Hilft beim Surfen über UMTS und WLAN

O2 Mobile Connection Manager: Surfen unter Windows und Mac OS X

Über zehn Jahre nach der Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenen ist Deutschland gut mit dem Netzstandard versorgt, alle großen Netzbetreiber haben mehr oder weniger güngstige Angebote für das mobile Surfen mit Notebook oder Handy im Angebot. Um möglichst problemlos eine Verbindung aufzbauen, gibt es kleine Hilfsprogramme. Die Software der Telefonica nennt sich O2 Mobile Connection Manager.

Der o2 Mobile Connection Manager ist beim mobilen Surfen eine gute Hilfe. (Bild: Netzwelt)
Der O2 Mobile Connection Manager ist beim mobilen Surfen eine gute Hilfe. (Bild: Netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mac OS X und Windows
  2. 2Einrichtung und Oberfläche
  3. 3Systemstart und Datennutzung
  4. 4Fazit
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Mac OS X und Windows

Das Programm kann ohne jegliche Gebühren von der O2-Webseite heruntergeladen werden, allerdings haben die Verantwortlichen den Download-Eintrag gut im Hilfe-Bereich versteckt. (Über den Hyperlink am Ende des Artikels gelangt man ohne Umwege zum Ziel.) Wer auf seinem Rechner das Betriebssystem Windows einsetzt, benötigt mindestens Windows XP mit Service Pack 3 oder Windows Vista mit Service Pack 2. Für das aktuelle Windows 7 ist der Service Pack 1 nicht unbedingt nötig. Der O2 Mobile Connection Manager für das Apple-Betriebssystem Mac OS X setzt mindestens Leopard oder Snow Leopard voraus, über die Kompatibilität mit dem kommenden Mac OS X 10.7 gibt es bisher (auch seitens Telefonica) keine Informationen.

Einrichtung und Oberfläche

Die Installation der Software übernimmt sowohl unter Windows als auch Mac OS X ein sehr komfortabler Setup-Assisent, der dem Nutzer allerdings nur wenige Optionen gibt. Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, geht es an die eigentliche Konfiguration der Anwendung. Der Connection Manager kann die Netzwerkverbindung grundsätzlich über drei verschiedene Wege aufbauen: Entweder geht der Nutzer über einen UMTS-Stick oder eine gleichwertige PCMCIA-Karte ins Netz, nutzt ein integriertes UMTS-Modul des Computers oder sein Handy als Modem (über Bluetooth oder ein USB-Kabel). Das Setup-Programm fragt zwar bereits während der Installation nach dem gewünschten Typ, er lässt sich aber später jederzeit ändern.

Im Regelfall sollte der O2 Mobile Connection Manager schon beim Start automatisch den Gerätetyp erkennen und das verfügbare Netzwerk sowie die Signalstärke anzeigen. Das Hauptfenster ist sehr schmal gehalten und lässt sich so leicht über ein geöffnetes Browser-Fenster legen, ohne wichtige Inhalte zu verdecken. Neben den Informationen über den Netzstatus im linken Bereich haben die Entwickler rechts einige Symbole für die SMS-Funktion, die Favoriten und das Adressbuch angebracht.  Damit möglichst schnell eine Verbindung zum Internet per UMTS hergestellt wird, ist es sinnvoll, die PIN-Abfrage der SIM-Karte zu deaktivieren. Das geht in einem Handy, aber auch direkt in den Einstellungen des Mobile Connection Manager.

In den Einstellungen des o2-Programms lassen sich auch WLAN-Netze aktivieren. (Bild: Netzwelt)
In den Einstellungen des o2-Programms lassen sich auch WLAN-Netze aktivieren. (Bild: Netzwelt)

Systemstart und Datennutzung

Der O2 Mobile Connection Manager unterstützt nicht alle Geräte, die O2 im Angebot hat. Eine Liste der verfügbaren Treibermodule bietet der Netzbetreiber aber auf der Webseite an, sodass man den Einsatz vorab klären kann. Sofern Anwendung, Rechner und Datengerät zusammenpassen und es sich um die primäre Verbindung des Computers handelt, ergibt es durchaus Sinn, die Applikation gleich beim Systemstart zu öffnen. Wer gelegentlich statt UMTS ein WLAN-Netzwerk einsetzt, kann diese ebenfalls über die O2-Software organisieren und in den Einstellungen Prioritäten für die persönlichen Zugangspunkte festlegen.

Damit ist es kinderleicht, zu Hause stets WiFi zu bevorzugen und unterwegs per UMTS zu surfen. Die Software erlaubt es ferner, Warnungen zu definieren: Sobald der Benutzer einen bestimmten Schwellenwert an übertragenen Daten erreicht, kann er sich einen Hinweis vom Programm ausgeben lassen, damit ihm keine unerwarteten Mehrkosten im Rahmen seines Vertrags entstehen. Sehr sinnvoll ist die Funktion, dabei zwischen nationalen Verbindungen und Roaming-Datenverkehr zu differenzieren. So kann beispielsweise als Inlands-Limit ein Wert von fünf Gigabyte eingegeben werden und im Ausland die O2 EU-Option mit 50 Megabyte.

Fazit

Die Verbindung mit UMTS-Netzwerken kann Windows über die entsprechenden Treiber für den Surfstick oder andere Geräte eigentlich auch selbst herstellen, mit dem O2 Mobile Connection Manager geht es aber etwas einfacher und mit mehr Komfort. Die Möglichkeit, SMS über das Programm zu versenden, ist absolut unnötig - dafür besticht das Programm im Test durchaus mit differenzierten Warnungen zum genutzten Freivolumen sowie der Integration von WLAN- und UMTS-Netzwerken in einer zentralen Kommandozentrale. Die Oberfläche ist leicht bedienbar, die mitgelieferten Treiber deckt sehr (wenn auch nicht alle) viele Geräte von O2 ab.

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