Winzling fürs Wohnzimmer

BenQ W1000+: Einstiegs-DLP-Projektor im Test

1.000 Euro für einen Full-HD-Projektor sind keine Seltenheit mehr. Netzwelt nahm sich BenQs Einsteiger-Beamer W1000+ vor, der im Internet bereits 25 Prozent günstiger erhältlich ist. Ob der kleine Projektor sein Geld wert ist, zeigt der ausführliche Praxistest von netzwelt.

Ideal fürs Wohnzimmer geeignet: der kompakte Benq W1000+. Fingerabdrücke haben auf seiner strukturierten Oberfläche keine Chance. (Bild: netzwelt)
Ideal fürs Wohnzimmer geeignet: der kompakte BenQ W1000+. Fingerabdrücke haben auf seiner strukturierten Oberfläche keine Chance. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ausstattung und Aufstellung
  2. 2Farbe und Licht
  3. 3Sehtest Standardsignale
  4. 4HDTV-Sehtest
  5. 5Fazit: Preiswerter Projektor mit Schwächen
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Ausstattung und Aufstellung

Mit 1.000 Euro Listenpreis zählt der W1000+ zu den günstigsten Full-HD-Beamern, die im Handel zu finden sind. Dass da irgendwo gespart werden muss, liegt auf der Hand - in diesem Fall wurde besonders bei der Ausstattung abgespeckt. Das fällt leider schon bei der Aufstellung auf, wobei der Beamer sich als unflexibel entpuppt.

Darüber hinaus fehlt ihm zum Beispiel eine Lens-Shift-Funktion, wodurch versetzte Projektionen nicht möglich sind. Auch der geringe Zoombereich bereitet kaum Freude, die Nutzung einer fest installierten Cinemascope-Leinwand ist zum Beispiel unmöglich. Projektionen erfolgen so, dass die Bildunterkante auf Höhe des Objektivs liegt. Deshalb sollte der BenQ an der Decke befestigt werden, und zwar mit der Oberseite in Richtung Boden.

Der Projektor hat alle nötigen Anschlüsse an Bord. Rechts befindet sich ein Minilautsprecher. (Bild: netzwelt)
Der Projektor hat alle nötigen Anschlüsse an Bord. Rechts befindet sich ein Minilautsprecher. (Bild: netzwelt)

Aufwendige Verbesserungsschaltungen für den Kontrast, also eine dynamische Iris oder die Bewegungsschärfe gibt es ebenfalls nicht. Immerhin verfügt der W1000+ aber über diverse Möglichkeiten bei der Farbkorrektur. Der Minilautsprecher auf der Rückseite klingt so wie er aussieht: bescheiden.

Pluspunkte sammelt hingegen die Fernbedienung, die nicht nur beleuchtet ist, sondern auch viele Direktfunktionen bietet. Das Menü wirkt zwar aufgeräumt, weist aber ein paar Besonderheiten auf. Werden zum Beispiel Werte geändert, ist eine Speicherung notwendig, sonst werden die Änderungen nicht dauerhaft übernommen. Beim Test ist außerdem aufgefallen, dass nicht alle gespeicherten Werte vom Projektor aufgerufen werden, was irritierend ist.

Beleuchtet: die Fernbedienung. (Bild: netzwelt)
Die Fernbedienung für den Projektor ist beleuchtet. (Bild: netzwelt)

Farbe und Licht

Das Licht für die Projektionen stammt von einem 180-Watt-Brenner der Firma Osram, der rund 150 Euro kostet. Die P-VIP-Lampe leuchtet im Eco-Modus rund 2,8 Meter breite Leinwände in Kinohelligkeit aus. Allerdings zeigt sich in der Praxis, dass die Ausleuchtung ungleichmäßig ausfällt - am unteren rechten Rand ist das Bild deutlich heller.

Ein Lichthof um die Leinwand lässt sich nicht erkennen, beim genauen Hinsehen fällt jedoch auf, dass aus den Buchsen und Lüftungsöffnungen etwas Licht nach außen dringt. Das Farbrad rotiert mit dreifacher Geschwindigkeit, was Farbblitzer in Form von Regenbogeneffekten zwar nicht hundertprozentig eliminiert, aber doch stark abschwächt.

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