Gold Farming im Arbeitslager

China: Gefangene werden zu Online-Gaming gezwungen

Chinesische Gefangene müssen offenbar nicht nur Strafarbeit im Tagebau leisten, sondern auch Nachtschichten vor dem Computer einlegen und dort Charaktere in Online-Games aufbauen oder Items erspielen, die dann gewinnbringend an andere Spieler verkauft werden. Das berichtet die britische Tageszeitung The Guardian unter Berufung auf einen ehemaligen Insassen des Arbeitslagers Jixi im Nordosten Chinas.

Im Internet werden Charaktere und Items aus Online-Games gehandelt. (Bild: Screenshot)
Im Internet werden Charaktere und Items aus Online-Games gehandelt. (Bild: Screenshot)
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Wie der 54-Jährige berichtete, sei er einer von rund 300 Insassen gewesen, die bei Nacht zum Online-Gaming gezwungen wurden - bis zu zwölf Stunden will er vor dem Rechner gehockt haben. Laut seiner Aussage soll das Arbeitslager hierdurch bis zu 570 Euro pro Tag eingenommen haben. Erreichte ein Insasse die gesetzten Ziele in der virtuellen Welt nicht, drohten ihm Prügelstrafen durch die Gefängniswärter. "Wir haben so lange gespielt bis wir kaum noch etwas sehen konnten", sagte der 54-Jährige gegenüber dem Guardian.

Immer noch Praxis

Zwar haben die staatlichen Stellen durch neue Gesetze den Handel mit virtuellen Währungen erschwert, der Informant des Guardian geht aber davon aus, dass Insassen in chinesischen Gefängnissen weiterhin zum Spielen gezwungen werden. Das gezielte Spielen zum Erwerben virtueller Güter und dem anschließenden Weiterverkauf wird aber nicht nur in Gefängnissen praktiziert. Gold Farming, wie diese Art des Spielens auch genannt wird, ist seit längerem in China gängige Praxis.

Spielehersteller drohen zwar bereits mit Konsequenzen und versuchen gegen entsprechende Praktiken vorzugehen, der Markt des Gold Farming ist allerdings nur schwer zu regulieren. Und an Nachwuchskräften mangelt es nicht, die Einnahmen aus dem Gold Farming sind oft deutlich höher als die aus anderen Arbeiten in China.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Unglaublich, was es so gibt auf der Welt. Dieser Artikel ist traurig, aber irgendwo ist die Story auch komisch-kurios. Ich wette euch fallen auch so einige Persönchen ein, die sich gerne solch einer Strafarbeit...

Wo ist das Problem diese Farms zu identifizieren? Ich muss doch nur prüfen ob es Accounts gibt, die lange Zeiten nach festen Mustern online sind, und gemeinsam über eine IP kommen.

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