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Kodak Playfull im Test: Full-HD-Pocket-Camcorder
Handliche Videokamera nimmt Filme mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Kodaks neuer und kleiner Pocket-Camcorder Playfull nimmt Videos in Full-HD-Auflösung auf. Während die einfache Bedienung im Test überzeugt, gibt die allemal durchschnittliche Bildqualität Grund zur Kritik - gleiches gilt auch für den ausklappbaren USB-Stecker.

Kleiner Sensor, festes Objektiv und Mini-Bildschirm

Kodak hat sich bei seinem neuen Pocket-Camcorder Ze1 mit dem Beinamen Playfull für einen CMOS-Bildsensor mit einer Auflösung von fünf Megapixeln entschieden. Seine Fläche fällt mit 1/3,2 Zoll allerdings kleiner aus als bei den Chips der meisten kompakten Digitalkameras.

Das Objektiv des Kodak Playfull weist eine feste Brennweite von 3,9 Millimeter auf, zeigt für Fotos und Videos aber trotzdem unterschiedliche Bildausschnitte an. Mit seinem fixen Fokus nimmt der Pocket-Camcorder alle Objekte und Personen, die mindestens einen Meter von der Linse entfernt sind, scharf auf. Einen vierfachen Zoom sowie eine Bildstabilisierung bietet die Videokamera nur in digitaler Form.

Der Kodak Playfull bietet dem Nutzer keine klassischen Aufnahmeprogramme: Er kann nur zwischen der Aufnahme von Videos und Fotos wählen sowie die Auflösung der Filme einstellen. Zusätzlich stehen ihm vier Effekte - Schwarzweiß, Sepia, Hohe Sättigung und 70er-Jahre-Film - zur Auswahl, die vor allem die Farben der Aufnahmen verändern.

Der Bildschirm des Playfull fällt mit einer Diagonalen von 1,5 Zoll klein aus. Die Anzeige mit einer Auflösung von nur 70.200 Pixeln reicht gerade so zum Festlegen des Bildausschnitts aus. Die Betrachtungswinkel fallen mit jeweils rund 80 Grad pro Blickrichtung hingegen erstaunlich groß aus.

Bequem mit einer Hand steuern

Die Bedienung des Kodak Playfull erfolgt bequem mit einer Hand, der Nutzer erreicht alle Bedienelemente mit seinem rechten Daumen. Während der große Auslöser sowie die vier umliegenden Tasten klare Druckpunkte aufweisen, ist der Steuerring, der den Auslöser einschließt, sehr schwammig gelagert.

  • Kleiner Pocket-Camcorder mit Full-HD-Auflösung.
  • Strom- und Daten-Anschluss in einer Buchse.
  • HDMI-Anschluss und SD-Kartenschacht.
  • Der USB-Anschluss versteckt sich unauffällig im Gerät, lässt sich oft aber nur mit Verlängerungskabel sinnvoll nutzen.
  • Leichtgewicht mit 95 Gramm.
  • Linse mit fester Brennweite und fixem Fokus.
  • Die Videos erreichen eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, Fotos nimmt die Kamera mit 5,3 Megapixeln auf.

Mit dem Steuerring navigiert der Nutzer durch die Einstellungen des Playfull oder bedient den digitalen Zoom. Die anderen Tasten dienen zur Auswahl zwischen der Aufzeichnung von Fotos und Videos, zum Starten der Bildwiedergabe, zum Löschen von Dateien sowie zum Öffnen des Hauptmenüs.

Natürlich stattet Kodak auch seinen Playfull-Camcorder mit der Share-Taste aus. Mit dieser wählt der Nutzer bereits in der Kamera Fotos und Videos aus, die diese automatisch ins Internet hochlädt, sobald sie mit einem Computer verbunden ist. Als Ziel stehen unter anderem Facebook, Twitter, Flickr, Youtube, die Kodak-Gallery, die Pulse-Bilderrahmen von Kodak oder herkömmliche E-Mail-Adressen zur Auswahl.

