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Lieferheld im Kurztest: Neuer Pizza-Dienst des Spreadshirt-Gründers
Online-Bestellung und direkte Bezahlung, auch per PayPal

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Schon lange buhlen zahlreiche Online-Bestelldienste um die Gunst hungriger Nutzer. Lieferheld, das aus der Startup-Schmiede Team Europe stammt, möchte nun das gesamte Geschäft in einer Plattform bündeln.

Lieferheld tritt gegen etablierte Plattformen wie Pizza.de an.

Für die Bestellung einer Pizza benötigt man längst kein Telefon mehr: Ein Internetzugang genügt, oftmals ist die Eingabe der gewünschten Produkte direkt über einen Online-Shop möglich - beispielsweise bei Joeys. Das Startup "Lieferheld" möchte nun mit innovativen Funktionen gegen Pizza.de und andere Konkurrenten punkten.

Lukasz Gadowski gehört zu den erfolgreichsten Multigründern des Landes: Begonnen hat er mit Spreadshirt, einem Online-Shop für individuelle T-Shirts und andere Textilien. Zusammen mit zahlreichen Partnern unterstützt er über die Firma Team Europe junge Startups mit internetbasierten Geschäftsmodellen. Zu den jüngsten Projekten gehört Lieferheld, das sich als zentraler Bestellservice für Nahrungsmittel etablieren will.

In der Großstadt

Hinter Lieferheld steht die gleichnamige Lieferheld GmbH mit Sitz in Berlin, die von Markus Fuhrmann, Nikita Fahrenholz, Fabian Siegel, Claude Ritter und Doreen Huber geleitet wird. Die Gründer waren vorher in sehr unterschiedlichen Sparten unterwegs, die nicht alle etwas mit Gastronomie zu tun haben. Auf den ersten Blick erinnert die Startseite von Lieferheld stark an Pizza.de: Der Nutzer wird aufgefordert, seine Postleitzahl einzugeben, um einen Lieferdienst in seiner Nähe zu finden. Die Ergebnisse liefern deutlich mehr als nur den klassischen Pizzadienst um die Ecke, auch Mexikaner oder Asiaten kennt die Essensplattform.

Bei stichprobenartigen Tests fällt sofort auf, dass Lieferheld weniger Suchergebnisse als Pizza.de kennt. So findet das Berliner Startup für die Postleitzahl der netzwelt-Redaktion (22607) nur 21 Lieferdienste, während Pizza.de über 30 Ergebnisse auflistet. Dafür ist die Gestaltung der Ergebnisse erheblich übersichtlicher: Während die Konkurrenz jedem Gastronom ein individuelles Design bietet, sieht die Speisekarte von Lieferheld immer gleich aus. Neben der Anzeige der Öffnungszeiten sowie der Mindestbestellmenge ist besonders die Information über Zahlungsmethoden sinnvoll. In Großstädten ist es bei den meisten Lieferheld-Partnern möglich, per MasterCard oder Visa-Karte, PayPal oder Sofortüberweisung zu zahlen.

Lieferheld-Konto

Die Bezahlung wird dabei nicht über die Lieferdienste selbst, sondern direkt über Lieferheld abgewickelt. Für regelmäßige Bestellungen bietet die Plattform eine Funktion, sich als Benutzer zu registrieren. Ist man während einer neuen Bestellung eingeloggt, merkt sich Lieferheld jede einzelne Bestellung und zeigt diese in einem entsprechenden Reiter auf der Webseite an. Frühere Aufträge können als Vorlage für neue Lieferungen genutzt werden, was der natürlichen Faulheit des Surfers entgegenkommt. Durch die Bewertungsfunktion kann der Nutzer sehen, was andere Personen von dem gewählten Dienst halten - und ob eine Bestellung empfehlenswert ist oder nicht. Eigene Bewertungen kann nur derjenige Nutzer abgeben, der bei einem Restaurant auch schon einmal bestellt hat. Auf diese Weise beugt Lieferheld unberechtigten schlechten Kommentaren vor.

