Für schwächere Rechner geeignet
Linux Mint 11: Neues Ubuntu-Derivat mit alter Gnome-Version
Das Ubuntu-Betriebssystem hat für den Wechsel zu Unity heftige Kritik eingefahren, praktisch jeder der Konkurrenten setzt auf Gnome 3. Es gibt aber auch Distributionen, die den modernen 3D-Desktops bisher überhaupt nichts abgewinnen können: So basiert das jüngste Linux Mint 11 auf der alten Gnome 2er-Serie.

Inhaltsverzeichnis
- 1Gnome 2.32 in Linux Mint
- 2Solider Software Manager
- 3Fazit
Unter den großen Linux-Distributionen richtet sich lediglich Ubuntu konsequent auf die Bedürfnisse von Endanwendern aus, Fedora Core und OpenSUSE müssen immer den Hintergrund ihrer Enterprise-Linux-Editionen im Blick behalten. Obwohl Unity in Ubuntu 11.04 noch größere Einfachheit für Otto Normalverbraucher bringen soll, ist die Distribution nicht perfekt. Linux Mint 11 versucht, die wenigen Lücken von Ubuntu Linux zu schließen. Die neue Version ist wie geplant einige Tage nach der Veröffentlichung von Ubuntu erschienen.
Gnome 2.32 in Linux Mint
Das Betriebssystem Linux Mint 11 stammt direkt von Ubuntu 11.04 ab und nutzt dessen Pakete als Grundlage. Bei einem der heftigsten Kritikpunkte der neuen Version gehen die Entwickler einen konservativen Weg: Sie haben sich für Gnome 2.32 als Desktop-Umgebung entschieden und ersparen dem Nutzer damit sowohl Unity als auch das neue Gnome 3. So unterschiedlich die beiden Desktop-Plattformen auch sind, sie haben einen Nachteil gemeinsam: Ohne leistungsfähige Grafikkarte mit 3D-Beschleunigung funktionieren sie nicht richtig. Besonders für schwache Netbooks und ältere PCs ist Linux Mint 11 daher interessant, da es neue Software mit einem stabilen Desktop kombiniert.

Die niedrigen Hardware-Voraussetzungen haben die Entwickler auch bei einem anderen Punkt im Blick: Wer nur eine langsame Internetverbindung besitzt, wird sich über die neue LiveCD von Linux Mint 11 freuen. Diese ist im Gegensatz zur LiveDVD nur knapp 700 Megabyte groß, bringt allerdings weder Java noch die MP3-Unterstützung der regulären Version. Wer nachträglich die CD-Fassung auf das Niveau der DVD-Variante anheben will, kann dazu einen neuen Einrichtungsassistenten nutzen: Im Startmenü ist ein kleines Programm verlinkt, das den Upgrade-Prozess zuverlässig erledigt und nach dem erfolgreichen Abschluss automatisch verschwindet. Wer nur die Multimedia-Fähigkeiten, inklusive Codec für MP3-Musik, nachrüsten will, ohne gleich Java und OpenOffice zu ergänzen, kann auch das über einen separaten Menüpunkt tun.
Solider Software Manager
Linux Mint 11 basiert auf dem gleichen Linux-Kernel wie Ubuntu 11.04, auch die restlichen Kernkomponenten sind identisch mit der Distribution von Canonical. So ersetzt LibreOffice das alte OpenOffice.org, statt der Musikverwaltung Rhythmbox kommt Banshee zum Einsatz. Als grafische Umgebung dient X.org 7.6.
Bezüglich des Software Center haben die Programmierer eine eigenständige Lösung eingebaut: Der sogenannte Software Manager sieht in der neuen Version ein bisschen wie Apples App Store aus. Zu jeder Anwendung kann der Nutzer genauestens nachvollziehen, welche Pakete aus dem Web geladen werden und wie groß das benötigte Datenvolumen ist. Auch der Update Manager in Linux Mint 11 wurde aufgebohrt, so ist zum Beispiel der unnötige Dialog für die Fertigstellung einer Aktualisierung verschwunden. Mehrere Updates werden jetzt gleichzeitig im Hintergrund geladen, was den Update-Prozess etwas beschleunigen soll.

Die restliche Änderungen, die Linux Mint 11 in den sogenannten Release Notes auflistet, betreffen fast ausschließlich die grafischen Eigenschaften des Linux-Betriebssystems. Das Aussehen des Mint-Design wurde grundlegend aufgebessert, die Suchfunktion ist nun besser in Mozilla Firefox und Chromium integriert.
Fazit
Linux Mint 11 ist ein grundsolides Betriebssystem, das auf Basis von Ubuntu 11.04 viele neue Programme bietet. Durch den Verzicht auf Gnome 3 und auch Unity ist es hauptsächlich für solche Benutzer interessant, die den 3D-Desktops nichts abgewinnen können. Obwohl das angestaubte Gnome 2.32 zum Einsatz kommt, sieht die Oberfläche durch das Mint-Design sehr schick aus. Die technischen Unterschiede zu Ubuntu 11.04 sind gering, lediglich beim Software Manager und Systemeinstellungen sind sie deutlich zu erkennen.

linux mint ist besser für netbooks geeignet, als das neue ubuntu 11.10 was es noch immer nicht gibt als finale version. Nutze zorin os mit remastersys, was leider nicht geht mit linux mint 11 und ubuntu 11.04, habe...
Ubuntu verhaut sich beim upgrade von 10 auf 11 beim mounten der HD- ist da Mint geschickter bei Foxconn ATOM Platformen?