Teil des Gnome-Projekts

Vorgestellt: Evolution, das E-Mail-Programm für Linux

Der Erfolg des freien Betriebssystems Linux steht und fällt mit der Qualität der Programme für Endanwender. Über die Jahre haben sich einige Programme herausgebildet, die für einen bestimmten Zweck fast unersetzbar sind. Die Rolle, die OpenOffice unter den Büropaketen spielt, hat Evolution im PIM-Segment inne.

Evolution ist eine der beliebtesten PIM-Anwendungen für Linux. (Bild: Netzwelt)
Evolution ist eine der beliebtesten PIM-Anwendungen für Linux. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Sehr leichte Installation
  2. 2Oberfläche mit Modulen
  3. 3Ubuntu One & Evolution
  4. 4Fazit
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Die Abkürzung PIM steht für "Personal Information Management", also die Verwaltung aller täglich anfallenden Informationen - insbesondere E-Mails, Termine und Kontakte. Unter Windows hat sich als Programm für diesen Zweck Microsoft Outlook als Teil der Office-Suite etabliert, das freie Gegenstück OpenOffice.org hat seinen Nutzern noch nie eine eigene PIM-Applikation angeboten. Unter Linux wird als Standard-Anwendung daher meist Evolution mitgeliefert, das Teil des Gnome-Projekts und auch für Windows verfügbar ist.

Sehr leichte Installation

Die wichtigsten Linux-Distributionen - Ubuntu, OpenSUSE, Fedora und Linux Mint - richten Evolution schon in der Standardeinstellung auf dem PC des Nutzers ein. Wer das Programm aus Versehen deinstalliert oder an einen Desktop ohne Evolution gerät, kann das Programm über die Paketverwaltung der Distribution leicht nachrüsten. Allerdings bringt selbst das aktuelle Ubuntu 11.04 lediglich Evolution 2.28 mit. Die neueste Version 3.0 kann über die Anpassung der Paketquellen hinzugefügt werden, sie setzt aber Gnome 3.0 als Desktop-Umgebung voraus. Evolution läuft neben Linux auch unter dem Windows-Betriebssystem, leider wird die Portierung aber nicht offiziell gepflegt sondern von einem IT-Beratungshaus herausgegeben.

Im Netz gibt es hunderte Berichte über Probleme mit Evolution unter Windows, die aktuelle Version ist auch nicht offiziell für Windows Vista oder Windows 7 zertifiziert. Mit dem alten Windows XP sollte es aber keine Probleme geben. Nach der erfolgreichen Installation kann Evolution das erste Mal gestartet werden: Zu Beginn begrüßt ein Einrichtungsassistent den Nutzer, der in wenigen Minuten eine Verbindung mit dem E-Mail-Postfach des Anwenders herstellt. Für den Abruf von Mitteilungen kann Evolution wie üblich die Protokolle IMAP sowie POP3 - jeweils auch in der sicheren SSL-Variante - nutzen, der Versand erfolgt über SMTP oder einen lokalen E-Mail-Daemon, wie zum Beispiel Sendmail. Das bietet für Experten unter Linux durchaus einige Vorteile.

Die Oberfläche von Evolution ist in mehrere Module und Anzeigemodi unterteilt. (Bild: Netzwelt)
Die Oberfläche von Evolution ist in mehrere Module und Anzeigemodi unterteilt. (Bild: netzwelt)

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