Feature standardmäßig aktiviert
Neue Funktion: Facebook erkennt ab sofort Gesichter
Ohne seine Nutzer vorab zu informieren, hat Facebook die umstrittene Gesichtserkennung aktiviert. Wer sich nicht markieren lassen will, muss die Funktion erst umständlich in den Einstellungen zur Privatsphäre deaktivieren.
Facebook versucht mit Hilfe einer Software automatisch jede Person auf hochgeladenen Fotos seiner Nutzer zu identifizieren. Dem Anwender wird dann ein Name der erkannten Person vorgeschlagen. Der Nutzer kann den so genannten Tag übernehmen, die Empfehlung aber auch ablehnen. Facebook erkennt zunächst nur Freunde eines Nutzers auf hochgeladenen Bildern.
Wie üblich bei dem sozialen Netzwerk hat Facebook die Funktion ohne eine große Ankündigung aktiviert. Standardmäßig ist die Gesichtserkennung zudem aktiviert. Wer verhindern will, dass Freunde Fotos markieren können, muss die Privatsphäre-Einstellungen aufrufen. Unter benutzerdefinierte Einstellungen gibt es den Eintrag "Freunden von mir vorschlagen", der auf "gesperrt" gestellt werden kann.
Google dementiert Pläne für Smartphone-Gesichtserkennung
Zudem ist es möglich, näher zu definieren, wer Fotos sehen kann, in denen der Nutzer markiert worden ist. Wie bei Facebook weitgehend üblich, lässt sich die Funktion auf "Alle", "Nur Freunde", "Freunde von Freunden" und "Benutzerdefiniert" einstellen.
Gesichtserkennung ist schon länger mit Hilfe von Fotobearbeitungssoftware wie Google Picasa oder iPhoto möglich. Damit soll das Auffinden von Bildern, auf denen eine bestimmte Person markiert ist, erleichtert werden. Durch die Aktivierung auf Facebook erreicht die Gesichtserkennung eine viel größere, gleichsam gesellschaftliche Dimension, weil sie nicht mehr der Privatsphäre vorbehalten bleibt.
Facebook testet die Funktion schon seit Oktober vergangenen Jahres. Auch Google hat eine Technologie zur Gesichtserkennung im Köcher. Berichte über Pläne, diese für Smartphone aktivieren zu wollen, wies das Unternehmen aber zurück.


Facebook will künftig in den USA eine Gesichtserkennungssoftware nutzen, um das Markieren von Freunden auf Fotos zu beschleunigen. In Deutschland sind Datenschützer über die Pläne beunruhigt.
Ruflotse ist ein Online-Dienstleister, der das Internet im Namen des Nutzers nach Fotos, Videos und Textstellen von ihm durchsucht. Jetzt umfasst der Dienst auch die Gesichtserkennung bei Facebook.
Facebook steht mal wieder in der Kritik von Datenschützern. Dieses Mal geht es um die Gesichtserkennung, die vor kurzem aktiviert wurde. Nutzer wurden über die neue Funktion nicht vorab informiert.
Die Gesichtserkennung bei Facebook sorgt einmal mehr für Kritik von Datenschützern. Hamburgs Datenschutzbeauftragter fordert vom Sozialen Netzwerk eine Änderung der Funktion oder eine Deaktivierung, da sie momentan gegen deutsches und europäisches Recht verstoße.
Google führt bei seinem Sozialen Netzwerk eine neue Funktion ein, die das Taggen von Bildern vereinfachen soll. Find My Face nennt sich die Gesichtserkennung bei Google+, anders als bei Facebook, müssen Nutzer der Aktivierung erst zustimmen.
Das weltweit größte Soziale Netzwerk stoppt auf Druck von europäischen Datenschützern die umstrittene Gesichtserkennung. Damit ist Facebook aber noch lange nicht aus der Schusslinie.
Eins weniger: Die Hamburger Datenschutzbehörde stellt ihr Verfahren gegen Facebook ein. Das Soziale Netzwerk habe nachweislich alle Daten aus der Gesichtserkennung gelöscht und sei damit den Forderungen der Behörde entgegengekommen, heißt es.




