Verschlüsselungsverfahren und Formel gegen Mundgeruch

Jugend forscht 2011: Ehrung für Wettbewerbs-Sieger

In Kiel wurden die Sieger des diesjährigen Jugend forscht-Wettbewerbs von Bundespräsident Christian Wulff ausgezeichnet. Insgesamt 195 Jugendliche mit 110 Projekten hatten es bis ins Bundesfinale geschafft. Den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit haben drei junge Männer aus Hessen für ein Verschlüsselungsverfahren erhalten.

Mit einem laserbasierten Verschlüsselungsverfahren haben sich drei Jugendliche aus Hessen den Sieg geholt. (Bild: Stiftung Jugend forscht e. V.)
Mit einem laserbasierten Verschlüsselungsverfahren haben sich drei Jugendliche aus Hessen den Sieg geholt. (Bild: Stiftung Jugend forscht e. V.)
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Joshua Kühner, Till Hülsmann und Jonatan Molinski dürfen sich über 2.000 Euro Preisgeld und ein Stipendium für ein Studium an einer Hochschule der Bundeswehr freuen. Sie haben sich den Preis für eine außergewöhnliche Arbeit mit ihrer laserbasierten Methode zur Kryptografie in Glasfasern geholt. Die Verschlüsselung soll eine schnelle und abhörsichere Datenübertragung gewährleisten. Bisherige Technologien setzen auf mathematische Verfahren, die anfällig sind für versierte Hacker.

Formel gegen Mundgeruch

Mit dem Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit wurden zwei Jungen aus Bayern ausgezeichnet. Sie haben eine neue Formel zur Beseitigung von Mundgeruch entwickelt. Dabei werden Schwefelwasserstoff und seine Methylverbindungen als Verursacher bekämpft. Sogar Knoblauch-Geruch soll damit kein Problem mehr sein. Sie erhalten ebenfalls 2.000 Euro Preisgeld und eine Einladung zum 23rd EU Contest for Young Scientiests der Europäische Kommission sowie den Europapreis für Teilnehmer am 23rd EUCYS der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die beste interdisziplinäre Arbeit erhält den Preis der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Dieses Mal ging der Preis an drei Jugendliche aus Baden-Württemberg für ihr Phasenkarussell. Hiermit haben sie das Fließverhalten von Flüssigkeiten in einer rotierenden Glasschraube in Abhängigkeit von unterschiedlichen Variablen - Rotation, Schraubendurchmesser und Materialeigenschaften - untersucht. Die Erkenntnisse sollen genutzt werden, um den Prozess der Phasentrennung zu verbessern. Auch hier beträgt das Preisgeld 2.000 Euro.

Die weiteren Preisträger aus den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik können online unter "jugend-forscht.de" nachgeschlagen werden. Die Sieger in diesen Kategorien dürfen sich jeweils über 1.500 Euro Preisgeld freuen. Das Alte Gymnasium in Bremen hat den Preis "Jugend forscht Schule 2011" der Kultusministerkonferenz der Länder erhalten und zwar für ein Konzept zur Talentförderung.

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