Lauschangriff auf Reisende nach Hong Kong
Abhörtechnik: China spioniert Transitverkehr aus
Ein Abhörgerät, nicht größer als ein PDA, dient chinesischen Behörden offenbar zur Überführung von Schmugglern. Medienberichten zufolge wurde die Technik in Fahrzeugen mit zusätzlichen Nummernschild installiert, die von China nach Hongkong pendeln. Der Transitverkehr sei jahrelang überwacht worden, lautet der Vorwurf.
Die elektronische Technik nutze Chipsätze, die häufig in Geräten mit Bluetooth-Technik und Hardware zur Aufzeichnung von Gesprächen eingesetzt wird, wie die Epoch Times unter Berufung auf einen Wissenschaftler der City University of Hong Kong berichtet. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Einheiten zur Überwachung eingesetzt werden, urteilt der Wissenschaftler.
Die Abhöreinheit ist nicht größer als ein PDA und an der Frontscheibe des Fahrzeugs angebracht. Apple Daily, eine Tageszeitung aus Hong Kong, habe den Baustein untersuchen lassen, berichtet die Epoch Times. Demnach betrage die Reichweite maximal 20 Kilometer. Chinesische Behörden sind demnach in der Lage, mitzulauschen, wenn sich das Fahrzeug schon längst in Hongkong befindet.
"Die Genauigkeit war unwirklich"
Schmuggler bemerkten die Lauschangriffe als erstes. Grenzbeamte hätten jedes Auto der Kriminellen angehalten, obwohl sich nicht in jedem illegale Ware befand, habe ein betroffener Schmuggler der Apple Daily nach Angaben der Epoch Times berichtet. "Die Genauigkeit war unwirklich".
Nach Angaben der Apple Daily gibt es rund 20.000 Autos sowie zehntausende Trucks und Busse mit zusätzlichem Nummernschild. Ein Reporter der Zeitung konfrontierte übrigens auch die Behörden mit der Recherche. Die Mitarbeiter hätten aber dementiert, dass es sich um eine Abhörtechnik handele.
