Auf spanischen Konten
"Kein Robin Hood": 2,5 Millionen Euro bei kino.to-Betreiber gefunden
Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Betreiber von kino.to wurden erste Konten beschlagnahmt. Demnach besitzt der mutmaßliche Chef der Gruppe rund 2,5 Millionen Euro. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden dem Nachrichtenmagazin Focus mit.

Die Konten liegen in Spanien und sollen dem Hauptbeschuldigten Dirk B. aus Leipzig gehören. Neben den Millionen auf der Bank stellten die Ermittler außerdem noch drei Luxusautos in Deutschland und auf Mallorca sicher. Außerdem soll er "hochwertige Computertechnik" besessen haben, wie Focus berichtet.
Hauptbeschuldigter Dirk B. schweigt
"Der war kein Robin Hood, der Daten einfach im Netz verteilte" kommentierte ein Fahnder den Fund der Generalstaatsanwaltschaft. Der mutmaßliche Betreiber schweigt weiter zu den Vorwürfen, während andere Beschuldigte bereits teilweise Geständnisse abgelegt haben. Ein führender Mitarbeiter von kino.to besitzt laut Generalstaatsanwaltschaft Dresden 200.000 Euro auf einem deutschen Konto.
Laut Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein handelt es sich bei kino.to nicht nur um ein Angebot, das Links zu Raubkopien verbreitet und nicht die verbotene Ware selbst, wie das einige Beschuldigte beschrieben haben. Stattdessen sei Klein laut Focus davon überzeugt, dass es sich bei kino.to "um ein hochkriminelles, profitorientiertes System" handelt, das streng organisiert ist. Die Macher von kino.to sind laut Klein für "das illegale Beschaffen der Filme über das Aufladen der Hoster, die man zum Teil selbst betrieben hat, bis zur Bereitstellung der Links auf ihrer Internet-Seite" verantwortlich.
Die Ermittler hatten Anfang des Monats die Domain von kino.to gesperrt und insgesamt 13 Personen festgenommen. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden wirft den Betreibern von kino-to "die Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen" vor. Laut den Ermittlern besuchten rund vier Millionen Nutzer täglich das "größte deutschsprachige Portal, über das Raubkopien von Spielfilmen und Serien illegal verbreitet werden".
Die Hackergruppe Anonymous reagierte auf die Ermittlungen, indem sie die Seite der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) lahm legte, da diese die Ermittlungen in Gang gebracht hatte. Welche Folgen die Ermittlungen für Nutzer der Seite haben können, erklärt netzwelt an dieser Stelle.
Weitere Informationen
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Zitat: Nicht wenige Seiten kann man gar nicht vor Werbung lesen weil sie den Text verdeckt und nicht wegklickbar ist. Selbst hier auf Netzwelt verdient man mit Werbung das ist doch nichts...
Ich verstehe den Unmut den Betreibern gegenüber. Mir jedenfalls wurden bei meinen exemplarischen Besuchen dort ständig irgendwelche angeblichen Codecs zum Download angeboten etc., d.h. mir wollte irgendwer - also...
also nur 2,5 Mio am Konto bei (lt. Text) vier Millionen Nutzer täglich(!), is auf jeden Fall Robin Hood! Ich musste nie was zahlen und konnte immer Kinofilme gucken! ;)
Naja Robin Hood ist doch korrekt. Für den 0815 User sind Filme so kostenlos nutzbar gewesen. Klar, dass für den Betreiber auch was rumkommen muss...
Meine Güte, was ist denn da so schwer zu verstehen. Eine Firma bietet ein Produkt an, für dessen Nutzung Geld verlangt wird.(Ich rede jetzt von einer legalen Produktionsfirma und nicht von einer Tauschbörse). ...