Brief an Lodsys

Patentstreit: Apple auf Seiten der Entwickler

Apple hat sich jetzt zu den Patentforderungen des US-Unternehmens Lodsys gegenüber Entwicklern von iOS-Apps geäußert. In einem Brief an den Patentvertreter stellt sich Apple hinter die Entwickler und weist die Forderungen von Lodsys zurück.

Apples Anwalt Sewell erklärt Lodsys, wie Apple die Situation mit den Lizenzen sieht. (Bild: Screenshot)
Apples Anwalt Sewell erklärt Lodsys, wie Apple die Situation mit den Lizenzen sieht. (Bild: Screenshot)
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Lodsys hatte mehrere Anbieter von Apps für das iPhone, das iPad oder den iPod touch angeschrieben und eine Lizenzgebühr verlangt. Dabei geht es um ein Patent, das die In-App-Verkäufe abdeckt. Einige Anwendungen bieten Nutzern in solch einem Fall die Möglichkeit, zusätzliche Funktionen oder Inhalte direkt aus der App heraus zu kaufen. Lodsys hatte von den Entwicklern eine Umsatzbeteiligung in Höhe von 0,575 Prozent und zwar für alle künftigen und bisherigen Einnahmen gefordert.

Lodsys soll Vorwürfe zurücknehmen

In dem Brief an Lodsys erklärt Apples Anwalt Bruce Sewell jetzt, dass Apple unbestreitbar eine Lizenz für diese Patente besitze und die Entwickler ebenfalls durch diese Lizenz geschützt werden. Es gebe keine Grundlage für die Behauptungen einer Lizenzverletzung, die Lodsys gegenüber den Entwicklern erhebt. Apple sei darauf vorbereitet, die Lizenzrechte rechtlich zu verteidigen, erklärt Sewell weiter. Außerdem fordert der Anwalt Lodsys dazu auf, alle Vorwürfe gegenüber den Entwicklern zurückzunehmen.

Die Technologie, die von Lodsys in den Forderungen angesprochen wird, sei eine Technologie, die Apple an Entwickler weiter geben dürfe, führt Sewell weiter aus. Diese lizenzierten Produkte und Dienste würden es App-Entwicklern ermöglichen, mit den Endkunden zu kommunizieren, indem sie dafür die von Apple selbst lizenzierte Hardware, Software, APIs (Programmierschnittstellen), Speicher, Server und Oberflächen inklusive dem Apple App Store nutzen. Neben Lodsys hat Apple auch Entwickler über den Standpunkt des Unternehmens informiert.

Apple selbst hatte zuvor Kritik wegen den In-App-Käufen einstecken müssen und die amerikanische Kartellbehörde FTC will die Vermarktung und den Vertrieb von entsprechenden Anwendungen prüfen. Außerdem untersuchen das Justizministerium und die Kartellbehörde die neuen Abo-Richtlinien.  

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: iOS App, App, Apple App Store, Apple iOS und App Store.

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