Musikalisches Doodle
Emil Berliner: Google würdigt den Schallplatten-Erfinder
Ein musikalisches Doodle: Am heutigen Freitag, 20 Mai, ehrt Google Emil Berliner, den Erfinder der Schallplatte und des Grammophons. Der am 20. Mai 1851 in Hannover als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geborene Erfinder wäre in diesem Monat 160 Jahre alt geworden.
Bereits in jungen Jahren wanderte Emil Berliner in die Vereinigten Staaten von Amerika aus, um der Einberufung des Militärs zu entgehen. Ein Freund seines Vaters, mit dem er zusammen die lange Reise antrat, verschaffte ihm in Washington eine Stelle in seinem Kurzwarengeschäft. Anschließend zog er nach New York, wo er Geld durch unterschiedliche Gelegenheitsarbeiten verdiente.
Seinen ersten großen Durchbruch erzielte Emil Berliner mit der Erfindung eines Kohlenmikrofons für den gerade erst erfundenen Telefonapparat. Das Patent verkaufte er an die Bell Telephone Company. Die mehrere 10.000 Dollar, die er für seine Erfindung erhielt, investierte Berliner in sein erstes, eigenes Labor. Fasziniert vom Phonographen, der den Klang noch auf einen zylinderförmigen Tonträger bannte und auf eine Erfindung von Edison zurückgeht, war Emil Berliner auf der Suche nach einer Möglichkeit, das System weiter zu verbessern. Vor allem die hohen Kosten für die Kopien der Aufnahmen wollte er senken. Da die von Edison erfundenen Walzen praktisch einzeln beschrieben wurden, konnte sich kaum ein normaler Bürger eine solche leisten.
Baumwolle, Schiefer, Schellack: Die Geburt der Schallplatte
Nach langer Tüftelei meldete Berliner schließlich im Jahre 1887 ein Patent auf einen "scheibenförmigen Tonträger" an, bei dem die aufzuzeichnenden Schwingungen von außen nach innen eingeritzt und so analog für die Ewigkeit festgehalten wurden. Die Schallplatte war geboren. Zunächst bestand diese noch aus Hartgummi, später dann aus einem Baumwollgemisch, Schieferpulver und Schellack. Die charakteristische schwarze Farbe erhielten die Schallplatten durch einen Ruß-Anteil. Erst ab dem Jahr 1955 kam Vinyl als Werkstoff zum Einsatz.
Noch heute gilt die Schallplatte bei vielen Audio-Liebhabern als das Klang-Medium schlechthin. Kenner schätzen vor allem den gegenüber digitalen Medien warmen Klang.

Das heutige Google Doodle ehrt einen Pionier der Stop-Motion-Animation. Art Clokey wäre heute 90 Jahre alt geworden. Durch ein Klicken des Nutzers verwandeln sich die Knetbälle im Doodle in unterschiedliche Clokey-Charaktere.
Schwerpunkte des Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft sind das Informations- und Medienrecht. Kritiker zweifeln die Unabhhängigkeit der Einrichtung an.
Einblick in die Politik: Die Piratenpartei erreichte im letzten Jahr neun Prozent bei den Landtagswahlen in Berlin und zog mit 15 Abgeordneten ins Parlament ein. Wie es vier der Abgeordneten in den ersten 100 Tagen dort erging, zeigt eine ARD-Doku.
Spionagevorwurf: Neu veröffentlichte Dokumente zeigen, dass die häufig kritisierte Ermittlungsmethode der Funkzellenabfrage in Berlin scheinbar auch bei Autobrandstiftungen zum Einsatz kam.
Der erste Computer stammt nicht aus den USA oder Asien, sondern stand 1941 in einer Wohnung in Berlin-Kreuzberg. Den 100. Geburtstag des Computerpioniers und Z3-Erfinders Konrad Zuse feiern sechs Museen und die TU Berlin mit zahlreichen Verstaltungen im Rahmen des Zuse-Jahr 2010.
Ohne ihn wäre die Mikrochip-Entwicklung wohl anders verlaufen: Zu seinem 84. Todestag ehrt Google den US-Amerikaner Robert Noyce mit einem Google Doodle.
Vor genau 150 Jahren hielt Johann Philipp Reis einen Vortrag über "die Fortpflanzung von Tönen". Er führte damals zum ersten Mal öffentlich seine Erfindung, der er den Namen "Telephon" gab, vor.




