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Knapp daneben: Weltraumschrott flog an ISS vorbei Evakuierung in Sojus-Kapseln

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Aufatmen an Bord der ISS: Ein Stück Weltraumschrott ist nur knapp an der Internationalen Raumstation vorbei geflogen. Die sechs Besatzungsmitglieder brachten sich in angedockten Sojus-Kapseln in Sicherheit.

Die sechs Astronauten, die sich derzeit an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) befinden, mussten sich vorübergehend in Sicherheit bringen. Es drohte ein Zusammenstoß der ISS mit herumfliegenden Weltraumschrott.

An der ISS ist nur knapp ein Stück Weltraumschrott vorbei geflogen. (Quelle: NASA)

Wie die NASA mitteilt, ist die Gefahr inzwischen gebannt. Gegen 14.08 Uhr unserer Zeit am heutigen 28.6. befand sich der Weltraumschrott in kürzester Distanz zur ISS. Berechnungen hatten ergeben, dass der Schrott bis auf 250 Meter an die Internationale Raumstation herankommen würde. Zu einem Zusammenstoß kam es aber nicht und die Crew befindet sich wieder an Bord der Raumstation.

Weltraumschrott zu spät bemerkt

Es ist nicht unüblich, dass der Internationalen Raumstation ein möglicher Zusammenstoß mit Satelliten oder Weltraumschrott bevorsteht. Normalerweise erfährt die Bodenkontrolle allerdings rechtzeitig davon, so dass die ISS ausweichen kann. Dieses Mal kam die Meldung über den nahen Vorbeiflug allerdings erst 14 Stunden vor dem Ereignis selbst. Dadurch reichte die Zeit für ein Bewegen der Raumstation nicht mehr aus.

Erst zum zweiten Mal mussten die Besatzungsmitglieder so Schutz in ihren Sojus-Kapseln suchen. Zum ersten Mal wurde eine solche Evakuierung am 12. März 2009 angewiesen. Heute, 28. Juni, zogen sich die Kosmonauten Andrei Borisenko und Alexander Samokutyaev sowie der NASA-Astronaut Ron Garan in die Sojus-Kapsel "Juri Gagarin" zurück. Der Kosmonaut Sergei Wolkow, der NASA-Astronaut Mike Fossum und der japanische Astronaut Satoshi Furukawa brachten sich an Bord der Sojus TMA-02M in Sicherheit, mit der sie Anfang Juni zur ISS gebracht wurden.

Um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden, prüft die NASA derzeit die Möglichkeit, die Bahnen des Weltraumschrotts mit Hilfe eines Laserstrahls zu verändern. Der Müll würde durch den veränderten Orbit so verlangsamt, dass er in die Erdatmosphäre eintreten und dabei verglühen würde.

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Lisa Bruness
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