Gütesiegel für Webseiten und Dienstleistungen
Stiftung Datenschutz: Ministerin Aigner treibt Gründung voran
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) treibt die Gründung einer deutschen Datenschutz-Organisation voran. Noch in diesem Jahr soll die "Stiftung Datenschutz" ihre Arbeit aufnehmen und nach dem Vorbild der Stiftung Warentest Dienstleistungen und Internet-Angebote hinsichtlich des Datenschutzes bewerten, berichtet die Tageszeitung Passauer Neue Presse.
Analog zur Stiftung Warentest soll auch ein Gütesiegel entwickelt werden, an dem sich die Verbraucher orientieren können. Die Anschubfinanzierung für die Stiftung in Höhe von zehn Millionen Euro stehe für dieses Jahr schon bereit. Mit ihrem Kabinettskollegen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) habe sie ebenfalls schon Einigkeit über das Thema erzielt, sagte Aigner gegenüber der Zeitung.
Vorbild Stiftung Warentest
Die Gründung einer Stiftung Datenschutz ist seit längerem von der Regierung geplant. Lange Zeit aber schien dies nur eine Absichtserklärung zu sein. Nun werden die Planungen aber offenbar konkreter: Im Februar legte beispielsweise der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar ein Diskussionspapier zum Aufbau und Struktur der Stiftung vor. Die geplante Stiftung Datenschutz soll sich dabei an der Verbraucherschutzorganisation Stiftung Warentest orientieren.
Diese wurde 1964 von der damaligen Bundesregierung ins Leben gerufen mit dem Ziel ein möglichst neutrales Warentestinstitut zu schaffen, das unabhängige Warentests nach wissenschaftlichen Methoden durchführt. Um die Unabhängigkeit zu gewährleisten wird die Stiftung allein durch die Erlöse aus dem Verkauf der Testberichte finanziert. Anzeigen verkauft die Stiftung nicht, sie erhält aber derzeit als Ausgleich hierfür noch Mittel vom Staat. Langfristig soll die Stiftung aber auch hiervon unabhängig werden.

Die Stiftung Warentest hat den Umgang sozialer Netzwerke mit privaten Nutzerdaten untersucht. Das Ergebnis: Acht von zehn Portalen zeigten "deutliche" oder "erhebliche" Mängel. Beim Datenschutz schnitten US-Netzwerke wie Facebook am schlechtesten ab.
Die Stiftung Warentest untersuchte für die aktuelle Ausgabe ihrer Zeitschrift "test" 28 Energiesparlampen mit warmweißen Licht und kam zu einem ernüchterndem Ergebnis: Die Glühlampen halten die Qualitätsversprechen der Hersteller nur in Ausnahmefällen ein.
Die Stiftung Warentest hat den Notebook-Reparaturservice von zehn Unternehmen untersucht. Nur zwei Dienste schneiden mit "gut" ab.
Weihnachten rückt immer näher und viele Menschen verschicken ihre Geschenke als Pakete. Diese sollten Nutzer allerdings sehr gut einpacken, denn die Stiftung Warentest hat gezeigt, dass 40 Prozent der Pakete beschädigt ankommt.
Die Mozilla Stiftung will Entwickler von Firefox Plug-Ins dazu bringen ihren Code zu optimieren, denn viele Erweiterungen bremsen den Browser teilweise um bis zu 74 Prozent aus. Mozilla will die Nutzer vor solchen nun konsequent warnen.
Ein Vorteil von Smartphones ist, dass Nutzer damit bequem und einfach im Internet surfen können. Allerdings weist E-Plus hier deutliche Schwächen auf: Das Netz ist hier besonders langsam. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest.
Welche Hotelbuchungs- und Hotelvermittlungsportale sind die besten? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest für ihre Mai-Ausgabe nachgegangen. Hrs.de, booking.com und Holidaycheck schnitten am besten ab.




