Unbekannte Systemeinstellungen freigeben

OnyX 2.2: Die unbekannten Systemeinstellungen von Mac OS X

Das Betriebssystem Mac OS X ist gerade auch deshalb so beliebt, weil die Konfiguration des Computers damit sehr einfach ist. In der Systemsteuerung gibt es Dialogfenster für Netzwerk-Einstellungen, Grafik, Tastatur, Maus und zahlreiche andere Ziele. Es lassen sich jedoch nicht alle Optionen von Mac OS X über die grafische Oberfläche ansteuern. Dort, wo Apple geschlampt hat, setzt das Hilfsprogramm OnyX 2.2.8 an.

OnyX kann Mac OS X aufräumen, optimieren und versteckte Eigenschaften ändern. (Bild: Netzwelt)
OnyX kann Mac OS X aufräumen, optimieren und versteckte Eigenschaften ändern. (Bild: Netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1OnyX 2.x für Leopard
  2. 2Erster Start
  3. 3Fenster und Funktionen
  4. 4Parameter für Mac OS
  5. 5Fazit
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OnyX 2.x für Leopard

Die aktuelle 2.x-Serie des Programms benötigt mindestens Mac OS X 10.5 alias Leopard, für OnyX 2.2.8 ist sogar das aktuelle Snow Leopard erforderlich. Beim Einsatz der Applikation unter Mac OS X Lion sollte man sehr vorsichtig sein, da OnyX naturgemäß sehr nah am Betriebssystem arbeitet und dadurch schon geringste Änderungen an der Umgebung zu Problemen führen können. Der Download von OnyX ist kostenlos, obwohl das Programm keine Open-Source-Anwendung ist. Knapp 50 Megabyte sind für eine Installation auf der Festplatte erforderlich, die durch einfaches Kopieren der Hauptdatei in den Programmordner erfolgt.

Erster Start

OnyX fragt den Nutzer beim ersten Start, ob er den Lizenzbestimmungen zustimmt. In diesen sagt sich der Hersteller von jeglicher Verantwortung für sein Programm los, was aber allgemein üblich ist. Sobald der Dialog durch Bestätigung geschlossen ist, schlägt OnyX mit der zweiten Frage auf: Der Nutzer kann zu Beginn den SMART-Status analysieren lassen, der Informationen über den Zustand und mögliche Probleme der integrierten Festplatte des Mac gibt. Im dritten und letzten Schritt wertet OnyX 2.2 die gesamte Systempartition aus; leider ist es dafür unerlässlich, alle Programme zu schließen. Für die Analyse muss der Nutzer zudem sein Admin-Kennwort eingeben, ein Abbruch des Prozesses ist nicht möglich.

Fenster und Funktionen

Ohne die Analyse der Systempartition kann OnyX nicht arbeiten. Das Fenster des Programms ist in mehrere Reiter aufgeteilt, die sich um die Überprüfung, Optimierung und Reparatur des Betriebssystems, die Arbeit mit Dienstprogrammen, Automatisierung und Protokollen kümmern. Die Funktionen der Software sind so vielfältig, dass Einsteiger schnell die Übersicht verlieren. Ein guter Einstieg ist die Optimierung der Zugriffsrechte: Mit dieser Funktion schreibt OnyX für jede Datei die Berechtigungen neu, was beispielsweise bei Fehlermeldungen in iTunes die Lösung bringt. Sollte Mac OS X im Kontextmenü unter "Öffnen mit ..." noch Programme anzeigen, die gar nicht mehr vorhanden sind, löst die Reorganisation der "Launch Services" das Problem.

Dock, iTunes und Co. werden in den OnyX-Parametern berücksichtigt. (Bild: Netzwelt)
Dock, iTunes und Co. werden in den OnyX-Parametern berücksichtigt. (Bild: netzwelt)

Im Reiter "Aufräumen" können Nutzer unnötige Dateien löschen, die unter Umständen mehrere hundert Megabyte auf dem System belegen - egal ob Boot-, Kernel- oder Erweiterungs-Caches, zwischengespeicherte Java-Applets, Protokolle von Updates, Diagnoseberichte von Nutzern und System oder unbearbeitete Mail-Downloads. Man sollte allerdings beachten, dass ausgewählte Daten beim Löschen durch OnyX nicht im Papierkorb landen, sondern sofort und (zumindest ohne großen Aufwand) unwiederbringlich verloren gehen.

Parameter für Mac OS

Nur für Experten sind die Optionen im Reiter für Dienstprogramme gedacht, da die Änderungen mitunter gravierende Auswirkungen auf das Systemverhalten haben. Relativ unbedenklich ist dagegen die Konfiguration der unbekannten Parameter von Mac OS X: So kann der Nutzer mit Hilfe von OnyX 2.2.8 dafür sorgen, dass die Position der Rollpfeile von rechts unten auf beide Enden des Scroll-Balkens umgestellt wird. Bildschirmfotos, die das Dienstprogramm aus Mac OS X standardmäßig als TIFF-Dokument speichert, können auf das PNG- oder JPEG-Format geändert werden. Wer verhindern möchte, dass Safari automatisch PDF-Dateien im Browser wie eine normale Webseite anzeigt, kann dieses Verhalten über OnyX ebenfalls abändern.

Fazit

OnyX ist ein nützliches Hilfsprogramm, das neben der Optimierung des Systems vor allem durch seine zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten besticht, die nicht ab Werk über die Systemsteuerung geändert werden können. Die zahlreichen Fragen beim ersten Start der Software sind nervig, die Bedienung der Applikation aber sehr einfach. Ausbaufähig ist die Dokumentation, die im Detail keine Hilfe zu OnyX bietet.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.

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