Gelungene Virtualisierungssoftware
Q im Test: Zuverlässige Parallels-Alternative für Mac OS X
Jeder Mac ist problemlos für die Virtualisierung von Windows, Linux und anderen Betriebssystemen geeignet - der Nutzer benötigt lediglich ein Programm, um die Gastsysteme zu verwalten. Neben zahlreichen kostenpflichtigen Produkten und dem freien Oracle VirtualBox buhlt auch das Programm Qemu um die Gunst der Nutzer.

Inhaltsverzeichnis
- 1Leichte Konfiguration
- 2Neuen Gast einrichten
- 3Medien, Maus und Grafik
- 4Fazit
Seit einigen Jahren setzt sich Virtualisierung auch auf dem Desktop immer stärker durch. Besonders Umsteiger auf den Mac schätzen die Möglichkeit, parallel zum Betriebssystem Mac OS X auch Windows weiter zu betreiben. Im Gegensatz zu Boot Camp ist der Einsatz von Parallels Desktop for Mac oder Oracle VirtualBox mit deutlich geringerem Aufwand verbunden. Noch einfacher ist das Programm Q für Mac OS gestrickt.
Leichte Konfiguration
Das Programm Q (gesprochen Kju) ist eine Portierung von Qemu, das selbst sofort unter Mac OS X einsatzfähig ist. Qemu und damit auch Q basieren auf der Virtualisierungstechnologie KVM, die unter Linux langsam die Vorherrschaft über den bisherigen Marktführer Xen gewinnt. (KVM, Oracle VirtualBox und andere Applikationen nutzen wiederum einige Komponenten aus Qemu.) Die aktuelle Version Q 0.9.0 ist lediglich knapp zehn Megabyte groß und kann von der Projektseite heruntergeladen werden; auch die Beta-Version Q 0.9.1 steht dort zum Download zur Verfügung. Die Installation der Software ist ganz einfach: Q kommt als DMG-Datei daher, aus der Nutzer lediglich die Programmdatei in den entsprechenden Systemordner kopieren müssen.
Neuen Gast einrichten
Im Gegensatz zu anderen Lösungen erspart Q damit den Nutzern die Installation eines Kernel-Moduls, was grundsätzlich eine nicht unproblematische Angelegenheit ist. Auch ein Neustart des Systems ist nicht notwendig, um das Programm starten zu können. Bevor ein neuer virtueller Computer in Q konfiguriert werden kann, muss der Nutzer lediglich noch Rosetta installieren. Die Erweiterung, die beim aktuellen Mac OS X 10.6 auf der ersten System-DVD ausgeliefert wird, ist für das Hochfahren eines Gasts im 64-Bit-Modus zwingend erforderlich.
Sobald die Einrichtung von Q abgeschlossen ist, kann der Nutzer mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Das Programm besticht durch eine sehr übersichtliche Oberfläche: Auf den ersten Blick wirkt Q eher wie eine Instant-Messaging-Software. Alle verfügbaren Maschinen werden wie Chat-Kontakte untereinander angezeigt, neue Gäste können über das gelbe Plus-Symbol hinzugefügt werden. Dabei fragt Q neben einer Beschreibung auch nach der Art des Betriebssystems - bietet dabei aber deutlich weniger Optionen als die Konkurrenz an. Der Nutzer muss sich lediglich zwischen Standard-Gästen für die meisten Linux- und Unix-Systeme, einer Live-CD, DOS und allen bekannten Windows-Versionen (ab Windows 95) entscheiden.

Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.