Hohe Auflösung, genug Details und harte Kontraste

Der Kodak Playfull nimmt Videos maximal in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln und 30 Bildern in der Sekunde auf. Die Aufnahmen überzeugen im Test mit natürlich wirkenden Farben, bieten aber nur eine ausreichende Detailgenauigkeit - und die Kontraste fallen mitunter sehr hart aus.

Schon bei Zimmerbeleuchtung reicht dem Pocket-Camcorder die Helligkeit nicht mehr aus und er erhöht die Lichtempfindlichkeit. Damit verursacht der Playfull ein deutlich wahrnehmbares Bildrauschen. Der automatische Weißabgleich passt die Belichtungseinstellungen zügig an veränderte Lichtverhältnisse an.

Das interne Mikrofon des Playfull liefert einen gut verständlichen Ton, befindet sich allerdings auf der Vorderseite des Pocket-Camcorders. Die Person hinter der Kamera ist auf den Filmen dadurch nur schwer zu hören.

Fotos nimmt der Playfull mit einer Auflösung von 5,3 Megapixeln auf. Die Bilder verfügen jedoch nur über eine geringe Detailgenauigkeit und die Farben wirken stumpf. Für mehr als Schnappschüsse eignet sich die Kamera nicht.

HDMI-Anschluss und USB-Stecker

Der Kodak Playfull steckt in einem Kunststoffgehäuse, das ordentlich verarbeitet wirkt und bequem sowie sicher in der Hand liegt. Der Pocket-Camcorder verfügt über einen fest eingebauten Lithium-Ionen-Akku und einen 128 Megabyte kleinen internen Speicher, den der Nutzer aber mit einer SD- oder SDHC-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitern kann.

Über den HDMI-Anschluss kann der Nutzer den Playfull direkt mit einem Fernseher verbinden. Die Buchse auf der gegenüberliegenden Seite des Pocket-Camcorders erfüllt gleich zwei Funktionen: Über sie erhält der Akku neue Energie und zudem überträgt der enthaltene AV-Anschluss auch Daten nach außen.

An der Oberkante des Kodak Playfull befindet sich der ausklappbare USB-Stecker, der sich allerdings oft nur mit einem Verlängerungskabel sinnvoll nutzen lässt. Er ragt nur so kurz aus dem Camcorder heraus, dass an vielen Rechner der Platz rund um den USB-Anschluss für die Kamera nicht ausreicht.

Fazit: Klein, handlich, Durchschnitt

Der Kodak Ze1 Playfull überzeugt im Test mit seiner handlichen Bauform und seiner einfachen Bedienung. Die Bildqualität der Full-HD-Videos fällt nur durchschnittlich aus, für spontane und kurze Filme reicht sie aber aus.

Kodak verkauft den Ze1 Playfull über den firmeneigenen Webshop für 155 Euro, inklusive Versandkosten. Andere Internethändler verschicken den Pocket-Camcorder dagegen bereits für rund 130 Euro.

Während Cisco seine Pocket-Camcorder der Flip-Serie inzwischen eingestellt hat, bieten andere Hersteller eine große Auswahl an kleinen Videokameras an: Sony Bloggie Touch, Flip UltraHD, Kodak Playtouch und der Samsung HMX-U20.

Kommentare zu diesem Artikel

Pocket-Camcorder sollen in erster Linie eine unkomplizierte Videoaufzeichnung ermöglichen. Dies gelingt dem Kodak Playfull sogar in Full-HD-Auflösung. Doch an der handlichen Videokamera finden sich auch mehrere Kritikpunkte.

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Kodak Playfull im Test: Full-HD-Pocket-Camcorder
Kodak Playfull im Test: Full-HD-Pocket-Camcorder
Pocket-Camcorder sollen in erster Linie eine unkomplizierte Videoaufzeichnung ermöglichen. Dies gelingt dem Kodak Playfull sogar in Full-HD-Auflösung. Doch an der handlichen Videokamera finden sich auch mehrere Kritikpunkte..
http://www.netzwelt.de/news/87324-kodak-playfull-test-full-hd-pocket-camcorder.html
2011-06-28 16:54:34
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Kodak Playfull im Test: Full-HD-Pocket-Camcorder