Die Ergebnisliste gibt auf den ersten Blick die wichtigsten Details preis.

Besonders praktisch sind solche Lieferdienste, die mit der sogenannten Lieferheld-Box arbeiten. Das Startup stellt ein kleines Gerät mit Internetzugang über UMTS/GPRS bereit, auf dem alle Bestellungen der Kunden eingehen - so lenkt kein Telefonat oder Fax die Küche mehr von ihren eigentlichen Aufgaben ab. Gastronomen können dem Kunden über einen einfachen Tastendruck direkt bestätigen, wie lange die Bestellung voraussichtlich dauern wird. Die Nachricht erhält er dabei entweder per SMS, E-Mail oder direkt bei Lieferheld. Die Zeitspanne bewegt sich zwischen 15 und 75 Minuten. Auch ein Abbruch ist vorgesehen.

Fazit

Lieferheld macht im Test einen durchaus soliden Eindruck, da die Plattform mit der elektronischen Bezahlung, einer Registrierung für regelmäßige Nutzer, der Integration der Lieferheld-Box und anderen Kleinigkeiten für Gäste und Gastronomen gleichermaßen attraktiv ist. Einzig bei der Datenbasis hat die Plattform noch Schwächen: Wer nicht in den großen Zentren wohnt, bekommt unter Umständen nicht alle Lieferdienste angezeigt.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Wer nicht bei Lieferheld bestellen will, kann sich auch in zahlreichen anderen Shops mit Lebensmitteln versorgen. Selbst der Marktführer Amazon hat mittlerweile Schinken, Käse und Co. im Programm. Nähere Details zum Angebot des Branchenprimus gibt es hier auf netzwelt.

Kommentare zu diesem Artikel

Schon lange buhlen zahlreiche Online-Bestelldienste um die Gunst hungriger Nutzer. Lieferheld, das aus der Startup-Schmiede Team Europe stammt, möchte nun das gesamte Geschäft in einer Plattform bündeln.

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  • Meisfeld schrieb Uhr
    AW: Lieferheld im Kurztest: Neuer Pizza-Dienst des Spreadshirt-Gründers

    Ich kann nur von diesen scheiß Portal abraten. Habe bestellt per sofort überweisung. nach 10 min lade zeit .. steht da Leider konnten wir deine Bestellung nicht fehlerfrei an Hollywood Canteen weiterleiten. Deine Bestellung wurde storniert, bitte wähle ein anderes Restaurant aus! Nun sitze ich hier heute Abend ohne Essen nach einem anstrengdem Tag. Mein geld wurde aber Abgezogen von meinem Konto und ich bekomme nichts zu essen. "Support" nummer die 08001003929 geht keiner ran. Faktum ist.... Geld weg, nichts zu essen, ich darf jetzt mein geld noch hinterher rennen. Und ich werde nie wieder dort bestellen.
  • Elendil schrieb Uhr
    AW: Lieferheld im Kurztest: Neuer Pizza-Dienst des Spreadshirt-Gründers

    Ich kann nur abraten von der Bestellung über Lieferheld! Überteuerte Preise für die Lieferung, die anderswo umsonst ist. Dann wurden 4 Sushimenüs auf einer Platte geliefert, wobei ca die Hälfte der Bestellung fehlte, was durch das Zusammenstellen aller Gerichte zuerst nicht klar nachvollziehbar war
  • Immorb schrieb Uhr
    AW: Lieferheld im Kurztest: Neuer Pizza-Dienst des Spreadshirt-Gründers

