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Hell in Black: LG Optimus Black im Test
Mit Android und Bewegungssteurung

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Hell, Heller, LG Optimus Black. Dank seinem strahlend hellen Display müssen Nutzer des LG Optimus Black auch bei direkter Sonneneinstrahlung mit keinen Einschränkungen bei der Ablesbarkeit des Displays leben. Im netzwelt-Test überzeugt das Handy zudem mit seiner Ausstattung.

"Mach die Taschenlampe aus!" - diesen Spruch werden Besitzer des LG Optimus Black sicher öfters hören. Denn das vier Zoll große Nova-Display des LG P970 Optimus Black ist im wahrsten Wortsinn ein echtes Highlight, so strahlend hell ist es. Auch die übrige Ausstattung samt der Bluetooth-Alternative Wifi-Direct macht deutlich: Das Optimus Black ist alles andere als ein reiner Blender. Zeit für einen ausführlichen Blick auf den Strahlemann von LG.

Bereits im ersten Kurztest von netzwelt auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas konnte das LG-Smartphone durch seinen Bildschirm gefallen. Die vom Hersteller angegebene Leuchtdichte von satten 700 Nit (entspricht 700 Candela pro Quadratmeter) hinterlässt vor allem beim Blick auf die Konkurrenten von Apple und Samsung Eindruck. So bringen es die hochgelobten Super-Amoled-Displays von Samsung, zu finden etwa im Samsung Galaxy S, laut LG nur auf 305 Nit. Das Retina-Display in Apples iPhone 4 schafft laut LG eine Leuchtstärke von 518 Nit. Dieser Punkt sollte also an LG gehen, zumindest auf dem Papier.

Immun gegen Sonnenlicht

Diese Leuchtkraft konnte man in den hell ausgeleuchteten Messehallen von Las Vegas nur erahnen. Jetzt, im Freien und bei strahlendem Sonnenschein, zeigt sich, dass LG mit seinen Angaben nicht übertrieben hat. Stellt man die Helligkeit auf volle Kraft, lassen sich Inhalte selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesen. Den für Touchscreens typischen Reflexionen konnte aber auch LG nicht Herr werden - Spiegelungen treten also auch bei diesem Testgerät auf. Auch gegen die nervigen Fettschlieren scheint noch immer kein Kraut gewachsen.

Wer schon einmal ein Apple iPhone 4 in den Händen hielt, weiß, wie ungemein scharf ein Handy-Display sein kann. Dies trifft auch auf das LG Optimus Black zu. Vor allem Schrift lässt sich wunderbar und unangestrengt entziffern. Auch die zur Verfügung stehende Display-Fläche, immerhin bietet das Black eine Bildschirmdiagonale von satten zehn Zentimeter, ist überdurchschnittlich.

Sportliche Leichtigkeit statt Luxuklasse

Der Erstkontakt zum LG Optimus Black hinterlässt gemischte Gefühle. Zwar gibt es objektiv kaum etwas an der Verarbeitungsqualität auszusetzen - es finden sich beispielsweise keine auffällig großen Spaltmaße am Smartphone-Gehäuse. Wie ein Edel-Handy liegt das Android-Gerät aber nicht in der Hand. Die gerade einmal 108 Gramm des LG P970 hinterlassen in den Händen eher ein Gefühl von sportlicher Leichtigkeit als nach gehobener Luxusklasse - auch wenn es Geschmackssache ist, ob ein Handy nun besonders leicht oder oder doch eher satt und schwer in den Händen liegen sollte.

Dafür ist das Testgerät angenehm kompakt: Gerade einmal 9,6 Millimeter dick, 64 Millimeter breit und 122 Millimeter lang - das passt in jede Tasche, trotz des üppigen Displays. Angst vor bleibenden Narben in Form von tiefen Kratzern im Kunststoff braucht der Black-Besitzer nicht zu haben, die Schale des LG Optimus Black blieb den gesamten Testzeitraum über unversehrt, trotz häufigem Transport in Schlüsselbund-Nähe.

Innovationsträger ohne Dual-Core-Prozessor

Der Mobilfunkstandards HSPA und WLAN-Kompatibilität auch zum fixen N-Standard gehört bei Smartphones der Mittel- und Oberklasse bereits seit längerem zum guten Ton, daher finden sich auch im Falle des Testgerätes Haken an den entsprechenden Stellen in der Ausstattungsliste. Wesentlich seltener verbreitet ist der neue Wifi-Direct-Standard. Damit lassen sich Daten zwischen zwei Wifi-Direct-Geräten ohne einen externen Access Point übertragen - und das laut LG mit der 20fachen-Geschwindigkeit einer üblichen Bluetooth Verbindung.

