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Asus Eee PC 1015B im Test: Günstiges Netbook mit AMD-Hardware
Zehn Zoll großer Bildschirm, Prozessor und Grafikchip arbeiten zusammen

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Äußerlich bietet der Eee PC 1015B nichts Neues. Doch im Inneren verbaut Asus erstmals die Fusion-Technologie von AMD. Mit dieser verfügt das günstige Netbook über mehr Leistung als vergleichbare Geräte mit Intel-Technologie.

Mit dem Eee PC 1015B wagt auch Asus den Versuch und verbaut statt der üblichen Komponenten von Intel einen Prozessor und einen Grafikchip von AMD in seinem neuen Netbook.

AMD Fusion statt Intel Atom

Der Eee PC 1015B von Asus verfügt über einen 10,1 Zoll großen Bildschirm. Die umgerechnet 25,6 Zentimeter große Anzeige bietet dem Nutzer eine nur geringe, bei Netbooks aber übliche Auflösung von 1.024 x 600 Pixel. Das matte Display verfügt über ausreichend große Betrachtungswinkel, die den Sitznachbarn auch etwas erkennen lassen, aber eben nicht jedem, der vorbeiläuft, den ganzen Inhalt des Monitors präsentieren.

Bei Prozessor und Grafikchip setzt Asus beim Eee PC 1015B auf die Fusion-Technologie von AMD. Der im Testgerät verbaute C-30-Prozessor ist mit 1,2 Gigahertz getaktet und für die Grafikberechnung zeichnet die Radeon HD 6250 verantwortlich, die ihre Leistung auch für andere Berechnungen zur Verfügung stellt. Alternativ bietet der Hersteller das Netbook auch mit einem AMD-C50-Prozessor an.

Der ein Gigabyte große Arbeitsspeicher und die 250 Gigabyte große Festplatte des Eee PC 1015B entsprechen ebenso dem Netbook-Standard wie das von Asus vorinstallierte Windows 7 Starter. Der Hersteller ergänzt das Betriebssystem von Microsoft noch um die kleine und schnelle Linux-Variante ExpressGate, die dem Nutzer vor allem einen schnellen Internetzugriff bieten soll.

Kleine Tasten, brauchbares Touchpad

Die Fläche für Tastatur, Touchpad und Handballenablage ist bei kleinen Netbooks wie dem Asus Eee PC 1015B natürlich begrenzt, aber trotzdem gelingt es dem Hersteller bei dem Testgerät, die Handballenablagen ausreichend breit zu gestalten. So kann der Nutzer seine Hände zum Tippen bequem ablegen.

Die einzelnen Tasten der Chiclet-Tastatur des Eee PC 1015B fallen zwar vergleichsweise klein aus, der relativ große Zwischenraum verhindert in der Regel aber, dass der Anwender aus Versehen eine zweite Taste mitdrückt. Beim Layout der Tastatur veranstaltet Asus keine Experimente und orientiert sich stark am Standard. Einige Sondertasten sind durch Größe und Form hervorgehoben. Wer jedoch viel mit den Pfeiltasten navigiert, dürfte sich darüber ärgern, dass diese besonders klein ausfallen und eng zusammenliegen. Die Druckpunkte aller Tasten könnten ruhig noch ein wenig deutlicher ausfallen.

Asus EeePC 1015B im Test

Bild 1 von 7
Zehn Zoll großes Netbook mit AMD-Prozessor und Grafikchip.

Das Touchpad separiert Asus nur durch zwei dezente, aber spürbare Trennstreifen von der Handballenablage. Der Sensor reagiert schon auf leichte Berührungen und erlaubt es dem Nutzer, den Mauszeiger zielgerichtet zu bewegen. Die durchgängige Touchpad-Taste lässt sich jeweils in den äußeren Vierteln bequem drücken. Hier fällt der Druckpunkt klar aus - weiter in der Mitte ist die Taste steif und steht fest.

Flottes Gesamtpaket trotz einzelner Schwachpunkte

Im Benchmark-Test Cinebench 11.5 erreicht der Prozessor von AMD nur 0,23 Punkte und damit noch weniger als die aktuellen Atom-Prozessoren von Intel. Der Radeon-Grafikchip verfügt dagegen mit 4,83 Bildern pro Sekunde über deutlich mehr Rechenkraft als der interne HD-Chip von Intel. Da bei AMDs Fusion-Technologie Prozessor und Grafikchip eng zusammenarbeiten und sich mit Leistung aushelfen, verfügt das Gesamtsystem über mehr Rechenkraft als reine Intel-Netbooks.