    Hallo "bestimmt nicht"! Was du da schreibst, ist falsch und verleumdend, aber das ist wohl auch der Sinn der Sache! Man beachte.. der Dienst ist "nicht legal". Online-Shops sollten bei ihren Zahlungspartnern auf die BaFin-Lizenz achten. Das Landgericht Köln hat jetzt geurteilt, dass die nachgeschalteten Online-Payment-Dienstleister einen Schein der Finanzaufsicht vorweisen müssen. Die Beklagte hat ein Portal zur Vermittlung von Essenbestellungen angeboten (lieferheld.de). Die Klägerin, die ebenfalls als Konkurrentin Essensbestellungen über das Internet vermittelt, ist der Meinung, die Beklagte benötigt dafür eine behördliche Erlaubnis für die Vereinnahmung und Weiterleitung der Gelder nach dem Zahlungsdienste-Aufsichtsgesetz (ZAG) und klagte. Die Kölner Richter folgten der Ansicht und verurteilten antragsgemäß. Nach dessen Auffassung liege ein erlaubnispflichtiger, gewerbsmäßiger Zahlungsdienst vor. Demnach sei eine Tätigkeit ohne die erforderliche Erlaubnis wettbewerbswidrig und müsse unterlassen werden. Quelle: Chip.de Nachtrag: Da in dem link zu Chip das Wort Ab*ocker erscheint ist der Link nicht aktiv. Zum Urteil>> Telemedicus.de m.f.G.
  • Ganz sicher schrieb Uhr
    AW: Lieferheld im Kurztest: Neuer Pizza-Dienst des Spreadshirt-Gründers

    ich arbeite bei einem pizzadienst der keine onlinebestellungen annehmen kann....trotzdem wurden wir bei lieferheld als lieferant gelistet....da jeder auf der startseite von lieferheld restaurants vorschlagen kann nehme ich mal an das lieferheld diese vorschläge einfach übernimmt ohne sich mit den jeweiligen restaurants in verbindung zu setzen ob die das überhaupt wollen...also sollte sich niemand wundern wenn er irgendwo was bestellt und dann nix bekommt Hallo "bestimmt nicht"! Was du da schreibst, ist falsch und verleumdend, aber das ist wohl auch der Sinn der Sache!
  • bestimmt nicht schrieb Uhr
    AW: Lieferheld im Kurztest: Neuer Pizza-Dienst des Spreadshirt-Gründers

    ich arbeite bei einem pizzadienst der keine onlinebestellungen annehmen kann....trotzdem wurden wir bei lieferheld als lieferant gelistet....da jeder auf der startseite von lieferheld restaurants vorschlagen kann nehme ich mal an das lieferheld diese vorschläge einfach übernimmt ohne sich mit den jeweiligen restaurants in verbindung zu setzen ob die das überhaupt wollen...also sollte sich niemand wundern wenn er irgendwo was bestellt und dann nix bekommt
  • Bargie schrieb Uhr
    AW: Lieferheld im Kurztest: Neuer Pizza-Dienst des Spreadshirt-Gründers

    Das glaubt dir doch keiner, Sophies, auch wenn du es seit Monaten ständig überall hinschreibst. Bestell halt woanders!
  • Sophies schrieb Uhr
    AW: Lieferheld im Kurztest: Neuer Pizza-Dienst des Spreadshirt-Gründers

    Ich kann vor Lieferheld nur warnen. Beim Restaurant, wo ich über die Lieferheld-Seite bestellt habe, wußte man nichts von diesem Anbieter. Auf eine Antwort von Lieferheld, was hier eigentlich schief gelaufen ist, warte ich immer noch.
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Lieferheld im Kurztest: Neuer Pizza-Dienst des Spreadshirt-Gründers
Loch im Magen, Kühlschrank leer? Auch hier können Online-Dienste weiterhelfen. Netzwelt machte die Probebestellung bei "Lieferheld".
http://www.netzwelt.de/news/87354-lieferheld-kurztest-neuer-pizza-dienst-spreadshirt-gruenders.html
2011-06-30 15:19:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/lieferheld-tritt-gegen-etablierte-plattformen-pizzade--bild-netzwelt6462.jpg
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