Foto-Straßendienst soll im Frühherbst starten
Bing Streetside: Microsofts Kamerawagen sind unterwegs
Nach Googles Street View-Autos rollen nun die Microsoft-Kamerawagen durch Deutschland. Noch im Mai sollen die bayerischen Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen und die Region Augsburg abgelichtet sein. Erste Bilder wird es ab dem frühen Herbst im Netz zu sehen geben, berichtet der Bayerische Rundfunk.
Ab der Veröffentlichung sollen Nutzer dann auch die Verpixelung ihres Hauses beantragen können. Einen Vorabwiderspruch wie Konkurrent Google ihn einräumte, lehnt Microsoft weiter ab. Zwar hatten die Verbraucherzentralen in Deutschland zuletzt einen entsprechenden Musterbrief hierfür veröffentlicht, doch der Softwareriese aus Redmond stellt sich stur und wird entsprechend eingesendete Briefe wohl nicht bearbeiten. Das ergab ein Selbstversuch der Redaktion des Bayerischen Rundfunks.
Google soll übertroffen werden
Andauern werden die Kamerafahrten laut Microsoft rund 18 Monate. Insgesamt will der Konzern rund 50 Städte und Regionen in Deutschland fotografisch erfassen und in seinen Foto-Straßendienst integrieren. Damit würde Microsoft am Rivalen Google vorbeiziehen, der seinen Dienst Street View im vergangenen Jahr gestartet hat. Hier sind aber bislang nur die 20 größten deutschen Städte sowie die Gemeinde Oberstaufen zu sehen.
Der bayerische Ferienort hatte die Gunst der Stunde genutzt und war als erste Gemeinde Deutschlands bei Google Street View zu sehen. Während der Rest der Republik noch den Google-Dienst verteufelte, feierte man in Oberstaufen den Start des Dienstes mit einer riesigen Street View-Torte und hoffte durch das Medienecho auf einen Tourismusboom. Auf Unterstützung aus Oberstaufen muss Microsoft aber nicht hoffen. "Für StreetSide backt Oberstaufen nicht mal einen Keks. Wir haben´s ja nicht so mit Kopien...", twittere Oberstaufens Kurdirektorin Bianca Keybach unlängst.


Die Gemeinde Oberstaufen ist die erste deutsche Ortschaft, die beim umstrittenen Foto-Straßendienst Street View zu sehen ist. Aus den Metropolen zeigt Google dagegen bislang nur einige Vorschaubilder.
Auch Microsoft wird seinen Fotostraßen-Dienst Bing Streetside nach Deutschland bringen. Der Softwareriese aus Redmond will allerdings deutlich weniger Daten sammeln als Google für Street View.
Microsoft will für seinen Foto-Straßendienst Street Side keinen Vorab-Widerspruch anbieten. Die Verbraucherzentralen wollen den Software-Riesen nun mit einem Musterbrief dazu zwingen.
Microsoft darf mit Kamerafahrten für den Foto-Straßendienst Street Side beginnen. Das zuständige bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hat dem Unternehmen dafür die Erlaubnis erteilt. Über ein Vorabwiderspruchsrecht wird aber weiter verhandelt.
Microsoft lenkt im Streit um ein Vorabwiderspruchsrecht bei Bing Streetside ein. Wie bei der Konkurrenz können deutsche Nutzer bald auch hier vorab die Veröffentlichung von Bildern ihres Hauses im Dienst unterbinden.
Seit rund drei Wochen ist Google im indischen Bangalore unterwegs, um Aufnahmen für Street View zu machen. Jetzt stoppte die Polizei die Kamerafahrten offenbar aufgrund von Sicherheitsbedenken.
40.000 gegen rund 245.000: Bei Microsoft gingen wegen Streetside bislang deutlich weniger Vorabwidersprüche gegen die Veröffentlichung von Gebäude-Bildern ein als damals bei Google wegen Street View.





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