Stark abgespeckt

Tiny Core 3.7: Schlanke Linux-Distribution mit unter zehn Megabyte

Moderne Betriebssysteme wie Windows, Linux oder Mac OS X verlangen dem Computer einige Ressourcen ab - besonders die grafisch aufwändigen Oberflächen erfordern schnelle Grafikkarten und enorm viel Speicher. Selbst für Linux-Betriebssysteme gilt das: So läuft zum Beispiel der Unity-Desktop von Ubuntu kaum auf älteren PCs. Tiny Core bietet sich hier als Alternative an, denn das Linux-System ist bis auf das Nötigste abgespeckt.

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Tiny Core bietet trotz der geringen Größe einen grafischen Desktop. (Bild: Netzwelt)
Tiny Core bietet trotz der geringen Größe einen grafischen Desktop. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Tiny Core als ISO-Image
  2. 2Inbetriebnahme und grafische Umgebung
  3. 3Programme und Apps
  4. 4Fazit
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Tiny Core als ISO-Image

Das Betriebssystem Tiny Core kann als ISO-Image von der Projektseite heruntergeladen werden. Dem Einsteiger fällt schon beim Download auf, wie schlank die Distribution gehalten ist. Mit knapp zehn Megabyte Größe ist das Laden sogar bei langsamer Modem- oder GPRS-Internetverbindung in wenigen Minuten abgeschlossen. Der Nutzer muss allerdings aufpassen, dass er auch die richtigen ISO-Images bezieht: Neben Tiny Core bieten die Entwickler auch Micro Core an, das aber keinerlei grafischen Desktop besitzt.

Die aktuelle Version Tiny Core 3.7 ist auf jedem Personal Computer oder Mac mit x86-Prozessor lauffähig. Durch die Integration eines vollwertigen Linux Kernel 2.6 unterstützt sie auch Komponenten neueren Datums, so dass in der Regel ein Netzzugang über Ethernet problemlos erkannt wird. Tiny Core stellt als einen der großen Vorteile heraus, dass das System komplett in den Arbeitsspeicher des Rechners passt - der Nutzer benötigt also theoretisch nur etwa 48 Megabyte RAM. Um das Betriebssystem auszuprobieren, bietet es sich an, Tiny Core zunächst in einer virtuellen Umgebung wie Oracle VirtualBox zu testen.

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