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Nintendo: Hacker dringen in US-Server ein Keine Nutzerdaten entwendet

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Glück im Unglück für Nintendo: Der Konzern ist wie Konkurrent Sony Opfer eines Hackerangriffes geworden. Nutzerdaten entwendeten die Hacker allerdings nicht. Die Angreifer seien große Nintendo-Fans und wollten dem Unternehmen nicht schaden, erklärten die mutmaßlichen Hacker via Twitter.

Nach dem Sony Playstation Network ist nun auch Konkurrent Nintendo ins Visier von Hackern geraten. Das Unternehmen bestätigte, das Unbekannte vor einigen Wochen in US-Server des Unternehmens eingedrungen seien. Allerdings seien keine Nutzerdaten entwendet worden. Zum Angriff bekannte sich die Hackergruppe Lulz Security, berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press.

Lulz Security stellte die Konfigurationsdatei von Nintendo.com ins Netz. (Quelle: Screenshot)

Die Hacker veröffentlichten eine Konfigurationsdatei im Netz, die angeblich von einem Nintendo Server stammen soll. Allerdings versicherten sie zugleich auch, dass sie keinen Schaden mit der Attacke anrichten wollten. Dafür seien die Lulz Security-Mitglieder zu große Nintendo-Fans, schrieb die Gruppe im Kurznachrichtendienst Twitter. Stattdessen wollten die Angreifer auf Sicherheitslücken aufmerksam machen. Die Hacker hofften aber, dass Nintendo die Schwachstelle auf seinem Server schnell schließen werde. Dies ist inzwischen offenbar geschehen.

Sony erneut Opfer eines Hacker-Angriffes

Lulz Security hatte zuletzt mit mehreren Hacker-Angriffen für Aufsehen gesorgt. Aus Verärgerung über eine kritische Wikileaks-Dokumentation verschaffte sich die Gruppe Zugriff auf die Server der US-Fernsehanstalt PBS und veröffentlichte auf der Webseite einer Nachrichtensendung eine gefälschte Story. Zudem drangen die Hacker in die Server von Sony Pictures ein und stahlen dort Nutzerdaten. Rund eine Million Passwörter von Nutzern will Lulz Security hier kopiert haben. Die Daten hätten unverschlüsselt auf den Servern des Unternehmens gelegen.

Sony war bereits im April Opfer eines massiven Hackerangriffes geworden, in Folge dessen war das Playstation Network mehrere Wochen lang abgeschaltet. Wer hinter diesen Angriff steckt, ist noch unklar. Im Netz brüsteten sich auch andere Hackergruppen mit Angriffen auf das Entwicklerstudio Eidos sowie den Computerhersteller Acer.

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Jan Kluczniok
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