Tiefe: 3,5 Zentimeter

KEF T Series T 205: Superflaches Surround-Set im Test

Flache Boxen ergeben auch flachen Klang? Im Fall der meisten TV-Einbaulautsprecher stimmt dieses Vorurteil tatsächlich. Dennoch hat sich KEF an besonders dünnen Schallwandlern versucht, die als 5.1-Set im Wohnzimmer einen einhüllenden Klang ergeben sollen. Ob das Experiment gelungen ist, zeigte sich im netzwelt-Hörraum.

Warum denn aufstellen, wenn man sie auch an der Wand befestigen kann: die extrem flachen Design-Lautsprecher von KEF. (Bild: netzwelt)
Warum aufstellen, wenn sie auch an der Wand befestigt werden können: die extrem flachen Design-Lautsprecher von KEF. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Design und Technik
  2. 2Surround-Hörtest
  3. 3Stereo-Hörtest
  4. 4Fazit: Flachmänner mit dickem Sound
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Design und Technik

Ein echter Hingucker: In der Redaktion richten sich alle Blicke auf die ultraflachen Lautsprecher von KEF, die gerade einmal 3,5 Zentimeter tief sind und zudem noch in einem hochwertigen Aluminium-Gehäuse stecken.

Obwohl die Flachmänner geradezu nach Wandmontage schreien, liefert KEF Standfüße mit rutschfestem Gummi mit. Wie sich schnell herausstellt, neigen zumindest die gut 60 Zentimeter hohen Frontboxen zum Umkippen, was aber nicht weiter schlimm ist, da für die Wandmontage entsprechende Halterungen beiliegen.

Dass für den Bau solch flacher Boxen viel Aufwand nötig war, liegt auf der Hand. KEF entwickelte extra dafür neue Tief-/Mitteltöner, die bei einem Durchmesser von 115 Millimetern nur 27 Millimeter in die Tiefe gehen. Der Center und die Frontboxen besitzen je zwei dieser Tief-/Mitteltöner, die von einer Zweieinhalb-Wege-Weiche angesteuert werden.

Dabei kümmert sich der linke Treiber um die tieferen Frequenzen bis rund 700 Hertz, während der rechte Treiber den Bereich darüber bis circa 1.500 Hertz übernimmt. So können kaum Auslöschungen stattfinden, wovon wiederum das Rundstrahlverhalten profitiert.

In der Praxis bedeutet dies, dass der Ton auch bei seitlich sitzenden Zuhörern ankommt. Auch bei den Hochtönern handelt es sich um Neuentwicklungen: Vor der 25 Millimeter großen Kalotte sitzt eine Schalllinse, die ein besonders weites Abstrahlverhalten ermöglichen soll. Das soll vor allem bei der Wandmontage wirken, da durch sie der Bass- und Grundtonbereich betont wird - was der Räumlichkeit normalerweise nicht gerade zuträglich ist.

Noch ein paar Worte zum kompakten Subwoofer, der einen 25-Zentimeter-Tieftöner besitzt: Er entzerrt mit seinem dreistufigen Equalizer die Tiefbasswiedergabe und erreicht auf diese Weise eine bemerkenswerte untere Grenzfrequenz von 33 Hertz. Angetrieben wird der 10-Zoll-Treiber von einer effizienten Class-D-Endstufe mit 250 Watt. Da der Tieftonwürfel über keine Lautstärke-Einstellung oder Tiefpass-Filterung verfügt, müssen die Übernahmefrequenz und der Pegel am AV-Receiver eingestellt werden.

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