LG Optimus Black

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Mit dem Optimus Black präsentiert LG ein weiteres Highend-Smartphone. (Bild: netzwelt)

Ebenfalls schick: LG stattet das Optimus Black mit einer Bewegungssteuerung aus. Diese muss der Nutzer zunächst in den Einstellungen aktivieren. Dann kann er in Verbindung mit dem seitlichen G-Key das Handy über Gesten steuern. Hält er bei einem ankommenden Anruf den G-Key gedrückt und schüttelt dabei das Handy wird der Anruf automatisch angenommen. Prinzipiell eine gute Idee - das aber stets der G-Key mit gedrückt werden muss, entpuppte sich im netzwelt-Test als etwas umständlich.

Das LG P970 ist mit Nova-Display, Wifi-Direct und Gestensteuerung ein waschechter Innovationsträger. Unverständlich nur, warum LG hier auf die Verwendung eines Dual-Core-Prozessors verzichtet und statt desen mit dem LG Optimus Speed ein ähnliches Modell auf den Markt bringt.

Trotz Nova-Display keine Rekorde bei der Akkulaufzeit

Auch ohne Dual-Core-Prozessor legt das Optimus Black eine ordentliche Arbeitsgeschwindigkeit an den Tag. DIe Sprachqualität war im netzwelt-Test gut, allerdings waren die Gesprächspartner stets nur leise zu hören - was in lauten Umgebungen problematisch sein kann. Ungewohnt: Hält der Nutzer das Smartphone ans Ohr schaltet der Nährungssensor nicht wie bei anderen Touchscreen-Handys das Display ab, sondern blockiert nur die virtuellen Tasten. Dadurch wird es mitunter etwas warm an den Ohren.

In Punkto Akkulaufzeit kann die netzwelt-Redaktion keine neuen Rekorde verkünden, auch wenn LG damit wirbt, dass das Nova-Display äußerst stromsparend ist. Bei geringer Nutzungintensität muss das P970 wie für Smartphones üblich nach ein bis anderthalb Tagen an die Steckdose. Bei deutlich intensiverer Nutzung ist mitunter schon innerhalb eines Tages der Akku leer. Schwächen im Bereich Multimedia zeigte das Optimus Black dagegen nicht. Bei Bildqualität und Videoleistung ist die verbaute Kamera, der des Optimus Speed sehr ähnlich. Allerdings müssen Nutzer beim LG P970 mit einer geringen Auflösung (5 Megapixel statt 8 Megapixel) leben. Auf eine HDMI-Schnittstelle verzichtet LG ebenfalls.

Preis und Verfügbarkeit

Das LG Optimus Black ist seit Mai in Deutschland verfügbar. LG hat das Smartphone beim Marktstart mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 549 Euro versehen. Der Straßenpreis bewegt sich aber deutlich darunter. Im Netz ist das LG P970 Optimus Black bereits für etwas mehr als 300 Euro erhältlich. Auch bei Handelsketten wie Mediamarkt findet sich das Handy bereits für unter 400 Euro im Angebot.

Fazit

Mit dem LG Optimus Black hat LG ein ordentliches Oberklassen-Smartphone auf Android-Basis gefertigt. Ein echtes Flaggschiff-Modell ist das P970 zwar nicht - dafür fehlen beispielsweise ein Dual-Core-Prozessor oder auch die aktuelle Android-Version 2.3, die der Hersteller noch per Software-Update nachreichen will. Angesichts des aktuellen Preises ist das Modell aber durchaus empfehlenswert.

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Hell, Heller, LG Optimus Black. Dank seinem strahlend hellen Display müssen Nutzer des LG Optimus Black auch bei direkter Sonneneinstrahlung mit keinen Einschränkungen bei der Ablesbarkeit des Displays leben. Im netzwelt-Test überzeugt das Handy zudem mit seiner Ausstattung.

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Hell in Black: LG Optimus Black im Test
Hell in Black: LG Optimus Black im Test
Das LG P970 Optimus Black überzeugt im netzwelt-Test nicht nur mit seinem hellen Display, auch die übrige Ausstattung kann sich sehen lassen.
http://www.netzwelt.de/news/87330-hell-black-lg-optimus-black-test.html
2011-07-19 16:34:33
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/socom-special-forces5283.jpg
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