Neue Notebook-Kategorie
Intels "Ultrabooks": Kreuzung aus Laptop und Tablet
Intel hat auf der Computex eine neue Kategorie von portablen Computern angekündigt. Die so genannten Ultrabooks sind sehr dünne und leichte Laptops mit Tablet-Eigenschaften. Asus stellte mit dem UX21 bereits ein erstes Gerät dieser neuen Kategorie vor. Die Ultrabooks sollen der Computer-Industrie helfen, mit den Tablets konkurrieren zu können.
Sean Maloney, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Intel, sagte auf der Computertex, dass bis Ende 2012 die Ultrabooks bereits 40 Prozent des Laptop-Marktes ausmachen werden. Die neuen Computer sollen die Leistung und Fähigkeiten von Notebooks mit Tablet-Eigenschaften verbinden und ein sehr reaktionsfähiges und sicheres Erlebnis in einem dünnen, leichten und eleganten Design bieten.
Weniger als 20 Millimeter dick
Die Ultrabooks sollen dabei maximal 20 Millimeter dick sein und mehrheitlich unter 1.000 US-Dollar kosten. Außerdem plant Intel den Einsatz seiner neuen Prozessor-Generation, die den Codenamen "Ivy Bridge" trägt, in den neuen Notebooks ein. Die Ivy Bridge-Prozessoren sollen in der ersten Jahreshälfte von 2012 erhältlich sein. Sie bieten unter anderem eine verbesserte Energieeffizienz und Neuerungen bei der visuellen Leistung.
Erste Ultrabooks werden laut Maloney allerdings bereits pünktlich zur Weihnachtszeit auf den Markt kommen, mit dabei der Asus UX21. Bei diesem Ultrabook kommt die zweite Generation der Intel Core-Prozessoren zum Einsatz, auch der i7-Chipsatz. Das UX21 ist an seiner dicksten Stelle gerade einmal 17 Millimeter dick und macht so dem MacBook Air von Apple und der Samsung 9Series Konkurrenz.
Außerdem bietet das Notebook die so genannte Instant On-Funktion und ist so in Sekundenschnelle einsatzbereit. Diese Funktion ist von Tablets wie dem iPad oder dem Motorola Xoom bereits bekannt und kommt auch beim MacBook Air zum Einsatz.
Aus dem Smartphone wird ein Flachrechner
Das UX21 ist nicht das einzige Gerät, das Asus auf der Computex vorstellt. Das Asus Padfone bietet eine Kombination aus Smartphone und Tablet. Ähnlich wie das Motorola Atrix in ein Netbook verwandelt werden kann, können Nutzer das Asus-Smartphone zum Tablet-PC umfunktionieren, indem sie das Handy in das Gehäuse eines Flachrechners einsetzen. So möchte Asus seinen Nutzern die Wahl zwischen zwei Bildschirmgrößen ermöglichen.


Lange war das MacBook Air von Apple für Windows-Nutzer unerreichbar, doch mit den neuen Ultrabooks können sie zu Mac-Usern aufschließen. Die Notebook-Klasse zeichnet sich durch eine flache und leichte Bauweise aus, aber auf Leistung muss der Anwender nicht verzichten.
Optisch und von den Maßen ähneln die Zenbooks von Asus den MacBook Air-Modellen von Apple. Dies ist auch das Ziel der sogenannten Ultrabooks, sie wollen Apples flachen Laptops Konkurrenz machen.
Samsung will offenbar im nächsten Jahr die Produktion von Netbooks einstellen. Stattdessen will sich das Unternehmen auf Ultrabooks und leichte Notebooks konzentrieren.
AMD will den Intel Ultrabooks Konkurrenz machen. Der Hersteller plant eine eigene Geräteklasse von dünnen Subnotebooks mit dem Namen Ultrathin. Der Preis soll 200 US-Dollar unter den Intel-Modellen liegen.
Ultrabooks sind besonders flach, leicht und klein. Gerade der letzte Punkt stört vor allem Europäer. Dies wirkt sich einem neuen Bericht zufolge negativ auf die Verkaufszahlen der Ultrabooks aus.
Intel stellte vor rund einem Jahr mit den Ultrabooks eine neue Produktkategorie vor. Die flachen Notebooks sollen dem MacBook Air Konkurrenz machen. Ob sie das schaffen, klärt die aktuelle Folge von netzwelt-TV.
Auf der Computex in Taipeh hat Asus das neue Ultrabook Taichi vorgestellt. Das Gerät verfügt über zwei Displays und lässt sich sowohl als Tablet als auch als Ultrabook nutzen.




