Prager Sinfonie

Im Kurztest: Mozart: Das letzte Geheimnis

Musik, Freimaurer und eine Verschwörung gegen den Kaiser: Die französischen Gameco Studios erzählen in ihrem klassischen Point&Click-Adventure "Mozart - Das letzte Geheimnis" eine brisante Geschichte, die sich an reale Ereignisse aus dem Leben des Salzburger Genies anlehnt. Spaß haben aber wirklich nur jene, die nicht ganz auf die Ohren gefallen sind und ein bisschen Noten lesen können.

Im Test: Mozart: Das letzte Geheimnis - Das Adventure "Mozart - Das letzte Geheimnis" zeichnet ein interessantes Bild des berühmten Komponisten und seines Lebensumfelds - ohne sich allzu sklavisch an die historischen Fakten zu halten (Bild: Just A Game)
Das Adventure "Mozart - Das letzte Geheimnis" zeichnet ein interessantes Bild des berühmten Komponisten und seines Lebensumfelds - ohne sich allzu sklavisch an die historischen Fakten zu halten (Bild: Just A Game)

Dass Mozart kein weltentrücktes Genie war, sondern irdischen Freuden und derbem Humor durchaus nicht abgeneigt war, ist spätestens seit Milos Formans oscarprämierten Film "Amadeus" kein Geheimnis mehr. Und so präsentiert auch das in Deutschland von Just A Game veröffentlichte Point&Click-Adventure "Mozart" den Salzburger Komponisten nicht mit Heiligenschein, sondern als einen jungen, aufgeweckten Mann, dem man durchaus Sympathien entgegenbringen kann.

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Die Hintergrundgeschichte des Adventures startet in Prag und streift verschiedene Aspekte aus der Biografie Mozarts, ohne sich deshalb gleich zum Lernprogramm für den Musikunterricht zu empfehlen. Natürlich spielen Mozarts Werke eine wesentliche Rolle - so kann man den Komponisten per Mausklick einfach ans Klavier setzen, und er spielt munter drauf los. Ebenso wichtig sind jedoch seine Beziehungen zum Freimaurertum und zu wichtigen Vertretern der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist ein Mordkomplott gegen den österreichischen Kaiser Joseph II., in den Mozart ganz nebenbei mit hineingezogen wird.

Die Geschichte entfaltet sich sehr gemächlich, die Rätsel entwickeln sich in der Regel direkt aus der Handlung und stellen für erfahrene Adventure-Spieler keine Herausforderung dar. Nur wenn es darum geht, zu dirigieren oder Partituren zu korrigieren und nach kurzen Hörbeispielen Noten auf dem Blatt an die richtige Stelle zu schieben, ist ein gewisses musikalisches Grundverständnis gefragt - andernfalls könnte man hier vor unlösbaren Problemen stehen. "Mozart - Das letzte Geheimnis" richtet sich aber ohnehin nicht an den Hardcore-Gamer, sondern an den musikalisch interessierten Gelegenheitsspieler.

Grafisch bleibt "Mozart" glanzlos, professionelle Synchronsprecher und geschliffene Dialoge werten die Präsentation jedoch deutlich auf. Das Benutzerinterface ist intuitiv und durchdacht - auch Neulinge kommen damit gut zurecht, zumal ein integriertes Journal sehr übersichtlich erledigte und noch offene Aufgaben verzeichnet. Auch das Kombinieren und Trennen von Gegenständen im Inventar geht ganz einfach von der Hand. Allenfalls die Maussteuerung bei der Aktivierung von Hotspots hakt gelegentlich etwas.

Im Test: Mozart: Das letzte Geheimnis

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Im Test: Mozart: Das letzte Geheimnis - Das Adventure "Mozart - Das letzte Geheimnis" zeichnet ein interessantes Bild des berühmten Komponisten und seines Lebensumfelds - ohne sich allzu sklavisch an die historischen Fakten zu halten (Bild: Just A Game)
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Das Adventure "Mozart - Das letzte Geheimnis" zeichnet ein interessantes Bild des berühmten Komponisten und seines Lebensumfelds - ohne sich allzu sklavisch an die historischen Fakten zu halten (Bild: Just A Game)

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Im Test: Mozart: Das letzte Geheimnis - Die Hintergrundgeschichte des Adventures startet in Prag und streift verschiedene Aspekte aus der Biografie Mozarts, (Bild: Re-Logic)
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Die Hintergrundgeschichte des Adventures startet in Prag und streift verschiedene Aspekte aus der Biografie Mozarts, (Bild: Re-Logic)

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Im Test: Mozart: Das letzte Geheimnis - Wenn es darum geht, zu dirigieren oder Partituren zu korrigieren und nach kurzen Hörbeispielen Noten auf dem Blatt an die richtige Stelle zu schieben, ist ein gewisses musikalisches Grundverständnis gefragt. (Bild: Just A Game)
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Wenn es darum geht, zu dirigieren oder Partituren zu korrigieren und nach kurzen Hörbeispielen Noten auf dem Blatt an die richtige Stelle zu schieben, ist ein gewisses musikalisches Grundverständnis gefragt. (Bild: Just A Game)

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Im Test: Mozart: Das letzte Geheimnis - Klassischer Lebemann: Mozart lässt offenbar nichts anbrennen. (Bild: Just A Game)
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Klassischer Lebemann: Mozart lässt offenbar nichts anbrennen. (Bild: Just A Game)

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"Mozart" ist ein relativ schlichtes Adventure, in dem die historisch angehauchte Geschichte und die Musik im Vordergrund stehen. Knackige Rätsel sucht man vergebens - wer jedoch Mozarts Werke liebt und für ein paar Stunden in die Welt des Komponisten eintauchen möchte, wird an dem Spiel sicherlich seine Freude haben.

Datenblatt

Mozart: Das letzte Geheimnis
SpielnameMozart: Das letzte Geheimnis
HerstellerJust A Game
VertriebF+F Distribution
GenreAdventure
Erhältlich ab20.05.2011
Preisca. 30 Euro
EAN Code4260248310088
SchwierigkeitFür Einsteiger
Alterab 6 Jahren
Multiplayernein
SonstigesMinimum-CPU mit 2 GHz, 512 MB RAM, 3D-Grafikkarte mit 128 MB RAM, 2,3 GB Festplattenspeicher
Bewertung Grafikbefriedigend
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassbefriedigend
Bewertung Gesamtbefriedigend
SystemPC

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