Freie und kostenlose Media Center Software
Freeware-Tipp: XBMC 10.1 - Media Center für alle Betriebssysteme
Der Computer ist längt zu einem besseren Fernseher geworden: Mit Web-TV und dem Streaming der Urlaubsfotos und -Filme ins Wohnzimmer wird ein gutes Media Center zum echten Vergnügen. Wer eine plattformübergreifende Lösung sucht, ist mit der Open-Source-Software XMBC gut beraten.

Inhaltsverzeichnis
- 1Ubuntu, Windows, Mac OS X
- 2XMBC testen mit der Live-CD
- 3Dateiformate
- 4Einrichten als Windows-Client
- 5Fazit
Das eigentliche Ziel der Gründer des XMBC-Projekts war nicht die Entwicklung einer Software für alle Betriebssysteme, sondern einer Media-Center-Umgebung für die Spielekonsole Microsoft Xbox. Mit der Zeit wurde die Xbox als Zielsystem aber immer unwichtiger, außerdem besitzt die Xbox 360 eine eigene Media-Center-Integration. Das Open-Source-Projekt konzentriert sich heute daher ausschließlich auf reguläre PCs und den Mac, was es besonders für heterogene Umgebungen interessant macht.
Ubuntu, Windows, Mac OS X
Die XMBC-Projektseite bietet gleich mehrere Varianten der Media Center Software an, sodass der Nutzer sich selbst die passende Datei zum Download heraussuchen muss. Am schwierigsten ist die Einrichtung unter Linux: Hier empfehlen die Entwickler, die Paketquellen unter Debian (oder Ubuntu) zu aktualisieren, sodass XMBC automatisch mit allen Abhängigkeiten aufgespielt wird. Deutlich bequemer haben es Windows- und Mac-Anwender, für die es einen Setup-Assistent gibt.
Die Systemanforderungen für den problemlosen Betrieb eines Media Center sind recht genügsam: Als Linux-Distribution empfehlen die Entwickler das Betriebssystem Ubuntu in der Version 7.10 alias Gutsy Gibbon oder neuer, unter Windows läuft das Programm ab Windows XP mit dem dritten Service Pack. Das Mac-Betriebssystem OS X wird auch in der alten Tiger-Fassung unterstützt, auch mit den PowerPC-Prozessoren älterer Apple-Geräte hat XMBC Media Center keinerlei Probleme.

XMBC testen mit der Live-CD
Für Anwender, die nicht sofort ihr System umkrempeln wollen, bietet sich ein Test der LiveCD von XMBC an. Diese kommt als ISO-Image daher und kann in jeder gängigen Virtualisierungsumgebung (etwa Oracle VirtualBox) gebootet werden. Egal ob Live-Version oder herkömmliche Ausgabe: XBMC präsentiert sich dem Nutzer beim ersten Start in einem aufgeräumten Design, dessen grafische Effekte den Vergleich mit Apples Front Row und anderen Anwendungen nicht scheuen müssen.
Die Navigation in XMBE erfolgt über eine vertikale Leiste, in der die Punkte Wetter, Bilder, Musik, Videos, Programme und System untergracht sind. Der Nutzer kann entweder mit dem Mauszeiger oder der Tastatur, oder auch mit einer geeigneten Fernbedienung, durch die Einträge blättern, wobei XBMC jeden Menüpunkt mit einem hübschen Foto rechts im Anzeigebereich illustriert. Links unten im Display sitzen drei Knöpfe für die Wiedergabe und den Zugriff auf die Wiedergabeliste sowie das Beenden des Media Centers. Dabei kann man den PC oder Mac direkt herunterfahren oder nur in den Stand-By-Modus versetzen. Natürlich lässt sich auch nur das XMBC-Programm schließen.
