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Streaming von Mac zu Mac: Pfiffige Zusatzsoftware für AirPlay
Programme für die Drahtlos-Technologie

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Als AirPlay-Empfänger kommen die Streaming-Box Apple TV, die Basisstaton Apple AirPort Express oder Lautsprecher von Drittherstellern in Frage. Andere Wege sind von Apple bisher nicht vorgesehen. Doch es gibt Abhilfe in Form von Zusatzsoftware - netzwelt stellt nützliche AirPlay-Erweiterungen vor.

Die kabellose Streaming-Technologie AirPlay von Apple ist nützlich, besitzt aber nur eine begrenzte Reichweite. Wer die Liste an Empfangsgeräten und Streamingquellen erweitern möchte, muss sich auf die Suche nach ergänzender Software begeben. Netzwelt hat einige Vorschläge parat.

Standardmäßig sind nur das Apple-eigene Streaming-Gerät für Flachbildfernseher Apple TV, die Basisstation AirPort Express oder Lautsprecher von Drittherstellern in der Lage, AirPlay-Streams entgegenzunehmen. Das grenzt mögliche Einsatzszenarien für die drahtlose Übertragung von Multimediadateien arg ein.

Erst mit Zusatzsoftware erweitert der Anwender das Spektrum und auch der Mac selbst wird zum AirPlay-Receiver. Das Programm Air Server etwa spielt iTunes-Inhalte, Fotos, Diashows und Youtube-Videos von iOS-Geräten auf Mac-Rechner ab und streamt Inhalte von Mac zu Mac. Auch über Apps von Drittherstellern ist eine Übertragung von Gerät zu Gerät möglich. Im Test funktionierte die Software recht flüssig, sowohl was den Transport von Audio- und Filmdateien von Mac-Notebook zu Mac-Notebook angeht als auch bei der Übertragung von iTunes-Songs und Youtube-Filmen von einem iPhone 4 auf ein Mac-Notebook als Empfänger im Netzwerk.

Für rund sechs Euro ist die AirPlay-Zusatzsoftware Banana TV der Entwicklerin Erica Sadun erhältlich. (Quelle: Screenshot)

AirServer und BananaTV

Der AirServer ist zum Preis von rund fünf US-Dollar erhältlich, umgerechnet rund 3,60 Euro. Heruntergeladen werden kann die Anwendung über die Seite des Herstellers, ein Download im Mac App Store ist nicht möglich. Zur Installation wird Mac OS X Tiger, Leopard oder Snow Leopard benötigt, zudem muss ein iOS-Gerät als möglicher Sender mit dem mobilen Betriebssystem in der Version ab 4.2.1 ausgerüstet sein. Notwendig zur Übertragung von Medieninhalten ist auch eine Verbindung mit dem selben WLAN-Netzwerk.

Als Alternative zu AirServer steht Banana TV zur Verfügung. Das Programm empfängt ebenfalls Videos oder Bilder von iOS-Geräten wie dem iPad, iPhone oder iPod Touch auf jedem netzwerkfähigen Mac. Auch spielt das Programm Streams von anderen Apple-Notebooks oder Desktop-Macs ab - dies haben wir im Test aber nicht überprüft. BananaTV kostet mit rund acht US-Dollar, umgerechnet knapp sechs Euro.

Pfiffige Zusatzsoftware für AirPlay

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Die Programmiererin Erica Sadun bietet eine Reihe an Zusatzsoftware für Apples Streaming-Technologie an, darunter das kostenpflichtige Programm Banana TV. (Bild: Screenshot)

AirPlayer und AirFlick

Die Entwicklerin von Banana TV Erica Sadun ist schon mit einer Reihe anderer Programme auf Basis von Apples Streaming-Technologie aufgefallen. Mit dem kostenlosen AirPlayer etwa ist Foto- und Videostreaming von iOS-Geräten auf einem Mac möglich. Im Test funktionierte das Abspielen von Youtube-Filmen aber nicht. Fotos präsentiert der Mac via AirPlayer dagegen recht flüssig, das Abspielfenster passt sich aber nicht automatisch an die Größe der Bilder an. Besser, der Anwender wechselt sofort in den Vollbildmodus.

Während der AirPlayer ein Apple TV-Gerät auf dem Mac emuliert, überträgt die Gratis-Software AirFlick Dateien wie Bilder, Videos und auch PDFs per Drag-and-Drop an die zweite Version der Streaming-Box von Apple. Mit der Erweiterung Bruce von Sadun dagegen werden lokale Wetterinformatinen, Live-Screenshots oder die aktuelle Zeit auf Apples Multimedia-Hardware transferiert.

