Nach jahrelanger Verzögerung

Europäische GPS-Alternative: Erste Galileo-Satelliten ab Oktober im All

Die Europäische Kommission, die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und Arianespace haben den Starttermin für die ersten beiden Satelliten für Galileo bekannt gegeben. Am 20. Oktober diesen Jahres sollen sie mit einer von Arianespace vermarkteten Sojus-Trägerrakete ins All gebracht werden. Die Rakete wird vom europäischen Weltraumhafen Kourou in Franösisch-Guyana starten.

?
?

Am 20. Oktober werden die ersten beiden Galileo-Satelliten ins All geschickt. (Bild: ESA)
Am 20. Oktober werden die ersten beiden Galileo-Satelliten ins All geschickt. (Bild: ESA)
Werbung

Dem Start der ersten beiden Satelliten in den Weltraum sollen noch eine ganze Reihe weiterer Starts von Galileo-Satelliten folgen, die von Arianespace durchgeführt werden. Die Satelliten werden auf eine Höhe von rund 23.600 Kilometern gebracht. Die ersten Navigationsdienste sollen dann mit Hilfe von 18 Satelliten im Jahr 2014 zur Verfügung gestellt werden. Mit Hilfe weiterer Satelliten soll Galileo im Jahr 2019 vervollständigt werden - insgesamt 30 Satelliten sollen dann die Erde umkreisen.

Betriebsaufnahme ursprünglich für 2008 geplant

Mit der Betriebsaufnahme im Jahr 2014 hat sich diese um ganze sechs Jahre verzögert. Ursprünglich sollte Galileo nämlich im Jahr 2008 an den Start gehen - die ersten Satelliten sollten bereits 2006 ins All geschickt werden. Eine Testumgebung für Galileo wurde im Februar diesen Jahres in Berchtesgaden eröffnet. Hier werden die Anwendungsmöglichkeiten von Galileo unter realen Umgebungs- und Einsatzbedingungen getestet.

Die Europäische Union möchte mit Galileo unabhängig vom amerikanischen Global Positioning System (GPS) und dem russischen System Glonass werden. Dabei ist Galileo zu GPS kompatibel, kann aber eigenständig genutzt werden.

Am 20. Oktober werden gleich zwei Premieren gefeiert: Zum einen werden die ersten Galileo-Satelliten ins All geschickt, zum anderen wird zum ersten Mal eine Sojus-Rakete von Kourou aus starten. Die neue Startanlage ist aus einer Zusammenarbeit der ESA und Russland, wo die Sojus-Raketen gebaut werden, entstanden.

Mehr zum Thema »

Links zum Thema


Alle netzwelt-Specials

So geht's Erste Schritte Facebook - Beginner's Guide

Für alle, die schon lange damit liebäugeln, ein Mitglied Facebooks zu werden, und sich bisher nicht trauten, kommt nun der Facebook Beginner's...

Samsung Tarifvergleich Wo ist das Samsung Galaxy S3 am günstigsten?

Netzwelt hat sich durch den Tarifdschungel geschlagen und nachgerechnet, bei welchem Anbieter ein Samsung Galaxy S3 mit einer All-Net-Flat am...



Forum