Das Open-Source-Programm für Mindmapping

FreeMind 0.9 im Test: Kostenlose Software für Gedächtniskarten

Mindmapping gehört zu den bekanntesten Methoden, um der täglichen Arbeit Herr zu werden. Mit FreeMind steht jedem Windows-, Linux- oder Mac-Anwender ein kostenloses Programm zur Verfügung, mit dem er die Gedächtniskarten auf dem Computer erstellen und diese mit Informationen anreichern kann.

FreeMind ist als Open-Source-Programm vollkommen kostenlos. (Bild: Netzwelt)
FreeMind ist als Open-Source-Programm vollkommen kostenlos. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Linux, Windows, Mac OS X
  2. 2Fenster, Karten und Knoten
  3. 3Dateitypen: MM, PDF, HTML
  4. 4Fazit
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Der Markt für Mindmapping-Programme ist sehr übersichtlich: Angeführt wird dieser vom Platzhirschen Mindjet MindManager, andere kommerzielle Programme haben kaum eine Chance gegen das Produkt. Im Open-Source-Segment sieht es mit Hilfsanwendungen für die Gedächtniskarten schlecht aus, einzig FreeMind besteht seit Jahren erfolgreich. Netzwelt hat sich das Mindmapping-Programm näher angesehen.

Linux, Windows, Mac OS X

Die aktuelle Version FreeMind 0.9 stammt aus dem Februar 2011 und ist auf jedem PC und Mac nutzbar, der über eine Java-Laufzeitumgebung verfügt. Unter Mac OS X 10.4, 10.5 oder 10.6 ist das bereits ab Werk der Fall, in Mac OS X Lion muss das Java Runtime Environment jedoch manuell nachinstalliert werden - genau wie unter Windows und den meisten Linux-Betriebssystemen. Für diese ist wichtig, dass FreeMind nicht nur auf der offiziellen Java-Umgebung von Oracle läuft, sondern zum Beispiel auch auf dem Pendant von Apache.

Die Tatsache, dass FreeMind auf die Programmiersprache Java baut, macht die Installation nicht gerade einfach. Für Windows und Mac OS X gibt es eine vorkonfigurierte Ausgabe, die sich gut in das System (und das jeweilige Programm-Menü) integrieren kann. Unter Linux bindet sich das Programm in der Regel auch in das GNOME- oder KDE-Menü ein, ansonsten kann der Anwender auch die JAR-Datei direkt ausführen.

FreeMind unterstützt den Export als PDF, HTML und in viele andere Formate. (Bild: Netzwelt)
FreeMind unterstützt den Export als PDF, HTML und in viele andere Formate. (Bild: netzwelt)

Fenster, Karten und Knoten

Das Programm begrüßt den Nutzer mit einer Oberfläche, die auf den ersten Blick sehr unübersichtlich wirkt. Dabei ist FreeMind eigentlich ganz einfach unterteilt: Ganz oben im Programmfenster sitzt neben der Menü- auch die Werkzeugleiste, über die beispielsweise der Zugriff auf den Speichern-Dialog, die Zwischenablage sowie das Ein- und Ausklappen von Knoten möglich ist. Die unzähligen Symbole in der vertikalen Leiste links am Rand des Fensters können Einsteiger zunächst ignorieren: Sie sind nur zur Dekoration der einzelnen Knoten gedacht. Zahlen, Ampel, Glühbirne und Co. platziert FreeMind stets vor der Bezeichnung der Knoten.

Apropos Knoten: Jede Gedächtniskarte besteht mindestens aus einem Knoten, den die Anwendung automatisch beim Start erzeugt. Von diesem Knoten gehen alle Unterknoten ab. Leider ist es in FreeMind 0.9 daher nicht möglich, mehrere getrennte Mindmaps gleichzeitig in einem Dokument anzulegen. Das Erstellen eines Knoten erfolgt über die entsprechende Tastenkombination oder das Programmenü. Darüber lassen sich Knoten auf der gleichen Ebene, darunter oder darüber anlegen und sogar direkt zwischen den Ebenen verschieben. Das ist mit der Maus über Drag-and-Drop aber viel einfacher und klappt auch bei ganzen Zweigen.

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