Rund 37.500 Nutzer betroffen
Sony Pictures: Details zum Hacker-Angriff veröffentlicht
Die Hacker-Angriffe auf Sony nehmen scheinbar kein Ende. Vor knapp einer Woche gab die Gruppe Lulz Security (LulzSec) bekannt, dass sie dieses Mal die Seite von Sony Pictures Entertainment gehackt haben. Sony bestätigte den Angriff und lieferte jetzt nähere Details zum Ausmaß.
Während die Hacker-Gruppe LulzSec davon spricht, die Daten von mehr als einer Millionen Nutzer gestohlen zu haben, erklärt Sony jetzt in einer Mitteilung, dass lediglich rund 37.500 Anwender betroffen seien. Diese wurden von Sony laut eigenen Aussagen bereits über einen möglichen Datendiebstahl informiert.
Keine Kreditkarten-Informationen entwendet
Die Informationen, auf die die Hacker vermutlich Zugriff erlangen konnten, sofern sie vom Nutzer bereit gestellt wurden, sind: Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geschlecht, Geburtsdatum, den Benutzername sowie das Passwort für die Webseite. Sony betont, dass keine Kreditkarten-Informationen, Sozialversicherungsnummern oder Führerscheinnummern gestohlen wurden.
Nachdem Sony am 2. Juni erfahren hat, dass Sony Pictures angegriffen wurde, zog das Unternehmen Experten von außen für eine Untersuchung hinzu. Außerdem nahm Sony alle möglicherweise betroffenen Datenbanken vom Netz und informierte das FBI über den Vorfall. Gemeinsam arbeite man daran die Verantwortlichen zu identifizieren.
Wie bei den vorherigen Angriffen auch, rät Sony den betroffenen Nutzern auf mögliche betrügerischen Telefonanrufe, E-Mails oder Briefe zu achten, die nach persönlichen Informationen fragen. Sony Pictures wird laut eigener Aussage die Nutzer nicht kontaktieren um die Kreditkarten- oder der Sozialversicherungsnummern einzufordern. Außerdem sollen die Betroffenen ihr Passwort ändern, sobald die Seite wieder vollständig hergestellt wurde.
Vergangene Angriffe von LulzSec
Die Gruppe LulzSec macht immer wieder mit Hacker-Angriffen auf sich aufmerksam. Zuletzt drang sie in den US-Server von Nintendo ein, allerdings ohne dabei Nutzerdaten zu stehlen. Außerdem veröffentlichten sie einen gefälschten Artikel auf einer Webseite der US-Fernsehsendergruppe PBS und entwendeten Nutzerdaten. Auch Sony Music Japan soll von LulzSec geknackt worden sein.
Es bleibt derzeit weiterhin unklar, wer für den Angriff auf das Playstation Network und Qriocity verantwortlich ist.


Sony hat eine weitere Cyber-Attacke entdeckt. Demnach sind möglicherweise Daten von 24,6 Millionen Kunden von Sony Online Entertainment und aus einer veralteten Datenbank von 2007 gestohlen worden.
Die US-Fernsehsendergruppe PBS ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die Gruppe LulzSec hat Daten gestohlen und einen gefälschten Artikel auf die Seite gestellt. In dem Bericht wurde behauptet, dass der Rapper Tupac noch lebt.
Neckermann.de wurde Opfer einer Hacker-Attacke. Die Angreifer konnten Namen und E-Mail-Adressen von 1,2 Millionen Kunden stehlen, die an einem Gewinnspiel teilgenommen haben. Der Online-Shop war von dem Angriff nicht betroffen.
Glück im Unglück für Nintendo: Der Konzern ist wie Konkurrent Sony Opfer eines Hackerangriffes geworden. Nutzerdaten entwendeten die Hacker allerdings nicht. Die Angreifer seien große Nintendo-Fans und wollten dem Unternehmen nicht schaden, erklärten die mutmaßlichen Hacker via Twitter.
Das "Pass-System" des Spiele-Herstellers Sega wurde jüngst Opfer eines Hacker-Angriffes. Kriminellen gelang es, Passwörter und E-Mail-Adressen zu erbeuten. Bankdaten gehören jedoch nicht zu den gestohlenen Datensätzen.
Die Hackergruppe Lulz Security sorgte in den vergangenen Wochen für viele Schlagzeilen, unter anderem mit Angriffen auf Sony oder Nintendo. Jetzt ist damit offenbar Schluss, denn LulzSec gab seine Auflösung bekannt.
Fox News berichtet, dass in San Francisco und Phoenix zwei mutmaßliche Hacker festgenommen wurden. Die beiden Verdächtigen sollen Mitglieder der Gruppen LulzSec und Anonymous sein.




