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Panasonic TX-P46GT30E: 3D-Plasma-Fernseher im Test
Viel Ausstattung, wenige Schwächen

von Florian Friedrich Uhr veröffentlicht

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Nutzer, die auf der Suche nach einem 46 Zoll großen 3D-Fernseher samt reichlicher Multimedia-Ausstattung sind, sollten den Panasonic TX-P46GT30E in die engere Auswahl nehmen.

Jeden Frühling bringt Panasonic neue Fernseher-Modelle auf den Markt, sowohl Plasma- als auch LCD-Modelle. Netzwelt hat sich einen Plasma-TV aus der aktuellen GT30-Serie besorgt, den 46 Zoll großen TX-P46GT30E. Was der so alles zu bieten hat, zeigt der ausführliche Praxistest.

Verändertes Design: Im Vergleich zu den Vorgängerserien wirken die neuen Panasonic-Fernseher mit ihrem schmalen Rahmen wesentlich eleganter.

Ausstattung, Handhabung und Stromverbrauch

Der 46-Zöller hat für seine 1.600 Euro Listenpreis viel Ausstattung an Bord, lediglich den Multimedia-Videotext HbbTV und Shutterbrillen vermissten die Testredakteure. Letztere muss zusätzlich gekauft werden, um in den Genuss dreidimensionaler Bilder zu kommen. Als richtig praktisch erweist sich die Möglichkeit, digitale TV-Programme auf USB-Festplatte aufzunehmen, wobei auch zeitversetztes Fernsehen möglich ist.

Den Mediaplayer haben die Japaner überarbeitet - er kann jetzt über USB-Speicher, Netzwerk oder SD-Karte mit Dateien versorgt werden, und zwar mit mehr Dateiformaten als früher. Dank "Viera Cast" kommen Käufer auch in den Genuss von Internet-Diensten wie zum Beispiel YouTube oder Arte-Sendungen.

Zusätzlich ist der Anschluss einer optionalen Webcam möglich, um per Skype Bildtelefonate zu führen. Tüftler freuen sich über das erweiterte Farbmenü, außerdem wird der Fernseher durch ein Firmware-Update auch noch mit der "CalMAN"-Kalibierungs-Software kompatibel.

Für die vielen Anschlüsse auf der Rückseite müssen teilweise die mitgelieferten Adapter benutzt werden.

Hinzu kommt noch, dass der Panasonic als erster Fernseher überhaupt den 3D-Standard "3DTV Play" vom Grafikkarten-Hersteller Nvidia beherrscht, worüber sich vor allem PC-Spieler freuen. Bei der Bedienung des Plasmas gibt es nicht das Geringste auszusetzen: Alles geht intuitiv, schnell und reibungslos von der Hand. Auch beim Stromverbrauch hat der japanische Konzern Verbesserungen erzielt; an die geringen Verbrauchswerte von LCD-Modellen kommt dieser Plasma trotzdem nicht heran.

TV-Bildqualität und Klang

Für einen Plasma-Fernseher strahlt der TX-P46GT30E in hellen Räumen im AV-Modus "Normal" ziemlich kräftig. Kontraste werden dabei jedoch überbetont und bei hellen Szenen kann es zu einem heftigen Flackern kommen. Im "Professionell"-Modus kommt es zwar kaum zu Fehlern, dafür fällt das Bild aber auch dunkler und nicht so kontrastreich aus. Immerhin gelingt in beiden Modi im Großen und Ganzen ein natürliches TV-Bild, das selbst bei sehr schnellen Bewegungen nicht verwischt.

Auch das Aufbereiten von HDMI-Signalen von Settop-Boxen oder DVD-Playern bereitet keinerlei Probleme. Selbst bei der PAL-Auflösung 576i klappt die Vollbild-Verwebung erstklassig, was bei älteren Panasonic-TVs nicht immer der Fall war. Die eingebauten Lautsprecher überraschen ebenfalls positiv: Musik ertönt mit viel Brustton und neutralen Mitten, wenngleich die Höhen etwas zu matt klingen.

HDTV-Bildqualität

Blu-rays gibt der Panasonic ohne Einfärbungen oder Kontrastverluste wieder, auch die Schärfe ist extrem hoch. Bei Bewegungen gehen keine Details verloren, so drehen sich beispielsweise die Speichen des Rouletterades aus "Casino Royale" verlustfrei über den Bildschirm. Die Farben hinterlassen ebenfalls einen guten Eindruck, aber bei Schwarz-Weiß-Filmen wie "Casablanca" patzt der 46-Zöller: In Grauverläufen tritt eine rötlich-grüne Einfärbung auf. Bei der Farbtemperatur ist ein starkes Schwanken zu beobachten, sie liegt - je nach Modus - bei 6.000 oder 7.000 Kelvin, womit sie das Ideal von 6.500 Kelvin nie trifft. Dafür gibt der Plasma in dunkler Umgebung ein hervorragendes Bild ab, auch und gerade bei düsteren Szenen wie zum Beispiel in "Krabat".

Bei Szenen dieser Art entsteht eine hohe Bildtiefe, was vor allem am satten Schwarz liegt, das der 46-Zöller produziert. Das bei der 2010er-Modellgeneration noch oft beklagte Pulsieren der Grundhelligkeit ist im AV-Modus "Professionell" kaum noch sichtbar, wird aber im kontrastreicheren "Normal"-Modus etwas stärker.

Die Fernbedienung ist zwar nicht beleuchtet, aber sehr übersichtlich und hervorragend gruppiert.

3D-Wiedergabe

Das Abspielen von 3D-Blu-rays macht großen Spaß, weil die Bewegungsdarstellung präzise gelingt und sich auch das Übersprechen in Grenzen hält. Negativ fällt jedoch die niedrige maximale Helligkeit bei 3D auf, die nur zwischen 20 und 30 Candela pro Quadratmeter liegt.

Fazit

Was für fast alle Panasonic-Plasmas gilt, trifft auch auf den TX-P46GT30E zu: ein Volltreffer beim Filmgenuss in dunkler Umgebung. Sprich: ein toller Heimkino-Fernseher mit einem natürlichen, kostraststarken Bild und hoher Bewegungsschärfe. Die Nachteile liegen im hohen Stromverbrauch, bei den Grau-Einfärbungen sowie den sichtbaren Plasma-Artefakten bei heller Einstellung.

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3D-Fernseher mit Stärken in der scharfen Darstellung von Bewegungen: Wie sich der TX-P46GT30E in anderen Bereichen schlägt, zeigt der netzwelt-Test.
http://www.netzwelt.de/news/87315-panasonic-tx-p46gt30e-3d-plasma-fernseher-test.html
2011-06-28 15:44:54
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/veraendertes-design-gegensatz-vorgaengerserien-wirken-neuen-panasonic-tvs-ihrem-schmalen-rahmen-wesentlich-eleganter-bild-netzwelt6428.jpg
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