Sieben weitere Gewinner von der Jury ausgezeichnet
Grimme Online Award: GuttenPlag Wiki räumt Preis ab
Die Preisträger des diesjährigen Grimme Online Awards stehen fest. Einer der Gewinner ist dabei das GuttenPlag Wiki. Das ist keine sonderliche Überraschung, da das Projekt bereits im Vorfeld als einer der Favoriten in der Kategorie Spezial gehandelt wurde.
Mit dem Grimme Online Award zeichnet das Grimme-Institut Internetseiten und Online-Projekte aus, die mit ihrer publizistischen Qualität überzeugen können. Und das GuttenPlag Wiki hat dies offensichtlich geschafft. Die Webseite wurde öffentlich viel diskutiert und spielte eine große Rolle beim Rücktritt des damaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Die Online-Gemeinde deckte mit Hilfe der Internetseite auf, dass es sich bei vielen Passagen aus der Doktorarbeit von zu Guttenberg um Plagiate handelt.
Die weiteren Gewinner
Die Jury des Grimme-Instituts erklärt, dass die freiwilligen Mitarbeiter des Projekts für die "Idee, Initiative und Autorenschaft" mit dem Award ausgezeichnet wurden. Außerdem zeige das Projekt, "welche Möglichkeit das Web für gemeinsames Arbeiten" bietet. In derselben Kategorie wurde auch ZEIT ONLINE ausgezeichnet und zwar für das Projekt "Verräterisches Handy: Was Vorratsdaten über uns verraten". Hier handele es sich um ein "hervorragend umgesetztes interaktives Angebot, welches eindrücklich veranschaulicht, was Vorratsdatenspeicherung für jeden Einzelnen bedeutet".
Das GuttenPlag Wiki darf sich noch über einen weiteren Preis freuen: Das Mitmach-Projekt schaffte es auf Platz zwei beim Publikumspreis. Platz eins räumte hier "GameOne.de" ab, auf Platz drei landete das Law Blog. Udo Vetter, der Macher des Blogs erhielt vom Grimme-Institut außerdem einen Preis in der Kategorie Information. Ebenfalls in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde DRadio Wissen.
Die weiteren Preisträger sind: Das "Neusprechblog" und "Prison Valley" in der Kategorie Wissen und Bildung sowie das Blog "Reisedepesche" und die Kinder-Website "wortwuselwelt" in der Kategorie Kultur und Unterhaltung. Insgesamt wählte die Jury also acht Gewinner aus den 25 Nominierten aus, zu denen sich noch der Publikumspreis gesellt.


Auch im Jahr 2010 wird wieder der Grimme Online Award für besonders hochwertige Webseiten Deutschlands verliehen. Aus 2.000 eingereichten Webauftritten wählte eine Jury 23 Internetangebote, darunter zahlreiche Webseiten großer Medien sowie die "Welt online", aus.
Am gestrigen Mittwochabend zeichnete das Adolf-Grimme-Institut in Köln die besten Internetauftritte mit dem Grimme Online Award aus. Die Jury entschied sich dabei für acht Webseiten, darunter zum ersten Mal auch einen Twitter-Nutzer, der Kurzgeschichten in 140 Zeichen verpackt.
Die Plagiatsvorwürfe gegenüber Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg beschäftigten in den vergangenen Wochen die Deutschen und ihre Medien. Die Netzgemeinde legte verdächtige Stellen und Plagiate seiner Doktorarbeit offen. Muss der Minister zurücktreten? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie in unserem Forum.
Das GuttenPlag Wiki gehört zu den Nominierungen des Grimme Online Award 2011. Das Mitmach-Projekt hatte einen großen Anteil am Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg und entfachte eine gesellschaftliche Diskussion über Moral und Ethik in der deutschen Gesellschaft.
Bei der diesjährigen European Games Award-Verleihung ging Crytek als der größte Gewinner hervor. In insgesamt sechs Kategorien wählten Nutzer das deutsche Entwicklerstudio auf Platz eins. Fünf der Preise verdankt Crytek dem Spiel "Crysis 2".
Von YouTube-Stars bis hin zu ORF-Journalisten: Beim Deutschen Webvideopreis wurden am vergangenen Samstag, 31. März, unterschiedlichste Clips ausgezeichnet.
Bei den Grimme Online Awards sind erneut acht Netzangebote für ihre publizistische Qualität ausgezeichnet worden. Zu den Siegern zählen unter anderem das "MiGAZIN" und "140 Sekunden".




