Nutzer beschweren sich

Marketingaktion fehlgeschlagen: Pril-Wettbewerb auf Facebook

Web 2.0 wird bei vielen Unternehmen auch immer häufiger für Marketingkampagnen interessant. Auch Henkel hat sich mit einem Wettbewerb rund um das Spülmittel Pril auf Facebook versucht. Dabei war das Unternehmen allerdings alles andere als erfolgreich.

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Die beiden Gewinner-Designs sorgen bei Facebook für Kritik. (Bild: Pril)
Die beiden Gewinner-Designs sorgen bei Facebook für Kritik. (Bild: Pril)
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Henkel hatte einen Designwettbewerb auf Facebook gestartet. Nutzer konnten neue Etiketten für die Spülmittelflasche entwerfen. Bewertet wurden die zahlreichen Vorschläge dann ebenfalls von Anwendern. Offenbar unterschieden sich dabei die Vorstellungen des Unternehmens von denen der Nutzer stark.

Stimmen wurden gelöscht

Während des laufenden Wettbewerbs hat das Unternehmen gleich mehrfach das Verfahren geändert und erntete bereits dafür harte Kritik von Seiten der Nutzer. Henkel hat zum Beispiel Stimmen gelöscht, die gefälscht sein sollten. Hierbei lieferte das Unternehmen allerdings keine Begründung nach welchen Kriterien Stimmen zurückgezogen wurden.

Inzwischen ist der Wettbewerb beendet, aber die Nutzer noch lange nicht zufrieden. Gewonnen haben nämlich nicht die bei den Facebook-Mitgliedern beliebtesten Designs, wie zum Beispiel das PRIIIIIIIIIIIIIIL-Motiv mit dem "Rage Guy". Die Jury hat stattdessen ein Design mit Krawatte und eins im Leopardenlook ausgewählt.

Daraufhin hagelte es auf der Facebook-Seite zahlreiche negative Kommentare. Viele empfinden die Sieger-Designs als zu langweilg und können die Entscheidung nicht nachvollziehen. Eine Nutzerin schreibt zum Beispiel: "Gute Arbeit Pril... wirklich schöne Pseudoabstimmung... ich such mir eine andere Spülmittelmarke, so einen humorlosen Laden unterstütz ich nicht..." Andere Stimmen: "Laaaaaangweilig" oder "Scheiße, einfallslos traurig, da waren viel einfallsreichere Designs dabei...".

Die Jury hat dann offenbar noch versucht die Gemüter zu beruhigen, denn das PRIIIIIIIIIIIIIIL-Motiv erscheint als reduzierte Sonderauflage. Die beiden Gewinner-Designs werden am 1. Oktober in den Handel gebracht.

Auch Otto hatte sich bereits an einem Facebook-Wettbewerb versucht. Der Versandhändler hat einen Modelcontest ausgerufen und Facebook-Mitglieder durften die Bilder bewerten. Die Nutzer haben die Aktion boykottiert und "Der Brigitte" - einen Studenten in Frauenkleidung - zur "Gewinnerin" gekürt.

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