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Medion Life S 16000: Günstiger 40-Zoll-LCD-Fernseher im Test
Geringer Preis, geringe Ausstattung

von Elmar Salmutter Uhr veröffentlicht

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Mit dem Life S 16000 bietet Medion einen 40-Zoll LCD-Fernseher mit vielen Multimedia-Möglichkeiten und gutem Kontrast. Wie sich der Medion in der Medien-Wiedergabe schlägt, zeigt der netzwelt-Testbericht.

Müssen es immer die großen Markennamen sein? Samsung? Panasonic? Sony? Oder tun es nicht vielleicht auch die nicht so bekannten und renommierten TV-Marken wie zum Beispiel Medion? Netzwelt testet Medions 40-Zöller Life S 16000.

Sieht mit seinem breiten Rahmen im Vergleich zu anderen TVs leicht pummelig aus: der Medion Life S 16000. Sein Standfuß ist leider nicht drehbar.

Ausstattung

Für nur 800 Euro Listenpreis bietet Medion einen 40-Zöller an, der über einen halbmatten Bildschirm und platzsparende Edge-LED-Technik verfügt. In puncto Ausstattung sieht der Life S 16000 im Vergleich zur Konkurrenz eher alt aus. So müssen Käufer beispielsweise auf Satelliten- und digitalen Kabelempfang verzichten, ebenso wie auf einen drehbaren Standfuß.

Nachteil der flachen Bauweise: Analoge Videosignale müssen über Mini-Klinken-Buchsen eingegeben werden. Die dafür notwendigen Adapter liegen bei.

Bei den Multimedia-Möglichkeiten präsentiert sich der Fernseher hingegen großzügiger: Dank Netzwerkbuchse ist der Zugriff auf Internet-Dienste wie zum Beispiel Flickr, YouTube oder Google Maps möglich. Über die USB-Schnittstelle ist außerdem die Wiedergabe von Foto-, Video- und Musikdateien möglich.

Handhabung und Klang

Licht und Schatten beim Bedienkomfort: Einerseits macht das Bildschirmmenü zwar einen übersichtlichen Eindruck, andererseits wirkt es für einen Fernseher des Jahres 2011 doch sehr simpel gestaltet und altbacken. Außerdem bereitet das Steuerkreuz auf der Fernbedienung Ärger, da die Tasten zu eng beieinander liegen - erhöhte Verdrückgefahr.

Auf der Fernbedienung sind manche Tasten wie zum Beispiel „Screen“ (Bildformat) unpassend bezeichnet.

Negativ fällt auch die Senderliste auf, weil sie alles andere als praxisgerecht vorsortiert ist. Zu allem Überfluss überlagert sie das komplette Bild, wenngleich sie zumindest transparent ist. Immerhin - feine Sache - ist die Anordnung der Sender in alphabetischer Reihenfolge mit einem einfachen Tastendruck möglich.

Sogar eine Programmtauschtaste finden die Testredakteure. Die eingebauten Lautsprecher klingen allerdings - wie bei den meisten anderen Flat-TVs auch - recht bescheiden: Bässe verzerren bei höheren Lautstärken, Musik ertönt generell blechern und leicht verzerrt. Die Tester sind es gewöhnt.

TV-Bildqualität

Im "Kino"-Modus stellt sich das natürlichste TV-Bild ein. Viel falsch machen kann man bei den Bildeinstellungen aber ohnehin nicht, weil der Medion nur über wenige Bildregler verfügt - so lässt sich die Grundhelligkeit beispielsweise nur in drei Stufen verstellen.

Werden alle Rauschfilter abgeschaltet, wirkt das Bild scharf, weist allerdings auch ein stärkeres Grieseln auf. DVB-T-Bilder sehen erwartungsgemäß sauber aus und weisen auch nur ein geringes Rauschen auf. Da der Life S 16000 eine 100-Hertz-Schaltung zur Bewegungsverbesserung besitzt, gleiten Nachrichtenticker sauber über den Bildschirm.

Bei deutlich schnelleren Bewegungen treten jedoch Verwischeffekte auf, mit denen viele Fernseher zu kämpfen haben. Nicht ganz optimal gelingen auch HDMI-576i-Signale, die oft ein Flimmern zeigen - die Vollbildkonvertierung arbeitet also nicht einwandfrei.

