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Touchscreen und gute Bilder: Samsung ST95 im Test
Fünffacher Zoom, 16,1 Megapixel und HD-Videos

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Die Samsung ST95 verfügt über einen Touchscreen zur Bedienung und weist darüber hinaus nur Standard-Bauteile aus dem Kompaktkamerabereich auf. Trotzdem überrascht sie mit einer überdurchschnittlichen Bildqualität - zumindest solange die Lichtverhältnisse gut sind.

Samsung stattet die Kompaktkamera ST95 mit einem Objektiv mit fünffachem Zoom, einem Standard-Bildsensor mit großer Auflösung und einem Touchscreen zu Bedienung aus. Während die Steuerung nicht ganz flüssig abläuft liefert der Bildsensor erstaunlich gute Fotos.

Standard-Bildsensor, fünffacher Zoom und drei Zoll Touchscreen

Samsung baut einen CCD-Bildsensor mit einer maximalen Auflösung von 16,1 Megapixeln in die ST95 ein. Seine Fläche von 1/2,3 Zoll entspricht dem derzeit üblichen Standard bei Kompaktkameras. Videos nimmt der Chip in HD-Auflösung auf.

Das Objektiv der ST95 verfügt über einen fünffachen Zoom. Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 26 bis 130 Millimeter. Die Linse bewegt sich zügig, allerdings nur in großen Schritten, so dass sich die Brennweite nicht genau einstellen lässt. Der Autofokus gehört nicht zu den schnellsten seiner Art und benötigt bis zu einer halben Sekunde um ein Motiv scharf zu stellen.

Die Samsung ST95 bietet dem Fotografen neben einem vollautomatischen Aufnahmeprogramm auch eine Programmautomatik bei der er einige Aufnahmeeinstellungen wie die Lichtempfindlichkeit, den Weißabgleich oder die Belichtungskorrektur verstellen kann. Darüber hinaus stehen sechs Szenenprogramme mit Voreinstellungen für unterschiedliche Motive sowie mehrere Effekte und Filter, wie zum Beispiel eine Vignettierung, verschiedene Rahmen, ein Miniatur- oder ein Paletteneffekt, zur Auswahl.

Samsung ST95 im Test

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Günstige Kompaktkamera mit guter Ausstattung.

Ein drei Zoll großer Touchscreen nimmt den Großteil der Rückseite der Samsung ST95 ein. Der Bildschirm verfügt über eine Auflösung von 230.000 Pixeln und dient als Sucher sowie zur Bildwiedergabe. Auf dem Monitor sind auch Details gut zu erkennen, allerdings weist er eine große Blickwinkelabhängigkeit auf. Bereits nach rund 20 Grad je Blickrichtung lässt sich der Inhalt der Anzeige nicht mehr erkennen.

Der Touchscreen erfordert viel Druck

Die Bedienung der Samsung ST95 erfolgt hauptsächlich über den Touchscreen. Bei den einzigen Tasten der Kamera handelt es sich neben dem Einschaltknopf um den Auslöser inklusive Zoomwippe sowie zwei Tasten zum Starten der Bildwiedergabe und zum Aufrufen des Startmenüs. Sie alle weisen deutliche Druckpunkte auf und lassen sich angenehm drücken.

Für den Touchscreen der ST95 gilt dies nur bedingt. Der Fotograf muss die gewünschte Schaltfläche kräftig und präzise drücken - eine leichte Berührung oder ein Wischen reicht nicht aus. Der resistive Bildschirm reagiert auf Druck und nicht wie die kapazitiven Modelle auf bloßen Kontakt.

Samsung versieht die ST95 mit einem Startbildschirm, der mit seinen großen, bunten Symbolen an ein Smartphone erinnert. Hier wählt der Fotograf den Aufnahmemodus, Effekte oder Filter aus und gelangt ins Hauptmenü der Kamera.

Je nach gewählten Aufnahmeprogramm erscheinen unterschiedliche Schaltfläche auf dem Touchscreen der ST95. In der Programmautomatik hat der Fotograf zum Beispiel schnellen Zugriff auf das Blitzlicht, die Fokus-Art oder den Selbstauslöser. Weitere Aufnahmeeinstellungen wie die Belichtungskorrektur, den Weißabgleich oder die Lichtempfindlichkeit erreicht der Nutzer über die "Menu"-Schaltfläche.

