer Open-Source-Variante sogar unter Linux-Distributionen.

Vodafone bietet eine umfangreiche Dokumentation für sein Dashboard-Programm.

Der UMTS-Internetzugang ist eine durchaus konkurrenzfähige Alternative zum klassischen DSL-Anschluss - insbesondere für Nutzer, die viel unterwegs sind. Bei den zahlreichen Mobilfunk-Sticks und -Routern ist die Konfiguration aber nicht immer ganz einfach. Daher bieten alle großen Netzbetreiber (außer E-Plus) eine spezielle Software an, die den Zugang ins mobile Netz einfacher und kontrollierbarer machen soll. Netzwelt hat sich das Programm angesehen.

Für alle Plattformen

Vodafone Mobile Connect ist das Pendant zum o2 Mobile Connection Manager und dem T-Mobile Web'n'Walk-Programm. Die Applikation setzt mindestens Windows XP mit Service Pack 3 voraus, unter Windows Vista beziehungsweise Windows 7 macht sie keinen Unterschied zwischen dem 32- oder 64Bit-Modus. Sehr löblich ist, dass Vodafone auch an alternative Betriebssysteme denkt: Mobile Connect ist auch für Mac OS X erhältlich und unterstützt sogar noch das alte Mac OS X 10.4 alias Tiger. Über ein Open-Source-Projekt haben selbst Linux-Nutzer die Chance auf mobilen Internetzugang - es gibt fertige RPM- und DEB-Pakete für jede große Distribution. Leider weist Vodafone selbst nur indirekt auf die Linux-Version hin.

Bei der Funktionalität gibt es allerdings große Unterschiede: So haben die Programmierer der Software unter Linux und Mac OS X nur die wichtigsten Funktionen umgesetzt, während der gemeine Windows-Nutzer klar im Fokus der Entwicklungsarbeit steht und alle Fähigkeiten nutzen kann. Er erhält für die Installation auf dem PC einen komfortablen Setup-Assistenten, der knapp 100 Megabyte auf die Festplatte schaufelt.

Treiber und Bedienung

Die Windows-Ausgabe ist auch diejenige Version, welche die meisten Treiber mitbringt: So kann der Nutzer unter dem Microsoft-Betriebssystem nahezu jeden UMTS-Stick und jede PCMCIA-Karte einsetzen, die Vodafone bislang im Angebot hatte. Unter Mac OS X steht lediglich eine einzige UMTS-Karte zur Wahl, einige Sticks (Mobile Connect K3765-Z und K4505-Z) lassen sich sogar explizit nicht mit dem Programm nutzen. Eine Aktualisierung der Firmware eines Endgeräts ist meist auch nur unter Windows möglich.

Die Bedienung des Programms ist dafür recht einfach: Sobald Vodafone Mobile Connect zum ersten Mal gestartet wird, erscheint das Hauptfenster, im Vodafone-Jargon Dashboard genannt, und die Anwendung sucht nach UMTS-Geräten. In der Regel findet sich nach wenigen Sekunden ein angeschlossenes Datengerät und zeigt den Netzmodus (UMTS, EDGE oder GPRS) sowie die Signalstärke des aktuellen Standorts an. Um eine Verbindung zum Internet herzustellen, genügt ein einfacher Klick auf den entsprechenden Knopf.

Vodafone Mobile Connect ist neben Windows auch für alternative Betriebssysteme erhältlich.

Websessions und WiFi

Neben der Mobilfunkverbindung kann die "Mobile Connect"-Software auch sogenannte WebSessions verwalten, die einem mobilen Internetzugang ohne Vertragsbindung entsprechen und besonders bei Datennutzung im Ausland eine kostensparende Alternative zur Standardabrechnung darstellen. Optisch ist der Unterschied zwischen der normalen UMTS- und einer WebSessions-Verbindung jedoch so gering, dass man schnell auf den falschen Knopf klicken kann. Deutlicher abgehoben ist die Darstellung verfügbarer WiFi-Netzwerke.

Genau wie der o2 Mobile Connection Manager versteht sich Vodafone Mobile Connect als Bindeglied zwischen allen gängigen Zugangsvarianten und kann problemlos mehrere Zugangspunkte gleichzeitig verwalten. Vodafone selbst betreibt ein globales Hotspot-Netzwerk, so dass die WiFi-Unterstützung in der Software doppelt Sinn ergibt. Mit einer Funktion namens ZeroClick Connect, die in der Seitenleiste des Dashboards untergebracht ist, kann der Anwender die bevorzugte Verbindung nach bestimmten Regeln festlegen, um zum Beispiel zu Hause über den (schnelleren) DSL-Anschluss und nur unterwegs per UMTS zu Surfen.

Hinweise, SMS und Co.

Die Vodafone "Mobile Connect"-Software gibt auch bei den anderen Funktionen ein solides Bild ab. Beispielsweise kann das Programm den Nutzer natürlich warnen, wenn er ein bestimmtes Transfervolumen überschreitet. Standardmäßig ist der Schwellenwert auf 50 Megabyte eingestellt, was für Nutzer mit einer Flatrate-Option jdeoch nur wenig Sinn ergibt - sie können über die Einstellungen den Grenzwert erhöhen oder die Meldungen ganz abschalten. Wer SMS-Mitteilungen lieber am PC als am Handy tippt, kann auch das über die Vodafone-Software erledigen. Allerdings gilt es hier zu beachten, dass eine SMS-Option vom Handy nicht automatisch auch für die eigene Daten-SIM gilt. Das Simsen über die komfortable Tastatur kann daher kostspielig werden.

Fazit

Mit Vodafone Mobile Connect macht es der rote Mobilfunk-Marktführer seinen Kunden einfach, unter Windows unterwegs ins Internet zu gehen. Die Bedienung des Programms ist einfach und gelingt sofort auch Einsteigern, durch die Warnmeldungen verliert der Gelegenheits-Surfer auch die Kosten nicht aus den Augen. Einziger Kritikpunkt im Kurztest ist die Dokumentation, die besser strukturiert sein könnte.

Kommentare zu diesem Artikel

Wer mit Vodafone ins Netz geht, sollte sich diese Dashboard-Software ansehen. Das Programm läuft nicht nur unter Windows und Mac OS X, sondern in einer Open-Source-Variante sogar unter Linux-Distributionen.

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  • Zarkx schrieb Uhr
    AW: Vodafone: Mobile Connect Software für kabellosen Internetzugang

    Die Software bringt echtes altes Windows-Feeling auf den Mac: fummelig und produziert seltsame Fehler mit nichtssagenden Fehlermeldungen.

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Vodafone: Mobile Connect Software für kabellosen Internetzugang
Vodafone: Mobile Connect Software für kabellosen Internetzugang
In fast jeder größeren Stadt ist der Internetzugang per UMTS-Mobilfunk mittlerweile eine praktikable Alternative zum klassischen DSL-Anschluss. Wer über den Netzbetreiber Vodafone ins Web geht, kann mit der "Mobile Connect"-Software einige Dinge einfacher erledigen.
http://www.netzwelt.de/news/87372-vodafone-mobile-connect-software-kabellosen-internetzugang.html
2011-07-01 12:05:05
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/vodafone-bietet-umfangreiche-dokumentation-dashboard-programm-bild-netzweltvodafone6509.jpg
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