Die Batterielaufzeiten bewegen sich im bei Netbooks üblichen Bereich. Filme in Überlänge stellen den Eee PC 1015B erst nach rund viereinhalb Stunden vor Probleme. Arbeitet der Nutzer dagegen an dem Mini-Laptop, hält der Lithium-Ionen Akku mit seinen 5.200 Milliamperestunden sogar etwas mehr als fünf Stunden durch. Die gemessenen Zeiten sind Minimalwerte, die der Anwender noch erhöhen kann, indem er die Bildschirmhelligkeit verringert und das WLAN ausschaltet, wenn er es nicht benötigt.

Festplattengeschwindigkeit 250GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
2,1 MB/sek.70,0 MB/sek.56,3 MB/sek.19,4 ms

Die Festplatte erreicht für einen Netbook-Speicher typische Geschwindigkeiten, weist aber einige kurze Ausreißer nach unten auf. Die Komponenten des Eee PC 1015B arbeiten so leise, dass der Nutzer sich dem Gehäuse schon unnatürlich nähern müsste, um sie hören zu können. Sitzt er normal vor dem Gerät, hört er keine Geräusche.

Muschel-Gehäuse mit den üblichen Schnittstellen

Asus setzt auch beim Eee PC 1015B auf das bewährte "Seashell"-Design mit weichen, runden Kanten. Das Kunststoffgehäuse wirkt einwandfrei verarbeitet. Der Deckel ist mit einem glänzenden Lack überzogen.

Asus stattet den Eee PC 1015B mit drei USB-, einem VGA-, einem HDMI- und einem LAN-Anschluss aus. Darüber hinaus verfügt das Netbook über ein Kartenlesegerät und zwei Audio-Buchsen. Der drahtlose Zugang zum Internet erfolgt per WLAN.

Fazit: Gutes, günstiges Netbook

Mit dem Eee PC 1015B ergänzt Asus sein Angebot an Netbooks nicht nur um eine Alternative zur Intel-Technologie, sondern gibt dem Nutzer mit AMDs Fusion-Technologie eine leistungsfähigere Hardware in die Hand. Die übrige Ausstattung und das Gehäuse unterscheiden sich nicht signifikant von anderen EeePC-Modellen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Asus für den Eee PC 1015B beträgt 299 Euro. Online-Händler bieten das Netbook im Internet schon ein wenig günstiger an und verlangen teilweise nur rund 270 Euro.

Ebenfalls mit AMDs Fusion-Technologie arbeiten das Toshiba NB550 und das Acer Aspire One 522. Wobei sich die Netbooks teilweise bei den Prozessoren unterscheiden, aber nur das Modell von Acer ähnlich günstig wie der EeePC ist und zudem über einen höhere Bildschirmauflösung verfügt. Das Sony Vaio YB kostet deutlich mehr, nennt aber auch einen größeren Bildschirm und eine leistungsstärkere Variante der AMD-Plattform sein Eigen.

Kommentare zu diesem Artikel

Äußerlich bietet der Eee PC 1015B nichts Neues. Doch im Inneren verbaut Asus erstmals die Fusion-Technologie von AMD. Mit dieser verfügt das günstige Netbook über mehr Leistung als vergleichbare Geräte mit Intel-Technologie.

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  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Asus EeePC 1015B im Test: Günstiges Netbook mit AMD-Hardware

    ... kein ...
    Zitat: La Spezia
    Was du damit sagen willst, ist mir nicht ganz klar ;) Aber Video-Wiedergabe ist schon möglich ... dementsprechend auch für das von dir vorgeschlagene Material.
  • La Spezia,Burgkunstadt schrieb Uhr
    AW: Asus EeePC 1015B im Test: Günstiges Netbook mit AMD-Hardware

    es ist halt kein pornocomputer zum sex szenen anschauen.
  • Heitmann schrieb Uhr
    AW: Asus EeePC 1015B im Test: Günstiges Netbook mit AMD-Hardware

    Nachteilig: 1. USB-Anschlüsse viel zu dicht (3 mm) beieinander!: mit einem Internetstick läßt sich der zweite USB-Anschluß nicht mehr nutzen. 2. nervige Firmensoftware:alles was asus ist wurde gelöscht; trotzdem: ständig wird man aufgefordert, sein Produkt zu registrieren, indem man einer Community beitreten muß 3. zum Arbeiten zu langsam

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Asus Eee PC 1015B im Test: Günstiges Netbook mit AMD-Hardware
Asus Eee PC 1015B im Test: Günstiges Netbook mit AMD-Hardware
Mit dem Eee PC 1015B bietet auch Asus ein Netbook mit AMDs Fusion-Technologie an. Die Nutzer können sich über günstige Rechenpower freuen.
http://www.netzwelt.de/news/87218-asus-eee-pc-1015b-test-guenstiges-netbook-amd-hardware.html
2011-06-22 16:37:10
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