Lichtfeld-Kamera für die Jackentasche

Gadget-Globus: Erst fotografieren, dann fokussieren

Oft genug muss es schnell gehen, wenn ein Nutzer einen Moment mit seiner Kamera aufnehmen will. Solche Schnappschüsse, bei denen nicht groß was an der Kamera eingestellt werden kann, misslingen allerdings sehr häufig. Lytro, ein Startup-Unternehmen aus dem Silicon Valley, will das mit einer neuen Kamera ändern.

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Per Mausklick lässt sich der Fokus von Lytro-Bildern einfach ändern. (Bild: Lytro)
Per Mausklick lässt sich der Fokus von Lytro-Bildern einfach ändern. (Bild: Lytro)
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Bei der Lytro-Kamera müssen sich Nutzer nämlich keinerlei Gedanken mehr darüber machen, ob der Fokus auch richtig sitzt. Sie können einfach drauf los knipsen und nachträglich am Computer denjenigen Bereich scharf stellen, den sie am interessanten finden. So können sie etwa einfach zwischen scharf gestelltem Vordergrund und Hintergrund wechseln.

"Start einer Foto-Revolution"

Laut dem Gründer und CEO von Lytro, Ren Ng, wird seine Digitalkamera die Art und Weise, wie wir Fotos aufnehmen und erleben, für immer verändern. Vollmundig bezeichnet er die Markteinführung als "Start einer Foto-Revolution". Möglich wird die nachträgliche Fokussierung, indem die Kamera das gesamte Lichtfeld um das Motiv erfasst.

Ein Lichtfeld beinhaltet sämtliche Lichtstrahlen in jede Richtung an jedem Punkt in einem dreidimensionalen Raum. Bereits seit einem Jahrhundert beschäftigen sich Wissenschaftler mit Lichtfeldern, allerdings erforderten bisherige Experimente laut Lytro immer einen ganzen Raum voll Kameras, die mit einem Supercomputer verbunden waren. Lytro bietet jetzt eine Lichtfeld-Kamera an, die in die Jackentasche passt.

Die Bilder "werden lebendig"

Auf der Internetseite können sich Nutzer von dem Konzept überzeugen. Dort sind einige Aufnahmen einer Lytro-Kamera veröffentlicht - mit einem einfachen Mausklick lässt sich der gewünschte Bereich scharf stellen. Per Doppelklick können Nutzer außerdem etwas in das Bild reinzoomen. Mit der Technologie sollen Nutzer außerdem auch problemlos zwischen 2D- und 3D-Ansichten wechseln können. So werden die Aufnahmen zu "lebendigen Bildern".

Ein weiteres Startup-Unternehmen hat zu Beginn des Jahres ebenfalls ein neues Kamera-Konzept vorgestellt, allerdings für Smartphones. Pelican Imaging setzt statt auf einen großen Bildsensor auf eine Anordnung von mehreren Mikrolinsen.

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