Erklärung im Netz

Ermittlungen gegen kino.to: Anonymous legt GVU-Seite lahm

Ermittlungen gegen kino.to: Anonymous legt GVU-Seite lahm Nach dem Schlag gegen das Raubkopier-Portal kino.to hat das Hacker-Kollektiv Anonymous zum Gegenschlag ausgeholt und die Webseite der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen lahm gelegt. In einem Internetvideo bekannte sich die Gruppe zu dem Angriff. Die GVU hatte die Ermittlungen gegen kino.to in Gang gebracht.

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Das Video wurde ursprünglich per Facebook auf der Seite "RIP Kino.to" verbreitet, mittlerweile wurde es auch auf Youtube hochgeladen. Darin bekennt sich die Gruppe zu der Attacke auf die Webseite der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). Zum jetzigen Zeitpunkt ist gvu.de nicht mehr erreichbar.

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Zur Begründung gibt Anonymous an, dass "das Betreiben einer Suchmaschine für Videos nach unserem Ermessen nicht illegal" sei. Die Gruppe stellt die Aktion gleichsam in einen größeren Rahmen: "Wir verurteilen es zutiefst, dass der Staat Teile des Internets abschaltet. Somit wurde die Freiheit des Internets erneut von staatlicher Seite her angegriffen und ein weiterer Schritt in Richtung Zensur beschritten."

Razzien gegen Streaming-Portal

Kino.to ist ein Streaming-Portal, auf dem Raubkopien zum Empfang stehen. Am Mittwoch sperrten Ermittler das Portal und führten Razzien in mehreren europäischen Ländern durch. Insgesamt 13 Personen wurden festgenommen. Die Fahndungen hatte die GVU in Gang gebracht - der Verband stellte Ende April Strafantrag gegen kino.to.

Anonymous ist für zahlreiche Attacken auf Internetseiten in der Vergangenheit veranwortlich. Nach der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange startete die Hacker-Gruppe etwa die Operation Payback und griff die Webseiten von Visa und Mastercard an. Sony-Webseiten legte die Gruppe lahm, als das Unternehmen gegen zwei Hacker vorging, denen Sony vorwarf, den Kopierschutz der Sony Playstation 3 veröffentlicht zu haben.

Die zahlreichen Attacken haben offenbar Regierungen und Geheimdienste auf den Plan gerufen. Vor einigen Tagen berichtete der Guardian, dass ein Viertel aller US-Hacker dem FBI Informationen übermittle. Auch Anonymous sei in die Fänge des FBI geraten.

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