Erstes WP7-Handy bereits 2011
Unter Druck: Nokia senkt Geschäftsprognosen
Nokia muss seine Prognosen für das Geschäft mit Handys und Mobilfunkservices nach unten korrigieren. Die Ergebnisse im zweiten Quartal würden deutlich unter den bisherigen Erwartungen liegen, teilte das Unternehmen mit. Für das Gesamtjahr 2011 will Nokia vorerst lieber keine Prognosen mehr abgeben. Immerhin ist man in Espoo aber optimistisch noch Ende des Jahres ein erstes Smartphone mit Windows Phone 7 auf den Markt zu bringen.
Als Grund für die Senkung der Geschäftsprognosen gab Nokia die aktuelle Marktsituation an. Vor allem in Europa und China gerate der Hersteller unter enormen Druck durch preisgünstige Konkurrenten. Der Absatz günstiger Handys hatte bei Nokia längere Zeit über die Misserfolge im Smartphone-Sektor hinweg getäuscht, wo der Hersteller den Anschluss an die Konkurrenz verloren hat. Bereits Anfang des Jahres hatte Nokias neuer Chef Stephen Elop jedoch davor gewarnt, dass Android-Handys auch immer stärker in niedrigere Preissegmente vordringen würden.
Aktie bricht ein
Die unerwartete Gewinnwarnung hat bei den Nokia-Aktionären für Bestürzung gesorgt. Die Aktie brach nach der Verkündung um über zehn Prozent ein. Eine Hoffnung bleibt den Aktionären aber, die Umstellung des Smartphone-Sektors auf Microsofts neues Handy-OS Windows Phone 7 (WP7) schreitet schneller voran als geplant.
Bereits Ende des Jahres rechnet Stephen Elop mit der Veröffentlichung des ersten Nokia WP7-Handys. Dieses wird bereits von Werk aus mit dem Mango-Update ausgerüstet sein, das zahlreiche wichtige Funktionen nachrüstet. Allerdings sind die bisherigen WP7-Verkaufszahlen alles andere als rosig. Marktforscher prognostizieren dem Betriebssystem aber eine große Zukunft.
