Das CMS bringt Bilder und andere Medien ins Web.

Gallery 3.0: Einfaches Content-Management-System für Fotos

Die drei Programme WordPress, Drupal und Typo3 haben den Markt für Content-Management-Systeme (CMS) fest im Griff. Dabei kann Otto Normalverbraucher kaum alle Funktionen der Programme ausnutzen – und oftmals benötigt er diese auch überhaupt nicht. Wer zum Beispiel nur einige Fotos für Familie und Freunde im Internet freigeben will, kann dafür auch das einfache und schlanke Foto-CMS namens Gallery ausprobieren.

Gallery 3.0 wird über das Dashboard verwaltet und gesteuert. (Bild: Netzwelt)
Gallery 3.0 wird über das Dashboard verwaltet und gesteuert. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Installation mit Datenbank
  2. 2Erster Start und Sicherheit
  3. 3Neue Bilder veröffentlichen
  4. 4Fazit
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Installation mit Datenbank

Die aktuelle Ausgabe von Gallery trägt die Versionsnummer 3.0.2 und ist nur wenige Megabyte groß, so dass der Download in wenigen Sekunden abgeschlossen ist. Nach dem Laden muss der Anwender das schlanke Content-Management-System auf seinen Server hochladen und innerhalb des Hauptordners ein var-Verzeichnis erstellen, in dem alle Medien gespeichert werden. Dabei gilt es zu beachten, dass der Server-Prozess Schreibrechte für den var-Ordner benötigt, die man zum Biespiel mit FileZilla setzen kann. Ohne diese bereitet Gallery massive Probleme.

Die Entwickler geben als Mindestanforderung für den Einsatz von Gallery 3 den Apache HTTP Server oder den Microsoft IIS in Kombination mit einem PHP-Interpreter (in der Version 5.1 oder neuer) an. Zusätzlich ist für die Einrichtung eine MySQL-Datenbank erforderlich, da Gallery in dieser Meta-Informationen über Dateien und Galerien abspeichert. Im Vergleich zu Linux-Nutzern haben es Windows-Entwickler ein wenig einfacher, da sie sich die manuelle Installation sparen können: Gallery wird als Programm im Microsoft Web Platform Installer ausgeliefert, der mit einem Klick automatisch die gesamte Konfiguration des CMS erledigt.

Nach der Installation generiert Gallery 3.0 selbstständig ein Admin-Kennwort. (Bild: Netzwelt)
Nach der Installation generiert Gallery 3.0 selbstständig ein Admin-Kennwort. (Bild: netzwelt)

Erster Start und Sicherheit

Sobald Gallery 3.0 auf dem Server eingerichtet ist, kann der Nutzer das Hauptverzeichnis im Browser aufrufen. Beim ersten Start fragt das CMS nach den Zugangsdaten für die MySQL-Datenbank, die der Nutzer aus dem Konfigurationsmenü oder den Hilfetexten seines Hosting-Anbieters entnehmen kann. Ein Kennwort verlangt Gallery nicht - das Programm erzeugt selbst eine sichere Passphrase für den admin-Benutzer und präsentiert diese nach erfolgreicher Anmeldung. Mit einem Klick auf den Hyperlink am Seitenende gelangt man zum frisch installierten CMS.

Gallery bietet an, zu Beginn die persönlichen Daten anzupassen und es ist durchaus sinnvoll, neben der eigenen E-Mail-Adresse und einem einprägsameren Kennwort auch den eigenen Namen im Klartext einzugeben, um mehrere Personen auf einer Gallery-Installation zu unterscheiden. Drehschreibe für die gesamte Arbeit mit dem CMS ist das sogenannte Dashboard, in dem eine horizontale Navigationsleiste durch alle Funktionen führt. Auf der Startseite kann der Nutzer direkt sehen, wie viele Fotos und Galerien er in dem CMS gespeichert hat. Um das frisch konfigurierte System noch ein Stück sicherer zu machen, kann man im Reiter für Kommentare festlegen, dass nur registrierte Teilnehmer posten dürfen.

Neue Bilder veröffentlichen

Gallery 3.0 unterstützt wie WordPress automatische Updates, so dass das CMS ähnlich einem statischen Programm aktualisiert werden kann. Wer diese Funktion nicht nutzen möchte, kann die Benachrichtigungen im Dashboard auch abschalten. Damit neue Galerien möglichst ansprechend aussehen, unterstützt Gallery die Integration dritter Layouts. Zwei Designs liefert das CMS bereits ab Werk mit, neue lassen sich kostenlos aus dem Web laden. Mit Modulen lässt sich die Funktionalität der Software noch stärker erweitern.

Das eigentliche Hochladen neuer Fotos bedarf keiner weiteren Erklärung, der entsprechende Dialog ähnelt anderen CMS-Lösungen. Die Beschränkung der Dateigröße von acht Megabyte lässt sich in den Einstellungen des CMS aufheben, allerdings sollte der Nutzer diese Anpassung genau überdenken. Alle Bilder lassen sich mit Tags kennzeichnen, um die Suche und Kategorisierung sicherzustellen. Gallery fasst alle neuen Fotos im sogenannten Photo Stream zusammen, der im Dashboard für alle Nutzer einsehbar ist.

Gallery 3.0 kann mit Designs und Modulen angepasst werden. (Bild: Netzwelt)
Gallery 3.0 kann mit Designs und Modulen angepasst werden. (Bild: netzwelt)

Fazit

Gallery 3.0 ist eine perfekte Lösung, wenn man Fotos (oder andere Medieninhalte) schnell und einfach im Internet bereitstellen will, ohne sich mit einem ausgewachsenen CMS wie zum Beispiel Drupal oder WordPress herumzuschlagen. Das Programm kann aber auch als Ergänzung bestehender CMS-Produkte eingesetzt werden, etwa für die klare Trennung einer privaten Foto-Plattform mit hunderten Bildern vom öffentlichen Blog.

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