Gamepad statt QWERTZ

Das Playstation-Handy: Sony Ericsson Xperia Play im Test

Moderne Smartphones ersetzen zunehmend tragbare Spielkonsolen. Knapp 20 Prozent der Deutschen zocken bereits mit dem Handy und investierten 2010 rund 13 Millionen Euro in entsprechende Spiele. Dank neuer leistungsstarker Hardware reichen die Handys nun auch grafisch an Handhelds heran. Einziges Manko: Die Steuerung per Touchscreen ist umständlich und oft ungenau. Doch nun bringt Sony Ericsson mit dem Xperia Play ein Smartphone mit ausziehbarem Gamepad auf den Markt. Ist das das Ende für PSP, DS und Co.?

Sony Ericsson Xperia Play: Beim Xperia Play kombiniert Sony Ericsson Handheld und Smartphone. Das Konzept geht durchaus auf, bietet aber noch Raum für Verbesserungen. Zum Video: Sony Ericsson Xperia Play

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Spielen wie auf dem Handheld
  2. 2Getrennte Welten
  3. 3Wirrwarr an Spiele-Shops
  4. 4Keine Dual-Core-Power
  5. 5Schwächen bei den Multimedia-Funktionen
  6. 6Neue Nutzeroberfläche per Update
  7. 7Zubehör
  8. 8Preis und Verfügbarkeit
  9. 9Fazit
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Vielleicht ereilt Sony Ericsson aber auch das gleiche Schicksal wie Nokia, das mit dem N-Gage noch zur Zeiten des Game Boy Advance an dem Versuch Smartphone und Spielekonsolen zu vereinen scheiterte? Verpufft etwa der monatelange Hype um das Playstation-Handy einfach in der Luft? Nein -das ist nicht zu befürchten.

Spielen wie auf dem Handheld

Denn wo Playstation draufsteht ist auch Playstation drin. Handy angeschaltet, Controller ausgefahren, Spiel starten und los geht es. Egal ob Fifa 2010, Die Sims 3 oder Crash Bandicoot – alle Titel spielen sich auf dem Xperia Play wie auf einem Handheld. Kommt kein Anruf oder eine SMS dazwischen dürfte der Nutzer bald vergessen, dass er ein Handy in der Hand hält. Das liegt vor allem am exzellenten Gamepad. Dieses lässt sich nicht nur geschmeidig unter dem Display hervorziehen, sondern ähnelt auch vom Design her stark dem Playstation-Controller. Sony-Fans dürften sich hier also direkt zurecht finden. 

Auch qualitativ reicht das Gamepad an das Vorbild heran. Die Tasten hätten allerdings ein wenig mehr Hub vertragen können und die Schultertasten hinter dem Display sind nur schwer, mit leichten Verrenkungen zu erreichen. Sie fallen zudem etwas klein aus, so dass man mit den Finger leicht abrutscht. Core-Gamern werden zudem wohl die Analog-Sticks fehlen. Sony Ericsson ersetzt diese durch entsprechende Touchfelder, über die sich Figuren aber nicht so präzise steuern lassen wie mit den 360 Grad-Sticks.

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