Audiostreaming via Airfoil

Die Streaming-Technologie AirPlay gab es auch schon vor der Veröffentlichung von iOS 4.2. Zu der Zeit hieß sie allerdings AirTunes und Audiostreams gelangten ausschließlich via iTunes an per AirPort Express-Basisstation angeschlossene Musikanlagen. Als flexible Alternative für die Audioübertragung taugte schon damals das Programm Airfoil. Airfoil zapft viele Audioquellen an und überträgt diese an den AirPort-Adapter, Apple TV, iPhone-, iPod-, iPod Touch-Modell und auch PC und Mac-Rechner. Das Programm kostet 25 US-Dollar, umgerechnet knapp 18 Euro, kann aber gratis getestet werden. Bei Übertragungen länger als zehn Minuten wird allerdings eine Lärmquelle automatisch zwischengeschaltet.

Als Audio-Ausgangsmaterial dienen sowohl Inhalte von Webseiten als auch jede andere, installierte Software. Nach der Auswahl ist aber ein Neustart der Quelle notwendig, sonst lässt sich der Sound nicht an die Empfänger-Hardware leiten. Airfoil kann bei Bedarf an beliebige Geräte im Netzwerk streamen - die Auswahl lässt sich leicht in dem Programm selektieren. Sinnvoll ist der Einsatz des Programms etwa für die Videoübertragung, wenn sich eine per AirPort Express angeschlossene Stereoanlage im Netzwerk befindet und den Sound entgegennehmen soll. Bewegte Bilder kann das Programm nicht weiterleiten.

Die Software AirServer kann über die Systemeinstellungen in Mac OS X administriert werden.

Fernbedienung in der Mac-Version von Airfoil

Hersteller Rogue Amoeba bietet für Airfoil auch eine kostenlose App für iOS-Geräte, mit der auch die mobile Apple-Hardware zum Soundempfänger wird. Im Test machte das Programm aber auf eine Firewall aufmerksam, die die Übertragung von einem Windows-Rechner auf ein iPhone 4 verhinderte. Jedoch sahen die Firewall-Einstellungen eine Freigabe für das Programm vor. Die Audioübertragung von einem Windows-Rechner auf ein Mac-Notebook funktionierte hingegen tadellos.

Netzwelt testete die Windows-Version von Airfoil, wobei der Leistungsumfang der Mac-Variante größer ist. So kann das Programm von einem Apple-Rechner als Empfänger auch aus der Ferne bedient werden. Airfoil für Windows ist nicht so flexibel.

RaopX und ShairPort

Als Alternative zu Airfoil auf dem Mac taugt das Gratis-Programm RaopX zusammen mit dem kostenlosen Audiorouter-Werkzeug Soundflower. Allerdings kann man mit der Software nur die Basisstation AirPort Express beliefern, zudem setzt die Installation und Einrichtung Terminal-Kenntnisse voraus. Auf der Seite des Entwicklers gibt es hierzu Informationen.

Interessant für das Audiostreaming von Mac zu Mac ist auch ShairPort - eine Perl-Anwendung, die eine Apple AirPort Express-Basisstation emuliert. Die Installation ist recht aufwändig, ist aber auf github.com dokumentiert. ShairPort lässt sich auf Windows- und Linux-Rechnern installieren, die auf diese Weise ebenfalls als AirPlay-Empfänger in Frage kommen.

Der Hersteller Rogue Amoeba bietet die AirPlay-Erweiterung Airfoil für 25 US-Dollar, umgerechnet rund 18 Euro an. (Quelle: Screenshot)

Fazit: Erweiterungen zeigen weitere Einsatzmöglichkeiten von AirPlay

Der Wandel von AirTunes zu AirPlay hat den Leistungsumfang der Streaming-Technologie stark erweitert. Allerdings kommen als potentielle AirPlay-Empfänger bisher nur AppleTV, AirPort Express und zertifizierte Lautsprecher von Drittherstellern in Frage. Das Streaming von Mac zu Mac oder von iOS-Geräte an einen Mac oder PC ist nicht möglich.

Hier dienen sich einige der vorgestellten Lösungen an, für den Fall etwa, dass man seine iPhone-Bilder am Mac oder Windows-Rechner präsentieren möchte. Mit einem künftigen iOS-Update könnte Apple aber einige AirPlay-Funktionen nachrüsten. Dann dürften die präsentierten Erweiterungen nur noch zweite Wahl sein.

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Als AirPlay-Empfänger kommen die Streaming-Box Apple TV, die Basisstaton Apple AirPort Express oder Lautsprecher von Drittherstellern in Frage. Andere Wege sind von Apple bisher nicht vorgesehen. Doch es gibt Abhilfe in Form von Zusatzsoftware - netzwelt stellt nützliche AirPlay-Erweiterungen vor.

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Streaming von Mac zu Mac: Pfiffige Zusatzsoftware für AirPlay
Als AirPlay-Empfänger bleiben Desktop-Macs und Apple-Notebooks außen vor. Nützliche Zusatzsoftware erweitert das Streaming-Netzwerk.
http://www.netzwelt.de/news/86910-streaming-mac-mac-pfiffige-zusatzsoftware-airplay.html
2011-05-29 11:36:17
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/rund-sechs-euro-airplay-zusatzsoftware-banana-tv-entwicklerin-ericqa-sadun-erhaeltlich-bild-screenshot5931.png
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