Reaktion auf kino.to-Ermittlungen

Drei.to: Betreiber nimmt Seite vom Netz

Die Ermittlungen gegen die Betreiber von kino.to machten offenbar Eindruck auf den Betreiber eines ähnlichen Portals. Drei.to wurde vom Betreiber vom Netz genommen - aus Angst vor strafrechtlicher Verfolgung.

Der Betreiber von Drei.to erklärte in einer Stellungnahme, warum er das Portal offline genommen hat. (Bild: Looki.de)
Der Betreiber von drei.to erklärte in einer Stellungnahme, warum er das Portal offline genommen hat. (Bild: Looki.de)
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Dies gab die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) bekannt und beruft sich auf eine Stellungnahme des Betreibers von drei.to. Das Portal ermöglichte den Zugriff auf über 57.000 Spiele für PC und Konsolen, Musiktitel und Filme. Der aktuelle Betreiber behauptet, dass er die Seite erst vor rund zwei Monaten übernommen habe. Einen Verkauf des Portals schließt er in der Meldung aus. Wenn die Seite nicht mit dem aktuellen Team erneut online gebracht werde, solle sie für immer vom Netz bleiben.

Ermittlungen gegen frühere Betreiber

Das Raubkopier-Portal wurde laut GVU-Angaben im Jahr 2004 gegründet, damals noch unter dem Namen 3dl.am. Gehostet wurde die Seite damals in der Schweiz. Gegenüber dem früheren Betreiber wurden bereits Ermittlungsverfahren eingeleitet. Im April dieses Jahres wurde wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen ein Strafbefehl gegen ihn erlassen.

Der aktuelle Inhaber von drei.to reagierte auf die Ermittlungen gegen die Betreiber von kino.to, die zur Festnahme von 13 Verdächtigen geführt haben. Außerdem konnten die Beamten inzwischen schon Bankkonten sicherstellen, unter anderem von dem mutmaßlichen Chef des Betreiberteams Dirk B. Dieser soll etwa 2,5 Millionen Euro und mehrere Luxusautos besessen haben.

Wie Der Spiegel erfahren hat, sollen die kino.to-Macher auch andere Filmportale betrieben haben. Das Magazin beruft sich dabei auf Informationen der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft, wonach auch movie2k.to und neu.to der Gruppe um Dirk B. gehören sollen, ebenso wie einige Filehoster. In den Justizunterlagen heißt es, dass die Verdächtigen eine "dauerhafte und umfassende Schädigung der Film- und Fernsehwirtschaft" zum Ziel gehabt und "die öffentliche Ordnung nachhaltig gefährdet" hätten.

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