Blu-ray-Bild

Als Erstes spielt netzwelt den Schwarz-Weiß-Klassiker "Casablanca" auf Blu-ray zu. Ergebnis: Der Medion wirkt im Vergleich zu farbneutralen Monitoren viel zu kühl und zu steril. Dummerweise kann man an der zu lilastichigen Abstimmung aber auch nichts ändern, weil entsprechende Farbregler fehlen.

Bunte Streifen wie zum Beispiel "Transformers" sehen knallig aus, lassen aber ebenfalls Farbneutralität vermissen - Kontraste werden überbetont, Details überschärft. In Testbildern fällt zudem auf, dass der Fernseher feine Farbdetails verschluckt. Zudem wirken farbige Texte auf farbigem Grund zu unscharf. Diese Dinge fallen in der Praxis - also in Filmen - aber kaum bis gar nicht auf.

Positiv fällt der vergleichsweise hohe Kontrast auf, durch den dunkle Szenen eine gute Tiefenwirkung entfalten. Leider ist der Fernseher nicht ganz frei von Restlicht, das vor allem in den Ecken des Schirms durchschimmert. Dummerweise ist die Anpassung des Hintergrundlichts von außen nicht beeinflussbar, dafür arbeitet sie aber sehr schnell und sorgt in dunklen Szenen für ein sattes Schwarz.

Teilweise geht sie jedoch zu aggressiv vor. So fiel den Testern beispielsweise in der Montenegro-Szene von "Casino Royale" auf, dass dort Bildpumpen auftritt. Das echte 24p-Kinostottern gelingt, wenn man die 100-Hertz-Schaltung deaktiviert. Dann weisen allerdings manche Motive einen dezenten Schweif auf.

Fazit

Im Vergleich mit anderen Fernsehern tut sich der Medion Life S 16000 schwer: Seine Ausstattung ist mager, es gibt kaum Bildregler, die den lilafarbenen Bildstich beseitigen könnten, und das Bild wirkt generell etwas übertrieben und überzeichnet. Wirklich positiv fielen nur sein geringer Preis und der gute Kontrast auf. Im Internet bekommt man ihn bereits für 600 Euro.

Kommentare zu diesem Artikel

Mit dem Life S 16000 bietet Medion einen 40-Zoll LCD-Fernseher mit vielen Multimedia-Möglichkeiten und gutem Kontrast. Wie sich der Medion in der Medien-Wiedergabe schlägt, zeigt der netzwelt-Testbericht.

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  • PhenomIIX4 schrieb Uhr
    AW: Medion Life S 16000: Günstiger 40-Zoll-LCD-Fernseher im Test

    Elektronikschrott??? Ich habe dieses Gerät seit einem halben Jahr - für 700 Euro - UNSCHLAGBAR! Man, man, man! Für 700 euro KANN MAN NICHT erwarten, dass dieses Gerät auch mit 2 mal so teuren Modellen mithalten könnte! Ich persönlich habe an dem bild kaum was auszusetzen, nur dieses Hintergrundlicht an den ecken - es nervt manchmal schon: Licht im Zimmer ist aus, die Filmszene dunkel und spannend - UND - das dunkle Bild LEUCHTET in den ecken!!!! Wirklich SUPER! Aber bei dieser (billigen) LED-Technik gehts nicht anders, leider...
  • webjunkie schrieb Uhr
    AW: Medion Life S 16000: Günstiger 40-Zoll-LCD-Fernseher im Test

    Und für so ein Stück Elektronikschrott soll man 800€ auf den Tisch legen? Das ist mehr als ne Frechheit? Der minderwertige E-Schrott im gehäuse überlebt höchstens die Gewährleistung und dann ab zum Wertstoffhof. MfG

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Medion Life S 16000: Günstiger 40-Zoll-LCD-Fernseher im Test
Medion Life S 16000: Günstiger 40-Zoll-LCD-Fernseher im Test
Mit dem Life S 16000 bietet Medion einen 40-Zoll LCD-Fernseher mit vielen Multimedia-Möglichkeiten und gutem Kontrast. Wie sich der Medion in der Medien-Wiedergabe schlägt, zeigt der netzwelt-Testbericht.
http://www.netzwelt.de/news/87032-medion-life-s-16000-guenstiger-40-zoll-lcd-fernseher-test.html
2011-06-12 11:24:20
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/sieht-seinem-breiten-rahmen-vergleich-anderen-tvs-leicht-pummelig--medion-life-s-16000-standfuss-leider-drehbar-bild-netzwelt6097.jpg
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