Überraschend gute Fotos, mittelmäßige Videos

Die Samsung ST95 überrascht bei geringer Lichtempfindlichkeit mit einer erstaunlich guten Bildqualität. Die Fotos überzeugen mit natürlich wirkenden Farben, einer hohen Detailgenauigkeit, klaren Konturen und angenehmen Kontrasten in einem Umfang, den andere Kompaktkameras mit nominell identischen Bildsensoren nicht bieten.

Mit zunehmender Lichtempfindlichkeit nimmt die Bildqualität allerdings ab. Hauptursache hierfür ist das unter Digitalkameras weit verbreitete Bildrauschen. Bereits bei ISO 200 lassen sich Störungen erkennen, wenn der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Bei ISO 800 fällt das Bildrauschen auch auf einer Verkleinerung des Fotos auf, ab ISO 1.600 sind die Bilder unbrauchbar.

Samsung ST95 Testbilder

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Zimmerbeleuchtung aus, Blitzlicht ein: ISO 100, Blende 9.9, 1/15 Sekunde.

Videos nimmt die Samsung ST95 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die Filme bieten allerdings eine weniger überzeugende Bildqualität als die Fotos. Die Farben wirken zwar natürlich, doch die Detailgenauigkeit und die Konturen fallen nur ausreichend aus. Die Kontraste setzt die Kamera zu hart um, teilweise wirken die Aufnahmen überbelichtet.

Der fünffache Zoom der ST95 steht während der Videoaufzeichnung zur Verfügung. Der Autofokus sorgt in der Regel für ein scharfes Bild und der automatische Weißabgleich passt die Belichtungseinstellungen schnell an veränderte Lichtverhältnisse an. Das interne Mikrofon der Kamera liefert nur einen sehr leisen Ton.

MicroSD-Speicherkarten und ein hauseigener Anschluss

Die Samsung ST95 steckt in einem einwandfrei verarbeiteten Gehäuse aus Kunststoff. Neben dem Touchscreen auf der Rückseite hat der Hersteller sogar noch Platz für eine Daumenablage gelassen, so dass der Fotograf die Kamera sicher greifen kann. Bei der einzigen Schnittstelle der Digitalkamera handelt es sich um einen hauseigenen Anschluss von Samsung, der zur Strom- und Datenübertragung über ein USB-Kabel dient.

Der Hersteller stattet die ST95 mit einem Schacht für eine MicroSD-Karte aus, auf der die Kamera Fotos und Videos ablegt. Bisher finden die kleinen Speicherkarten vor allem bei Handys und Smartphones Verbreitung. Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku, den der Nutzer direkt in der Kamera auflädt, denn eine externes Ladegerät gehört nicht zum Lieferumfang.

Fazit: Stimmiges Gesamtpaket

Die Samsung ST95 überzeugt im Test nicht nur mit ihrer überraschend guten Bildqualität, sondern auch mit einem stimmigen Gesamtpaket. Die Ausstattung gehört nicht zu den umfangreichsten, sollte aber trotzdem für viele Nutzer ausreichen. Die Bedienung über den Touchscreen kommt zwar manchmal ins Stocken, doch der günstiger Preis für den die Kamera im Handel erhältlich ist, lässt einen darüber hinweg sehen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung für die ST95 beträgt 179 Euro. Im Internet verkaufen Online-Händler die Kamera aber schon für rund 120 Euro.

Ein Touchscreen als wichtigstes Bedienelement ist unter Digitalkameras gar nicht mehr so unüblich, wie zum Beispiel die Nikon Coolpix S80, die Sony Cybershot TX100V oder die Samsung WB210 zeigen.

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Die Samsung ST95 verfügt über einen Touchscreen zur Bedienung und weist darüber hinaus nur Standard-Bauteile aus dem Kompaktkamerabereich auf. Trotzdem überrascht sie mit einer überdurchschnittlichen Bildqualität - zumindest solange die Lichtverhältnisse gut sind.

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Touchscreen und gute Bilder: Samsung ST95 im Test
Touchscreen und gute Bilder: Samsung ST95 im Test
Samsung ST95: Kleine Kamera mit Touchscreen und Standard-Ausstattung schießt überraschend gute Bilder.
http://www.netzwelt.de/news/87170-touchscreen-gute-bilder-samsung-st95-test.html
2011-06-18 12:59:23
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/lenovo-jahr-offenbar-noch-veroeffentlichung-mehrerer-honeycomb-tablets-geplant-bild-this-is-my-next5282.png
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