Die neue Version löst sich endgültig von Oracle-Altlasten

LibreOffice 3.4: Deutlicher Vorsprung gegenüber OpenOffice.org

Mit der jüngsten Generation von Linux-Betriebssystem wird es schwer für Oracle: Praktisch jede Distribution hat von OpenOffice.org auf den Ableger LibreOffice gewechselt, weil die Zukunft des Mutterprojekts ungeklärt ist. Mit der neuen Version des Büropakets schafft LibreOffice noch mehr Abstand zur Konkurrenz.

LibreOffice 3.4 unterstützt griechische Aufzählungs- und Listenpunkte. (Bild: Document Foundation)
LibreOffice 3.4 unterstützt griechische Aufzählungs- und Listenpunkte. (Bild: Document Foundation)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Einrichten & Unterschiede
  2. 2An den Details geschraubt
  3. 3Unity und toter Quellcode
  4. 4Fazit
  5. 5Download und mehr
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OpenOffice.org gehört neben dem freien Betriebssystem Linux zu den bedeutendsten Open-Source-Anwendungen überhaupt. Doch das Büropaket verliert immer mehr an Boden, nachdem Oracle die Firma Sun Microsystems übernommen hat und eine chaotische Open-Source-Politik an den Tag legt. Mit der neuen Version 3.4 geht LibreOffice seinem Mutterprojekt nun erstmals vorweg, statt als bloßer Ableger zu fungieren.

Einrichten & Unterschiede

Es war eigentlich geplant, dass LibreOffice 3.4 bereits am ersten Juli erscheinen sollte. Die Entwickler liegen nun leicht hinter ihrem selbst geplanten Versionszyklus, während bei OpenOffice.org eine neue Version derzeit nicht absehbar ist. Nach der Ankündigung von Oracle, das eigene Büropaket nach dem Vorbild von LibreOffice in ein unabhängiges Projekt zu überführen, ist die Entwicklung an OpenOffice.org 3.4 offenbar eingestellt – jedenfalls nennt das offizielle Projektwiki derzeit kein bestimmtes Erscheinungsdatum mehr.

Der sogenannte Release Candidate von LibreOffice 3.4, der bereits alle neuen Funktionen der Office-Suite enthält, kann derzeit auf der Projektseite heruntergeladen werden. Wie gewohnt gibt es eine Version für Windows 2000 und Mac OS X 10.4 Tiger oder neuer, sowie DEB- und RPM-Pakete für diverse Linux-Betriebssysteme. Jede Version kann ganz nach Belieben des Nutzers als 32- oder 64-Bit-Paket geladen werden. Im Gegensatz zu OpenOffice.org gibt es bei LibreOffice 3.4 keine eigenständigen Sprachausgaben, sondern die englischsprachige Hauptversion muss durch einen sogenannten Language Pack erweitert werden. Der Nutzer muss also immer zwei Dateien herunterladen, was geringfügig mehr Aufwand für ihn bedeutet.

Mit dezenten Schlagschatten sehen Dokumente in LibreOffice 3.4 etwas schöner aus. (Bild: Document Foundation)
Mit dezenten Schlagschatten sehen Dokumente in LibreOffice 3.4 etwas schöner aus. (Bild: Document Foundation)

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