Schätzung eines Experten

Unterwanderung: Ein Viertel aller US-Hacker arbeiten fürs FBI

Unterwanderung: Ein Viertel aller US-Hacker arbeiten fürs FBI Die US-amerikanische Hackerszene wird offenbar massiv vom Geheimdienst unterwandert. Das berichtet der britische Guardian und beruft sich dabei auf Eric Corley, Herausgeber der Hacker-Zeitschrift "2600". Ein Viertel aller US-Hacker dienen demnach als Informationslieferanten.

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Die erfolgreiche Rekrutierung durch die staatlichen Stellen sei darauf zurückzuführen, dass den Online-Kriminellen massive Strafen angedroht worden wären, schreibt der Guardian. "Wegen der harten Strafen und der fehlenden Erfahrung mit dem Gesetz sind Hacker ziemlich leicht beeinflussbar", wird Corley in dem Bericht zitiert.

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Die Hacker-Szene hatte zuletzt wieder durch die Angriffe auf die Sony-Netzwerke für Schlagzeilen gesorgt. Im letzten Jahr dominierten die Enthüllungen des Whistleblowing-Portals Wikileaks über einen längeren Zeitraum die Berichterstattung internationaler Medien. Der Ursprung von Wikileaks liegt ebenfalls in der Hackerszene.

Auch Hacker-Kollektiv Anonymous wird angeblich bespitzelt

Einer der bekanntesten infiltrierten Hacker ist Adrian Lamo, der Details über den US-Soldaten Bradley Manning an das Militär weitergegeben haben soll. Manning seinerseits soll Geheiminformationen des US-Militärs Wikileaks zugeliefert haben und sitzt dafür derzeit in Haft. In einem Chat hatte er zu Lamo Kontakt aufgenommen.

"Es gibt Dutzende Hacker, die von Leuten verraten wurden, denen sie vertraut hatten", sagte John Young, der Betreiber des Enthüllungsportals Cryptome dem Guardian. Cryptome veröffentlichte schon lange vor Wikipedia Geheimdokumente im Netz und gilt als Vorbild für das von Julian Assange gegründete Projekt.

Der Guardian berichtet, dass auch die Hackergruppe Anonymous in die Fänge des FBI geraten ist. Allerdings sei sich die Gruppe der Versuche des Geheimdienstes, die Gruppe zu unterwandern, bewusst. "Das FBI ist immer hier. Sie schauen immer in unsere Chatrooms hinein. Du weißt nicht, wer ein Informant ist und wer nicht, und das macht dich angreifbar", wird Barrett Brown, ein ehemaliger Anonymous-Sprecher vom Guardian zitiert.

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