Werke von 1700 bis 1870
250.000 Bücher: Google scannt im Auftrag der British Library
Die British Library arbeitet mit Google zusammen, um 250.000 Bücher aus ihrem Bestand zu digitalisieren. Rechtliche Schwierigkeiten sind dabei nicht zu befürchten, die zu scannenden Werke besitzen kein Copyright.
40 Millionen Seiten werden digitalisiert
Wie die britische Nationalbibliothek mitteilt, stammen die Bücher aus den Jahren 1700 bis 1870 und reichen von der Französischen Revolution bis hin zum Ende der Sklaverei. Insgesamt wird Google rund 40 Millionen Bücherseiten digitalisieren, was mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird. Die Bibliothek möchte dadurch den Zugang für diejenigen erleichtern, die etwas recherchieren möchten.
Die digitalisierten Werke werden kostenlos über Google Books und die Internetseite der British Library verfügbar sein. Außerdem sollen die Bücher auch bei der europäischen Online-Bibliothek Europeana eingestellt werden. Dort können Nutzer die Werke anschließend lesen, durchsuchen und herunterladen. Google und die britische Nationalbibliothek konzentrieren sich dabei in erster Linie darauf solche Bücher zu scannen und online zu stellen, die noch nicht in digitalisierter Form vorliegen.
Die Zusammenarbeit mit der British Library ist für Google nicht die erste dieser Art. So bestehen Partnerschaften mit über 40 Bibliotheken weltweit. Mit dabei ist zum Beispiel die Bayerische Staatsbibliothek in München und die Österreichische Nationalbibliothek in Wien.
Google digitalisiert Bücher aber nicht immer in Zusammenarbeit mit Bibliotheken und nicht immer sind die Werke dabei nicht urheberrechtlich geschützt. Einen Streit mit amerikanischen Autoren und Verlegern etwa wollte Google mit einem Vergleich beilegen. Der zuständige Richter lehnte das Google Books Settlement allerdings im März ab. Der 19. Juli wurde inzwischen als neues Fristende für einen erneuten Einigungsversuch festgelegt. Außerdem erweiterte der Suchmaschinenanbieter sein Angebot in Amerika: Ende 2010 wurde Google eBooks eingeführt.


Googles Anstrengungen eine riesige digitale Bibliothek anzulegen, stoßen erneut auf Widerstand. Fotografen klagen nun wegen Copyright-Verletzungen gegen den Suchmaschinenriesen vor Gericht. Am Mittwoch, den 7. April reichten die amerikanische Gesellschaft der Medienfotografen sowie verschiedene weitere Künstlergruppen, Illustratoren und einzelne Fotografen in New York eine Sammelklage ein.
Die Forschungsbibliothek des US-Kongresses, die Library of Congress, erhält ein verspätetes Weihnachtsgeschenk: Universal spendet der Bibliothek mehr als 200.000 alte Songs, darunter Bing Crosbys "White Christmas".
Das "Google Book Settlement" wurde vom zuständigen amerikanischen Richter abgelehnt. Google sollte dadurch die Erlaubnis erhalten Bücher zu digitalisieren - ohne für jedes Buch eine Genehmigung des Rechteinhabers einzuholen.
Netzwelt-Autor Mehmet Toprak ärgert sich im Kommentar über Google. Der Suchmaschinen-Betreiber hat seiner Meinung nach mit Google Books eine große Chance vertan.
Amazon.com kann erstmals höhere Verkaufszahlen von E-Books als von gedruckten Büchern vorweisen. Auf 100 gebundene Bücher und Taschenbücher kommen 105 digitale Titel. Seit vier Jahren werden bei Amazon.com E-Books verkauft.
Bob Ferry ist ein amerikanischer Mechaniker, der in seiner Freizeit Oldtimer nachbaut. Für sein neuestes Auto hat er Google Books zur Hilfe genommen und aus über 100 Büchern Informationen zusammengetragen.
Die britische Nationalbibliothek stellt derzeit ihr gesamtes Zeitungsarchiv online. Nutzer kommen dadurch in den Genuss von Millionen von historischen Artikeln aus den letzten 300 Jahren.




